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Was sind Ihre Stärken und Schwächen?

Bewerbung-Stärken und Schwächen erkennen

Was würde Ihr Arbeitgeber über Sie sagen? Was zeichnet Sie besonders aus? Diese Fragen kennt jeder, der schon einmal in einem Vorstellungsgespräch saß. Und jeder überlegt sich vor einem Vorstellungsgespräch, was er darauf antworten will. Doch wie bereitet man sich am besten darauf vor und was steckt tatsächlich hinter diesen Fragen?

Bewerbungsratgeber sind voll mit guten Tipps für Antworten auf die Frage „Was sind Ihre größten Starken und Schwächen? Doch auf keinen Fall sollten Sie Antworten aus diesen Werken einfach übernehmen. Und auf keinen Fall sollten Sie die schon so oft gehörte Frage auf die leichte Schulter nehmen. Das BirdieMatch-Team verrät Ihnen, was hinter dieser Frage steckt und wie Sie eine passende Antwort vorbereiten können.

1. Warum fragen Personaler nach Stärken und Schwächen?

Dafür gibt es mehrere Gründe:

  • Personaler testen Ihre Fähigkeit zur Selbstreflexion. Kennen Sie Ihre Stärken?
  • Sie prüfen, wie intensiv Sie sich mit den neuen Anforderungen auseinandergesetzt haben: Ist Ihnen bewusst, welche Stärken Ihnen im potenziellen neuen Job helfen könnten? Und sind Sie bereit, für den neuen Job an Ihren Schwächen zu arbeiten?
  • Sie wollen Beispiele hören, warum jemand „teamfähig“ oder „verkaufsorientiert“ ist. Auch Soft Skills sollte man mit Fakten in Form von Erfolgsgeschichten oder Erfahrungen untermauern können.
  • Sie wollen mehr über Ihre Motivation für die Bewerbung erfahren. Welche Soft Skills sind Ihnen so wichtig, dass Sie diese im Bewerbungsgespräch nennen?
  • Sie prüfen, ob Sie mit Ihrer Wortwahl das richtige Maß zwischen Selbstbewusstsein und Bescheidenheit – oder, drastischer ausgedrückt: Unsicherheit und Prahlerei – finden.

2. Welche Chance versteckt sich für Bewerber hinter dieser Frage?

Die Chance, sich glaubwürdig und selbstbewusst zu präsentieren und den Gesprächsführer davon zu überzeugen, dass gerade Sie genau der oder die Richtige für die Stelle sind. Und dies gilt nicht nur für die Art, wie sie Ihre Stärken darstellen, sondern auch für Ihre Schwächen.

3. Wie präsentieren Sie Ihre Stärken glaubwürdig?

Wie bereits genannt, kommt es darauf an, jobrelevante Stärken zu nennen und zu belegen sowie die Balance zwischen Bescheidenheit und Prahlerei zu halten.

Einige Beispiele:

  • „Ich kann gut mit Stress umgehen. Schließlich habe ich drei Kinder großgezogen.“
  • „Ich kann Konflikte lösen und habe sogar schon ein Mediatorentraining absolviert.“
  • „Ich bin bereit und in der Lage, mich schnell in neue Sachverhalte einzuarbeiten. Meinen Zeugnissen können Sie entnehmen, in wie vielen unterschiedlichen Projekten ich bereits eingesetzt war und dass ich diese erfolgreich abgeschlossen habe.“

Bleiben Sie authentisch und ehrlich. Und beachten Sie: Es geht nicht um richtig oder falsch.

4. Wie präsentieren Sie Ihre Schwächen am besten?

Bitte beherzigen Sie folgende Regeln, wenn Sie Schwächen nennen:

  • Wenn nicht eine bestimmte Anzahl gefordert ist: Ein bis zwei Schwächen reichen. Auf keinen Fall dürfen Sie mehr Schwächen als Stärken nennen.
  • Die von Ihnen genannten Schwächen sollten nicht jobrelevant sein, also Ihre Eignung für die ausgeschriebene Stelle nicht einschränken. Prüfen Sie: Würden Sie sich mit der von Ihnen genannten Schwäche noch für den ausgeschriebenen Job einstellen?
  • Verzichten Sie auf die Klassiker Perfektionismus, Ungeduld und Schokolade. Das glaubt keiner mehr.
  • Formulieren Sie keine vermeintlichen Stärken in Schwächen um. Beispiel: Sie arbeiten zu viel, setzen sich zu sehr ein und stellen Ihr Privatleben hinter den Arbeitserfolg. Dies ist in Zeiten von angestrebter Work-Life-Balance ein Zeichen dafür, dass Sie Ihren Zeitplan nicht im Griff haben, Wichtiges nicht von Unwichtigem unterscheiden können, nicht Nein sagen können, ein Workaholic sind und kurz vor dem Burnout stehen. Keine gute Perspektive für
  • Ihren potenziellen neuen Arbeitgeber.
  • Zeigen Sie immer, wie Sie mit dem vermeintlichen Manko umgehen und dass sie bereit sind, an sich zu arbeiten, und Lust haben zu lernen.

Keine Schwächen zu nennen, ist keine Option, da unglaubwürdig. Sie werden echte Schwächen haben, die Sie trotzdem nicht um die Chance auf die ausgeschriebene Stelle bringen – sonst hätten Sie sich erst gar nicht beworben. Ein Tipp von der Internetseite arbeits-abc.de: Lesen Sie Ihre alten Schulzeugnisse oder fragen Sie Freunde und Bekannte, um Ihre Schwachpunkte herauszufinden. Bleiben Sie authentisch und ehrlich. Und beachten Sie: Jedes Manko macht Sie interessanter und menschlicher.

5. Wie bereiten Sie sich auf diese Frage im Bewerbungsgespräch vor?

Selbst wenn die Frage in der einen oder anderen Form fast immer in Bewerbungsgesprächen auftaucht: Sie ist nicht banal. Und da die Antworten zum angebotenen Job passen müssen, sollten Sie sich intensiv vorbereiten. Nur dann können Sie die Frage als Chance nutzen, sich mit Ihrer Antwort für die neue Stelle zu qualifizieren. Auf gar keinen Fall sollten Sie Standardantworten aus Bewerbungsratgebern geben. Diese Ratgeber sind den Personalern bekannt und die dort vermerkten Antworten haben sie schon zig Mal gehört. Die Internetseite bewerbung.com empfiehlt:

  • zunächst eine Liste mit den eigenen Charaktereigenschaften anzulegen. Welche Stärken lassen sich daraus ableiten, welche Schwächen?
  • Nun finden Sie für die positiven Eigenschaften (berufliche) Beispiele, wie diese Stärken von Ihnen eingesetzt werden. Ebenso suchen Sie für Ihre Schwächen nach Belegen, dass Sie in der Lage sind, mit Ihnen umzugehen. Es funktionieren auch Beispiele aus dem privaten Umfeld, etwa aus dem Sportverein oder Studium. Beispiel: „Ich war fünf Jahre Kapitänin einer Handballmannschaft und habe gezeigt, dass ich ein Team gut motivieren kann.“
  • Checken Sie Ihre Liste mit dem Eindruck ab, den Sie bei Freunden hinterlassen. Fragen Sie mehr als einen Freund um seine Meinung zu Ihren Charaktereigenschaften. Was können Sie gut, was weniger gut in den Augen Ihres Umfelds? Finden Sie wiederum Beispiele als Beleg.
  • Prüfen Sie, welche Eigenschaften sich mit den Anforderungen der Stellenbeschreibung decken, auf die Sie sich beworben haben. Überlegen Sie, was diese Eigenschaften mit Ihrem potenziellen neuen Job zu tun haben könnten. Warum sind sie wichtig? Warum passen genau Sie zu diesem Job?
  • Suchen Sie sich bis zu drei passende Stärken aus und schreiben Sie Ihre Argumentationskette auf. Ideal sind Eigenschaften, die andere nicht bieten können.
  • Wählen Sie auch ein oder zwei Schwächen aus, die Ihre Chancen auf den Job nicht beeinträchtigen. Schreiben Sie auch hier Ihre Argumentationskette auf.

Auch die Fragen danach, wie Sie ein Problem angehen würden, welche Eigenschaften im potenziellen neuen Job besonders wichtig sein könnten, welche Eigenschaft Sie gern an sich selbst ändern würden oder wie Freunde Sie beschreiben würden, zielen übrigens auf Ihre Stärken und Schwächen ab. Wie Sie mit diesen Fragen richtig umgehen, beschreibt noch einmal ausführlich und mit diversen Beispielen der Blog von karrierebibel.de im Artikel zum Thema Stärken und Schwächen im Vorstellungsgespräch.

Weitere nützliche Informationen rund um das Thema Bewerbung finden Sie außerdem in unserem umfangreichen Artikel: Richtig bewerben: So sind Sie bestens vorbereitet.

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