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LKW-Fahrerinnen erhalten Lobby

Auch Frauen stehen im Beruf der LKW-Fahrerin vor Problemen wie dem Parkplatzmangel.

Der BGL macht Christina Scheib zur Botschafterin für Truckerinnen.

Christina Scheib arbeitet im Landratsamt Bad Tölz. Außerdem hat sie eine Ausbildung in einer Arztpraxis und eine zur Rettungssanitäterin absolviert. Und sie hat einen LKW-Führerschein – selbst finanziert. Denn in ihrer Freizeit geht sie gern als Truckerin auf Tour. Ob Kies oder Tulpen, sie hat schon diverse Ladungen abgeliefert.

In der Freizeit LKW zu fahren und dann auch noch eine Frau zu sein, ist so außergewöhnlich, dass die Bildzeitung sie als „Trucker-Königin vom Tegernsee“ bezeichnet und sie bei DMAX bei den Asphalt-Cowboys mitmischt. Und nun ist sie in die Lobbyarbeit eingestiegen: Als BGL-Botschafterin für Berufskraftfahrerinnen.

Weniger als zwei Prozent der in Deutschland beschäftigten Berufskraftfahrer sind Frauen. Der Bundesverband Güterkraftverkehr Logistik und Entsorgung (BGL) will mit dieser Aktion die Rolle von Frauen im Berufsfeld „Berufskraftfahrer“ stärken. Mehr Frauen für den Beruf der LKW-Fahrerin zu begeistern, kann dem Fahrermangel entgegenwirken. Doch Frauen haben wie ihre männlichen Kollegen mit den Missständen im Beruf wie fehlenden Autobahnparkplätzen, wenig Wertschätzung und Termindruck zu tun – verstärkt durch ihre Seltenheit in einer von Männern dominierten Fahrerwelt.

„In Christina Scheib haben wir die ideale Botschafterin gefunden“, so BGL-Vorstandssprecher Prof. Dr. Dirk Engelhardt. Sie ist selbst passionierte LKW-Fahrerin und kennt aus ihrer Berufspraxis Beispiele, wo Verbesserungen nötig sind – angefangen bei sanitären Einrichtungen für Frauen bis zu neuen Arbeitszeitmodellen zur besseren Vereinbarkeit von Familie und Beruf. Mit Unterstützung der neuen BGL-Botschafterin plant der BGL, einen Stammtisch speziell für Berufskraftfahrerinnen nach dem Vorbild der bewährten Fernfahrerstammtische sowie einen Arbeitskreis Frauen in der Logistik einzurichten.

Um für Verbesserungen einzutreten, hat der BGL Ende 2018 im Rahmen einer verbändeübergreifenden Initiative einen Fünf-Punkte-Plan gegen Logistikengpässe und Fahrermangel auf den Weg gebracht sowie eine Imagekampagne gestartet, deren Schirmherr Bundesverkehrsminister Andreas Scheuer ist. Zentrales Anliegen des BGL ist es, die Wertschätzung und Attraktivität des Fahrerberufs zu erhöhen, um wieder mehr Kraftfahrer zu gewinnen. Dazu gehört auch, Frauen für den Beruf zu begeistern sowie die Belange der Fahrerinnen in dem Berufsfeld zu stärken. Um hier gezielt für Lösungen einzutreten, hat sich der BGL entschlossen, eine Botschafterin für Lkw-Fahrerinnen einzusetzen.

Kommentare

Mike 3 Monate, 2 Wochen her

Fahrermangel ? Gibt es nicht !
Es gibt einen Mangel an Chefs die Faire Löhne bereit sind zu zahlen. Wenn Fahrer mit CE und DE Führerschein, 95er, und Staplerschein, lieber als Staplerfaher oder ähnliches arbeiten... ...dann liegt maximal ein Mangel an Fahrern vor, die bereit sind, unter Mindestlohn zu arbeiten !

Haben ja auch keinen Neuwagenmangel in Deutschland, oder ? Scheinbar schon, kenne viele die gerne nen Neuwagen hätten, aber max 5000 € bereit sind zu zahlen. Wo liegt der Fehler ? Zu wenig Neuwagen oder zu wenig Geld dann ?

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