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Bis zu 40.000 neue Logistik-Jobs in der KEP-Branche in den nächsten vier Jahren

Die KEP-Branche wächst weiter und benötigt mehr Arbeitskräfte. (Foto-Quelle: Fotolia)

Die KEP-Unternehmen werden voraussichtlich bis zum Jahr 2022 weitere 40.000 Arbeitskräfte benötigen. Das ist gut für jeden, der einen neuen Job in der Logistik sucht.

 

3,35 Mrd. Sendungen haben KEP-Unternehmen und ihre Dienstleister im Jahr 2017 transportiert, rund 190 Mio. Sendungen mehr als im Vorjahr. Dies entspricht einem Wachstum um 6,1 Prozent und geht aus der KEP-Studie 2018 hervor, die der Bundesverband Paket und Expresslogistik (BIEK) Mitte Juli vorgestellt hat. Für das laufende Jahr ist mit einem Sendungszuwachs von bis zu 5,5 Prozent zu rechnen.

Um diese Nachfrage zuverlässig zu bedienen, setzen die KEP-Unternehmen auf Digitalisierung und Automatisierung entlang der gesamten Logistikkette. Der Gesamtumsatz der KEP-Branche stieg gegenüber 2016 um 4,9 Prozent auf 19,4 Mrd. EUR. 2017 arbeiteten in der KEP-Branche rund 229.600 Menschen. Das waren gut 10.000 Beschäftigte mehr als im Vorjahr.

Haupttreiber für dieses Wachstum war erneut das Endkundengeschäft. Es ist 2017 im nationalen Paketmarkt um zirka 9,7 Prozent gewachsen. B2C-Sendungen halten am gesamten Sendungsvolumen einen immer größeren Anteil.

 

Logistik-Jobs werden digitaler

Für die künftigen Logistik-Jobs in der Branche ist entscheidend, dass die KEP-Unternehmen zunehmend digitale Innovationen entwickeln und Prozesse automatisieren, um ihre Effizienz zu steigern. Zudem entstehen völlig neue Geschäftsmodelle. Die Effizienzsteigerungen beginnen schon im Depot: Sendungen werden automatisch gescannt und zugeteilt, Sortieranlagen fertigen mehr Pakete ab. Software optimiert die Tourenplanung, so dass Sendungen kurzfristig storniert oder umgeleitet werden können. Empfänger können Sendungen selbst steuern, Verzögerungen werden vermieden. Das alles hilft dabei, die Auslastung der Fahrzeuge zu steigern, unnötige Verkehre zu vermeiden und schon beim ersten Versuch zuzustellen, geht aus der Studie hervor. Genauso profitiert der Handel: Retouren werden schneller abgewickelt, sie gelangen rasch in den Verkauf zurück, Lagerbestände sinken. 

Derzeit befördern die KEP-Unternehmen hierzulande mit 140.000 Fahrzeugen 11 Mio. Sendungen pro Zustelltag und stehen dabei mit etwa 6 Mio. Kunden in Kontakt. Im Jahr 2022 werden in Deutschland voraussichtlich mehr als 4,3 Mrd. KEP-Sendungen transportiert.

Die seit 2004 jährlich veröffentlichte KEP-Studie erstellt die KE-CONSULT Kurte & Esser GbR im Auftrag des BIEK. Sie bezieht sich nicht nur auf Verbandsmitglieder, sondern die gesamte KEP-Branche in Deutschland. Die Studie zum Download finden Sie hier.