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Hobbys gehören in den Lebenslauf – auch für einen neuen Logistik-Job

Welche Hobbys relevant für eine Bewerbung sind, lässt sich schnell herausfinden.

Hobbys in der Bewerbung nennen? Das ist doch genauso veraltet wie der Beruf der Eltern oder Privatsache und damit zweitrangig – oder? Nein!

Wenn ein Personaler wissen will, wer sich auf den ausgeschriebenen Logistik-Job bewirbt, schaut er auch auf die Hobbys. Wobei „Lesen“, „Reisen“ und „Kochen“ zwar nett, aber langweilig sind. Lesen kann sogar eher eigenbrötlerisch wirken. Schreiben Sie beispielsweise lieber „englische Kriminalromane aus dem 19. Jahrhundert“, „die Schlösser der Loire und des Baltikums“ und „indische Currys“. Eine solche Konkretisierung lässt einen besseren Blick auf Ihre Persönlichkeit zu und macht Sie interessanter.

Auch „Sport“ allein ist noch keine Aussage, das kann viel bedeuten. Hier geht die Bandbreite von erhöhter Verletzungsgefahr bis hin zu Disziplin und Ausdauer, die wiederum positiv auf die Chancen Ihrer Bewerbung wirken können. Also spezifizieren Sie auch hier. Wenn Sie Kapitän einer Sportmannschaft sind, sollten Sie dies ebenfalls bei Ihren Hobbys erwähnen. Das zeigt, dass Sie ein Team führen können. Ebenso kann ehrenamtliches Engagement in der Bewerbung einen Punkt für Sie bedeuten. Solche Details können zudem Ihrem Gegenüber ein Smalltalk-Thema für das Bewerbungsgespräch eröffnen.

Inhalt

1. Checkliste– welches Hobby passt in den Lebenslauf?

Prüfen Sie zunächst, ob Ihr Hobby mindestens einem der hier genannten Kriterien entspricht:

Bietet das Hobby Ihnen die Möglichkeit, in der Stellenausschreibung geforderte Soft Skills zu untermauern?

- Bietet das Hobby Ihnen die Möglichkeit, in der Stellenausschreibung geforderte Erfahrungen und Kenntnisse zu untermauern?

- Zeigt das Hobby eine Facette Ihrer Persönlichkeit, die Sie in den potenziellen neuen Job einbringen wollen und im Anschreiben auch nennen?

- Ist das Hobby relevant für den Job?

- Bietet die Nennung des Hobbys einen Vorteil gegenüber anderen Bewerbern?

- Bringt Ihr Hobby einen Zusatznutzen für den potenziellen neuen Arbeitgeber?

- Haben Sie ein Ehrenamt?

Wenn Sie mindestens ein Mal „ja“ gesagt haben, sollten Sie Ihr Hobby auf jeden Fall nennen und den Zusammenhang zur Bewerbung herstellen. Zum Beispiel: „Fußball spielen – als Kapitänin meiner Mannschaft zählen meine Teamorientierung und Führungsstärke.“ Ehrenämter sind generell gern gesehen, stehen sie doch beispielsweise für soziales Engagement, Verantwortungsbewusstsein, Organisationstalent oder Teamgeist.

2. Tipps – wie verpacken Sie Ihr Allerweltshobby interessant?

Lesen, Stricken, Motorrad fahren. Nichts Besonderes. Doch genau so, wie man aus „Fußball spielen“ etwas Erwähnenswertes machen kann, ist dies auch bei fast jedem anderen Hobby möglich. Für „Lesen“ steht es schon zu Beginn dieses Beitrags: Spezialisieren Sie sich in der Bewerbung auf ein Genre oder einen Autoren. Stricken ist vielleicht dann relevant, wenn Sie erwähnen, dass Sie bei der Konzentration auf komplizierte Muster allen Stress ausknipsen können und möglichst noch Söckchen oder Mützchen für eine Geburtsstation fertigen (soziales Engagement, s.o.).

Haben Sie ein Ehrenamt, so prüfen Sie zusätzlich noch die Relevanz für Ihren angestrebten neuen Job: Ein Kassenwart passt in die Transportkalkulation oder Buchhaltung, ein Webseiten-Pfleger in die IT oder den Bereich Social Media Management etc. Generell gilt: Nennen Sie Hobbys mit positivem Bezug zu Ihrem Job.

3. Warnungen – diese Hobbys bitte weglassen!

Nennen Sie nicht zu viele Hobbys, wählen Sie aus! Räumen Sie Ihren Freizeitbeschäftigungen nicht zu viel Raum im Lebenslauf ein, sie sind letztendlich zweitrangig. Und: Wer viele Hobbys hat, übt diese vielleicht nur jeweils halbherzig aus? Oder er findet keine Zeit mehr für den eigentlichen Job? Diese Eindrücke sollten Sie auf keinen Fall erwecken, mögen Ihre Hobbys noch so interessant sein.

Verzichten Sie von vornherein darauf, folgende Hobbys zu nennen:

Gefährliche Hobbys wie Fallschirmspringen; auch Reiten oder Extremsportarten bergen ein hohes Verletzungsrisiko. Personaler sortieren Ihre Bewerbung dann eher aus, weil sie ein hohes Ausfallrisiko unterstellen oder vermuten, dass ein potenzieller Mitarbeiter sogar bleibende Schäden davontragen könnte, die seine Arbeit beeinträchtigen könnten.

- Sehr zeitintensive Hobbys. Bleiben noch genug Zeit und Flexibilität für den Job? Das ist eine Frage, die sich Personalverantwortliche durchaus stellen.

- Hobbys, die der Firma oder ihrem Ansehen schaden könnten. Freizeit-Tresorknackerin, Hacker oder Pornodarsteller könnten beispielsweise dazugehören. – so interessant sie auch sind.

- Hobbys, die Sie nur selten ausüben oder die Sie gerade für sich erfunden haben. Erwähnen Sie Freizeitaktivitäten nur, wenn Sie sich hier wirklich auskennen. Seien Sie auf fachlich versierte Rückfragen gefasst, schließlich hat Ihr Gegenüber auch Hobbys. Und: Drei Klavierstunden machen aus Ihnen noch keinen Pianisten.

- Langweilige Hobbys

- Hobbys, die keinerlei Bezug zum Job herstellen lassen.

Beachten Sie: Sie können Hobbys nennen und mit Ihnen punkten – können diesen Punkt aber auch weglassen in Ihrem Lebenslauf. Nicht jeder bessere Blick auf Ihre Persönlichkeit bringt den gewünschten Erfolg bei Ihrer Bewerbung um Ihren potenziellen Traumjob.

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