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KEP-Zusteller wurden 2017 schlechter bezahlt als noch 2007

Bildunterschrift

Es ist in aller Munde, Verkehrsrundschau, Tagesschau, DVZ und weitere Medien sowie allen voran die „Rheinische Post“ haben in der zweiten Aprilwoche 2019 berichtet: Die Entgelte der Paketzusteller sind zwischen 2007 und 2017 gesunken.

Nach Angaben aus der „Rheinischen Post“ sind die mittleren Bruttomonatsentgelte der Paketzusteller von im Jahr 2007 gezahlten 2.859 EUR auf im Jahr 2017 gezahlte 2.478 EUR gesunken. Das entspreche einem Rückgang um 13 Prozent. Die „Rheinische Post“ bezieht ihre Information aus einer Antwort der Bundesregierung auf eine Anfrage der Fraktion der Linken im Bundestag.

Zum Vergleich: In der Gesamtwirtschaft stiegen die Entgelte im angegebenen Zeitraum um 23,7 Prozent, geht aus dem Beitrag der „Rheinischen Post“ hervor. Außerdem wurden nach Angaben des Bundesverbands Paket und Expresslogistik (Biek) 2017 rund 3,35 Mrd. Sendungen verschickt, mehr als 1 Milliarde mehr Sendungen als 2007. Der Markt boomt also.

Es wird vermutet, dass Subunternehmer der großen KEP-Dienstleister mit ihren Entgelten für KEP-Fahrer gegen die geltenden Sozialvorschriften verstoßen. Die Einhaltung der Sozialvorschriften muss der Zoll kontrollieren, der gegen Schwarzarbeit vorgeht und Verstöße gegen die Mindestlohn-Vereinbarung ahndet.

Streit um Nachunternehmerhaftung

Eine weitere Idee, um Verstöße einzudämmen, wird derzeit diskutiert: die Ausweitung der Nachunternehmerhaftung auf die KEP-Branche bzw. die Paketdienstleister. Sie ist ein Vorschlag von Bundesarbeitsminister Hubertus Heil und würde die großen Zustelldienste verantwortlich machen für die Arbeitsbedingungen der Arbeitnehmer bei den von ihnen eingesetzten Subunternehmern. Bei Verstößen ihrer Subunternehmen gegen die Sozialversicherungspflicht beispielsweise müssten sie dann selbst einstehen und die Beiträge zahlen. Bundeswirtschaftsminister Peter Altmaier ist gegen diese Pläne. Er bezeichnete sie gegenüber der „Rheinischen Post“ als falsch und zu bürokratisch.

Übrigens: Aus der aktuellen BirdieMatch-Gehaltsstudie gehen noch erschreckendere Zahlen hervor: Wechselwillige KEP-Fahrer haben auf der Online-Job-Matching-Plattform ihre Jahresbruttogehälter mit im Durchschnitt 25.238 EUR genannt. Die Angebote der Arbeitgeber, die dazu Angaben gemacht haben, lagen noch niedriger: bei 22.500 EUR Jahresbruttogehalt.

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