Birdieblog
Immer auf dem neuesten Stand

Netzwerken: Anleitung für Logistiker

Ein gutes Netzwerk kann hilfreich sein auf dem Karriereweg. (Foto-Quelle: Fotolia)

Offenbar wissen viele, dass Netzwerken wichtig für die Karriere ist. Jobs sind häufig schon vergeben, bevor sie ausgeschrieben werden. Ohne Netzwerk gibt es keine Chance, vor der Ausschreibung von der offenen Stelle für Logistiker zu erfahren. Aber offenbar macht Netzwerken den meisten keinen Spaß. Einige Logistiker fürchten sich vor Fehlern, andere finden es scheinheilig, wieder andere sind einfach schüchtern oder introvertiert. Was hilft?

Zunächst die Erkenntnis, dass man Netzwerken lernen kann. Es ist keine Charaktereigenschaft. Also können auch introvertierte oder schüchterne Logistiker netzwerken. Letztendlich besteht es aus Überwindung, echtem Interesse am Gegenüber und der Beachtung einiger Regeln, so Marina Schmidt. Die Netzwerk-Expertin von „Businesshelden“ hat unter https://businesshelden.de/netzwerken/ einen Guide zum Thema geschrieben und beantwortet gern auch noch weitergehende Fragen. Hier eine kurze Zusammenfassung einiger Punkte, die speziell auf Veranstaltungen für Logistiker gelten.

Was kann ich für Sie tun?

Netzwerken klappt nicht auf jeder Veranstaltung. Und man muss nicht pausenlos im Mittelpunkt stehen. Introvertierte Menschen sollten eher kleinere Events besuchen und mehr Fragen stellen als selbst reden. Aber Netzwerken erfordert stetiges Kontakte knüpfen und pflegen. Es ist wie einen Garten bewirtschaften. Und man kann nicht früh genug damit anfangen. Nur dann gibt es Hilfe, wenn man Hilfe benötigt. Dazu gehört, auch selbst bereit zu sein zu helfen. Bringen Sie die Leute in Ihrem Netzwerk weiter. Erstens fühlt sich das gut an, zweitens werden sich diese Menschen an Sie erinnern. Irgendwann werden sie dann Ihnen als Logistiker helfen, wenn sie können. Eine angeborene oder erlernte Helfermentalität ist also hilfreich für die eigene Karriere, nicht der Gedanke „Was bringt mir das/der?“. Allerdings: Versprechen Sie nicht nur, etwas zu tun, sondern tun Sie es dann auch.

Das können Sie für mich tun

Wichtig ist, dass Ihr Netzwerk weiß, was es für Sie tun könnte. Und, dass Sie sich auch tatsächlich helfen lassen. Also müssen Sie zunächst selbst wissen, was Sie als Logistiker brauchen. Dies können Sie dann besser nebenbei in Gespräche einfließen lassen.

Wo netzwerken?

Überlegen Sie sich, warum Sie zu einer Veranstaltung wollen und was das ideale Resultat der dort investierten Stunden wäre. Lässt sich das beim ausgewählten Event für Logistiker und den dort anzutreffenden Leuten realisieren? Wie viele Kaffeepausen wird es geben? Gibt es Vorträge, die Sie schwänzen können um zu gucken, wer noch schwänzt? Sind Vorstellungsrunden geplant?

Mit wem netzwerken?

Mit einer Person pro Veranstaltung. Und das so intensiv, dass die geknüpfte Beziehung über dieses erste Treffen hinaus andauert. Was nutzen viele Visitenkarten, wenn letztendlich nichts daraus wird? Sich niemand erinnert? Das heißt nicht, dass man mit der erstbesten Person ein Vertrauensverhältnis aufbauen muss. Schauen Sie sich um, lernen Sie etwa in Gruppen von Logistikern diverse Menschen kurz kennen und entscheiden Sie dann, wer Sie für ein Vier-Augen-Gespräch interessiert. Schauen Sie sich vor der Veranstaltung die Gästeliste an und googeln Sie Gesichter, damit Sie die ausgewählte Person im Gewimmel auch finden. Und wenn Sie Visitenkarten erhalten: Machen Sie hinten eine Notiz zum geführten Gespräch.

Wie netzwerken?

Beispielsweise können Sie sich von einem gemeinsamen Bekannten oder dem Veranstalter vorstellen lassen. Dann genießen Sie einen Vertrauensvorschuss. Oder Sie sprechen Ihren bevorzugten Gesprächspartner „zufällig“ an der Bar oder am Buffet an. Das wirkt nicht gezwungen. Oder stellen Sie sich einfach zu einer Gruppe. In einer Pause können Sie sich vorstellen oder eine Frage stellen. Grundsätzlich sollte Ihr Netzwerk vielfältig sein – und Sie authentisch bleiben. Wenn Sie Sie selbst sind, ziehen Sie nur Menschen an, denen Sie sympathisch sind. Und nur sympathischen Menschen hilft man.

Bevor Sie ein Gespräch verlassen, sollten Sie entscheiden, wie es weitergehen soll und dies auch kommunizieren. Dies ist verbindlicher als ein loses „Wir sollten in Kontakt bleiben“.

Speichern Sie Ihre Kontakte elektronisch unter selbst erstellten Kriterien ab – und arbeiten Sie mit einer Art Wiedervorlage, um tatsächlich in Kontakt zu bleiben.

Smile and ask

Die Trainerin und Gründerin des Woman´s Business Club, Monika Scheddin, hat die Grundregeln des Netzwerkens in „SMILE & ASK“ zusammengefasst: Sei freundlich, mutig und initiativ. Lass die anderen wissen, was Du tust und erkläre, was Du Brauchst. Anbieten Deiner Hilfe mit der Frage, was Du für andere tun kannst. Spreche ein Dankeschön aus und kontakte Beziehungen regelmäßig.

Also los: Ein Netzwerk muss man nicht nur als Logistiker haben, bevor man es braucht.