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Was verdienen Sie derzeit in Ihrem Logistik-Job?


Bewerbungsgespräch Gehalt Logistik-Job
So beantworten Sie die Frage nach dem aktuellen Gehalt

Jeder kennt sie, wenige finden sie gut: die Frage nach dem aktuellen Gehalt im Bewerbungsgespräch. Wie ist mit ihr umzugehen?

In den USA ist die Frage des potenziellen neuen Arbeitgebers nach dem aktuellen Gehalt in einigen Bundesstaaten und New York bereits verboten, bei uns nicht. Daher ist die Angst, mit dem Ist-Gehalt in die Verhandlungen über die mögliche neue Vergütung einsteigen zu müssen, durchaus berechtigt. Und die Gefahr, zu wenig Geld für den neuen Job zu bekommen, ist real – trotz relativ guter Ausgangsposition aufgrund des Fachkräftemangels in einigen Bereichen der Logistik.

Inhalt

1. Schummeln erlaubt?

So sehr es verlockt, mehr Geld anzugeben und sich so eventuell eine bessere Verhandlungsposition im Gehaltspoker zu verschaffen: Sie sollten besser ehrlich antworten. Einerseits ist die Frage nach dem bisherigen Gehalt zulässig, wenn der neue Job ähnliche Kenntnisse und Fähigkeiten erfordert wie der alte. Larissa Holzki hat für die Süddeutsche Zeitung bei mehreren Arbeitsrechtlern nachgefragt: Erlaubt ist die Frage auch dann, wenn der Bewerber die bisherige Vergütung als Grund für seine Gehaltsforderung anführt, sich also mit einem Jobwechsel nicht verschlechtern will, zitiert sie eine Arbeitsrechtlerin.

Eine echte Lüge kann als arglistige Täuschung ausgelegt werden. Findet dies der Arbeitgeber im Laufe des Arbeitsverhältnisses heraus, so kann er noch bis zu zehn Jahre später den Arbeitsvertrag anfechten.

Andererseits kann eine Lüge schnell auffliegen. Dazu gehört auch, wenn Sie im Lebenslauf eine Position angegeben haben, für die das nun genannte Gehalt deutlich zu niedrig liegt. Eine solche entdeckte Schummelei lässt Sie in einem schlechten Licht dastehen und kostet Sie eventuell die Chance auf den neuen Job.

2. Welche Lüge über das bisherige Gehalt sofort auffliegt

An welche Krankenkasse Sie Beiträge bezahlen, müssen Sie bei einer Pflichtversicherung spätestens im Personalfragebogen angeben, damit Ihr neuer Arbeitgeber ebenfalls dorthin Beiträge abführen kann. Doch wenn Sie pflichtversichert sind, kann Ihr Gehalt nicht höher liegen als aktuell 60.750,-Euro brutto im Jahr … Beachten Sie die für eine private Krankenversicherung relevanten Bruttogehaltshöhen für Angestellte, die für eine private Absicherung überschritten werden müssen: Für 2019 liegt die Arbeitsentgeltgrenze bei einem Bruttojahresentgelt von 60.750,- Euro oder einem Bruttomonatsentgelt von 5.062,50 Euro. Um sich privat krankenversichern zu können, muss diese Grenze zuvor für mindestens ein Jahr überschritten worden sein. Achtung: Nicht mit der Beitragsbemessungsgrenze für die Sozialversicherung verwechseln. Die Werte waren lange identisch, sind dies aber nicht mehr.

Sind Sie bereits privat krankenversichert, kann der potenzielle neue Arbeitgeber über diesen Weg nicht feststellen, wie viel Sie tatsächlich verdienen.

Allerdings gibt es eine weitere Gefahr: Auch Personaler tauschen sich untereinander aus. Die Logistik ist ein Dorf mit ebenso viel Tratsch.

3. Alternativen zur Falschaussage zum Gehalt

Ist Ihr potenzieller neuer Job ein vollkommen anderer als der, den Sie bisher gemacht haben, ist die Frage irrelevant. Eine Beantwortung können Sie dann ablehnen. Wenn es sich bei der neuen Stelle allerdings um ähnliche erforderliche Kenntnisse und Fähigkeiten handelt, könnten Sie beispielsweise sagen, dass Sie zu diesem Zeitpunkt zu Ihrem bisherigen Gehalt keine Angaben machen möchten. Warten Sie ab, welche Reaktion kommt. Wie wird der Wunsch nach einer Antwort begründet? Auch die Aussage, über die Bedingungen des vorherigen Arbeitsvertrags hätten sie mit Ihrem bisherigen Arbeitgeber Stillschweigen vereinbart, ist möglich.

4. BirdieMatch-Gehaltsreport: Hilfe für Verhandlungen

Damit sie nicht zu wenig Geld für den neuen Logistik-Job bekommen, können Sie die Gehaltstabellen von BirdieMatch, dem Job-Matching-Portal für Logistiker, heranziehen. Im aktuellen BirdieMatch-Gehaltsreport finden Sie für verschiedene Berufsgruppen in der Logistik Angaben, wie viel Arbeitgeber derzeit bezahlen wollen und wie viel andere Arbeitnehmer in diesem Segment verdienen. Zudem gibt es Unterteilungen nach Regionen und zum Teil auch nach speziellen Kenntnissen.

Im Übrigen erhält nicht immer der „billigste“ Mitarbeiter den Zuschlag für den angebotenen Logistik-Job. Es muss passen – und das wissen Personaler ebenso wie sie den Fachkräftemangel einschätzen können. Unternehmen müssen abwägen, ob sie neben der Gehaltshöhe mit weiteren Aspekten wie beispielsweise Benefits punkten können, um Kandidaten für sich zu gewinnen. Welche Benefits bei Bewerbern besonders gut ankommen, haben die Analysten von BirdieMatch ebenfalls im Gehaltsreport festgehalten.

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