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Wie viel verdient Ihr Kollege – und wie viel Geld macht glücklich?

Je mehr Gehalt, desto glücklicher wird man? Nicht ganz.

Gespräche über Gehälter sind in diversen Unternehmen tabu. Viele wollen wissen, was ihre Kollegen verdienen, doch nur wenige wagen zu fragen. Und wenn einer tatsächlich mehr bekommt: Ist er darum glücklicher?

Zunächst: Nur in wenigen Fällen ist es verboten, untereinander über die jeweiligen Gehälter zu sprechen. Wäre es nicht erlaubt, hätte  man wenig Handhabe im Rahmen des Gleichbehandlungsgrundsatzes zu erfahren, ob es Unterschiede bei ähnlichen Positionen gibt. Ein schützenswertes Geschäftsgeheimnis sind Gehaltsdaten, wenn ein Wettbewerber Vorteile aus diesem Wissen ziehen könnte. Das hat das Magazin „t3m“ bei Rechtsanwälten erfragt. Ein entsprechendes Urteil, das Verbote als nichtig erklärt, gibt es ebenfalls. Allerdings bisher kein Urteil des Bundesarbeitsgerichts. Zudem dürfen vor allem Personaler und Betriebsräte ihr Wissen aus datenschutzrechtlichen Gründen nicht preisgeben.

Gehälter vergleichen: Mit BirdieMatch möglich

Viele vermeiden solche Gespräche trotzdem. Zu peinlich, wenn man selbst derjenige ist, der deutlich weniger verdient. Das könnte zu einem Ansehensverlust im Kollegenkreis führen, meinen viele. Kaum einer riskiert das. Eine Möglichkeit, das eigene Gehalt besser einschätzen zu können, bietet die Gehaltsstudie von BirdieMatch: Daten aus der Branche für die Branche. Gegliedert nach unterschiedlichen Aufgaben, Kenntnissen, Regionen, Geschlecht und Alter. Ausgewertet wurden knapp 9.000 Datensätze.

Wie viel Gehalt macht glücklich?

Bleibt die Frage, wie glücklich Geld tatsächlich macht – oder: Wie viel Gehalt braucht das Glück? Die Tageszeitung „Bild“ hat dazu einen Beitrag von Tanja Treser veröffentlicht. Sie bezieht sich auf Forschungsergebnisse des Wirtschaftsnobelpreisträgers Daniel Kahneman und des Ökonomen Angus Deaton, die bereits 2010 darüber berichtet haben. Die US-Amerikaner haben herausgefunden, dass der Glücksgewinn nur bei Gehaltserhöhungen bis zu einem Gehalt von etwa 60.000,- EUR steigt – Berücksichtigt man die Inflationsrate, dürfte es heute etwas mehr sein.

Die Wissenschaftler stützen sich auf die Theorie des abnehmenden Grenznutzens. Verdoppele sich das Gehalt von 15.000,- auf 30.000,- EUR, steige das Glücksgefühl enorm. Verdoppele es sich von 30.000,- auf 60.000,-, steige das Lebensglück ebenfalls, aber bereits geringer. Bei einer weiteren Verdoppelung auf 120.000,- EUR Jahressalär, sei dies nicht mehr festzustellen.

„Bild“ zitiert Deaton zu den Ursachen: „Vielleicht ist das die Schwelle, über der es Menschen nicht mehr möglich ist, das zu tun, was für das emotionale Wohlbefinden am meisten zählt: Zeit mit der Familie verbringen, Krankheit und Schmerz vermeiden oder die freie Zeit genießen.“ Befragungen von Lotto-Gewinnern haben zudem ergeben, dass Geld haben irgendwann zur Gewohnheit wird und das Glücksgefühl verblasst.

Harvard-Forscher wollten laut „Bild“ nach der Untersuchung von Kahneman und Deaton herausfinden, „ob der Mensch zufriedener wird, wenn andere für ihn Zeitfresser im Alltag erledigen, ihm stattdessen mehr Zeit für Hobbys oder die Liebsten bleibt. Sie haben 6.000 Menschen befragt, wie viel Geld sie monatlich für Putzhilfen, Gärtner oder Kindermädchen ausgeben. Gleichzeitig sollten sie angeben, wie zufrieden sie mit ihrem Leben sind und ob sie sich gestresst fühlen. Das Ergebnis: Freizeit kaufen macht glücklich. Menschen, die andere für Putzen, Waschen, Kochen, Rasenmähen bezahlen, sind zufriedener“, so die Tageszeitung.

Warum das Glücksgefühl beim ersten Gehaltssprung auf 30.000,- EUR pro Jahr besonders stark steigt, erklärt sich wahrscheinlich aus der dann möglichen Befriedigung aller körperlichen Grundbedürfnisse wie Essen, Gesundheit und Wohnen, vermutet das BirdieMatch-Team. Existenzängste sind dann nicht mehr notwendig. Und die soziale Anerkennung steigt, was wiederum soziale Grundbedürfnisse befriedigt.

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