Birdieblog
Immer auf dem neuesten Stand

Geben Sie mehr Kandidaten eine Chance!

Auf den ersten Augenblick unkonventionell scheinende Kandidaten könnten die Innovationskraft im Unternehmen steigern. (Foto-Quelle: Fotolia)

Die besten Bewerber um Jobangebote in der Logistik fallen oft durch ihr starres Raster.

Immer die gleichen Fragebögen für Vorstellungsgespräche, mangelnde Erfahrung und Menschenkenntnis sowie das Bedürfnis, die eigene Entscheidung gegenüber der Geschäftsleitung jederzeit begründen zu können, führen dazu, dass manch guter Kandidat für eine Logistikstelle nicht berücksichtigt wird. Schade. Zu diesem Thema ist kürzlich auf dem Blog des Xing-Partners „Business Insider“ ein interessanter Beitrag erschienen.

Gute Noten aus Schule und Uni seien beispielsweise nur bedingt aussagefähig, da sie allenfalls ein Indikator für verinnerlichte Theorien wären. Über den Willen zum Geschäftserfolg oder zur Leistung sagten sie nichts. Ebenso informierten Noten nicht darüber, ob der Bewerber um den Logistik-Job eigene Ideen zu Problemlösungen entwickeln könne. Die Experten empfehlen allerdings, auf die Noten in Deutsch und Englisch zu achten. Englische Sprachkenntnisse seien einerseits im internationalen Umfeld, in dem sich Logistiker bewegen, wichtig. Andererseits müssten Logistiker mit Kundenkontakt sich verbal gut ausdrücken und möglichst grammatikalisch fehlerfrei schreiben können.

Viel Wert sollte statt auf Noten auf Praktika gelegt sowie Themen von Projektarbeiten beachtet werden. Und statt eines ungebrochenen Lebenslaufs sollten die Erfahrungen und das Profil des Bewerbers im Vordergrund stehen. Passen diese Daten zur ausgeschriebenen Stelle als Logistiker?

In Vorstellungsgespräche muss Zeit investiert werden – sowohl in die Vorbereitung als auch in das Gespräch selbst. Statt die Daten des Lebenslaufs abzufragen, sollten Personalverantwortliche versuchen, die Analysefähigkeiten und die Leistungsmotivation der Kandidaten zu testen. Dies kann etwa anhand von Fallbeispielen aus dem künftigen Tätigkeitsbereich des Logistikers geschehen. Wie geht der Kandidat an die Lösung der Aufgabe heran? Schlüpft er in eine Rolle, in der er Verantwortung übernimmt?

Wer neue Ideen für sein Unternehmen will, muss auch unkonventionelle Kandidaten in seine Überlegungen für die Besetzung des ausgeschriebenen Logistik-Jobs einbeziehen und nicht nur auf Sicherheit setzen, geht aus dem Text hervor. Innovationskraft entstehe oft aus dem Unangepassten, ist ein Fazit des Beitrags.

Die Langversion finden Sie unter: http://www.xing-news.com/reader/news/articles/857030?link_position=digest&newsletter_id=24835&toolbar=true&xng_share_origin=email