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Überqualifiziert für Ihren Traumjob in der Logistik?

Trotz Überqualifikation ist es möglich die Traumstelle zu bekommen. (Foto-Quelle: Fotolia)

Es kommt vor, dass eine ausgeschriebene Aufgabe so reizvoll ist, dass man sich gern wieder in eine Abteilung eingliedert, statt sie zu leiten, oder als Top-Führungskraft gern eine Stabsstelle annehmen möchte. Dass es für Personaler schwierig ist, Ihnen das zu glauben – zumal dies oft nicht nur mit Gehalts- sondern auch mit Ansehensverlust verbunden ist, ist logisch. Und trotzdem: Wenn Sie den Job unbedingt möchten, können Sie Ihren potenziellen künftigen Arbeitgeber eventuell auch davon überzeugen, dass Sie der oder die Richtige für die Stelle sind.

Dafür müssen Sie zunächst mit Ihrer Bewerbung punkten. Konzentrieren Sie sich dabei vor allem auf die ausgeschriebene Stelle und die mit ihr verbundenen Anforderungen. Weitere Qualifikationen, die nicht zwingend nutzbringend für den Job sind, lassen Sie weg. Wenn keine Pferde im Spiel sind, erwähnen Sie ja auch nicht, dass Sie Reiten können. Zeigen Sie, was Sie an der ausgeschriebenen Stelle fasziniert. Im Lebenslauf dürfen Sie übrigens keine Ihrer Stationen mit entsprechender Beschreibung der Tätigkeit weglassen.

Welche Probleme könnte eine Überqualifikation mit sich bringen? Haben Sie es in die Gesprächsrunden geschafft, könnte sich Ihr Gegenüber vor Ihren Gehaltsvorstellungen fürchten, davor, dass Sie ihm seinen Job streitig machen wollen, oder davor, dass Sie sich nach kurzer Zeit wieder auf Jobsuche begeben, weil Sie sich unterfordert fühlen. Vielleicht hat er auch Angst, dass Sie durch Ihr Auftreten und Wissen Kollegen einschüchtern oder dass Sie nicht in der Lage sind, sich unterzuordnen beziehungsweise in ein Team einzugliedern.

Im Gespräch können Sie diese Schranken herausfinden und entkräften. Sie können beispielsweise erzählen, warum Sie sich bewusst aus Ihrem alten Job lösen wollen. Machen Sie Ihren bisherigen Arbeitgeber oder das Aufgabengebiet nicht schlecht. Bleiben Sie sachlich. Beschreiben Sie, warum Sie die Stelle unbedingt haben wollen, warum Sie die Aufgabe reizt oder warum sie perfekt ist, um Ihrer Karriere eine neue Richtung zu geben, bei der Sie nicht gleich an der Spitze einsteigen wollen und können. Vielleicht wollen Sie ja auch weniger Verantwortung, um sich in den nächsten Jahren verstärkt der Familie widmen zu können? Auch das ist eine plausible Erklärung, die nicht gleich zum Abbruch der Gespräche führt.

Mehr Infos und eine Checkliste, mit der Sie prüfen können, ob Sie für Ihren derzeitigen Job überqualifiziert sind, finden Sie unter: http://karrierebibel.de/uberqualifiziert/