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Birdieblog
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Ob Frauen oder Ostdeutsche: Gehaltsgefälle bleibt

Gründe für Ungleichberechtigung im Gehalt

Ostdeutsche und Frauen verdienen in der Logistik noch immer schlechter als Menschen in anderen Regionen in Deutschland beziehungsweise als Männer. Das geht aus dem neuen BirdieMatch-Gehaltsreport hervor, der am 8. März 2019 erschienen ist.

Hier gleichen sich die Ergebnisse des alten und des neuen Gehaltsreports von BirdieMatch, dem Job-Matching-Portal für Logistiker, sowie die Ergebnisse diverser gängiger Studien: Männer verdienen in den meisten Jobs mehr als Frauen in ähnlichen Positionen. Und in den ehemals neuen Bundesländern wird fast immer schlechter bezahlt als in Nord-, West- oder Süddeutschland. Dabei sind gerade in Ostdeutschland Fachkräfte häufig Mangelware. Viele sind längst in andere Regionen des Landes abgewandert.

Dafür lässt sich ein generelles Gehaltsgefälle von hohen Gehältern im Süden und niedrigeren im Norden der Republik nicht bestätigen. Dies galt auch schon ein Jahr zuvor für die BirdieMatch-Untersuchung, obwohl andere Studien hier ein Gefälle feststellen.

Geringere Produktivität in Ostdeutschland begründet niedrigere Gehälter

In Ostdeutschland ist die Produktivität auch knapp 30 Jahre nach der Wiedervereinigung immer noch deutlich geringer als im Westen. Das geht aus einer Studie des Leibniz-Insituts für Wirtschaftsforschung Halle (IWH) hervor. Demnach erreicht kein Bundesland im Osten die Produktivität des schwächsten westdeutschen Bundeslandes, des Saarlands.  

Der Studie zufolge haben ostdeutsche Betriebe eine um mindestens 20 Prozent geringere Produktivität. Dass Potenziale für Produktivitätssteigerungen in Ostdeutschland noch nicht ausgeschöpft werden, hat nach Einschätzung der IWH-Ökonomen unter anderem mit staatlichen Subventionen zu tun: Sind diese an die Bedingung geknüpft, Arbeitsplätze zu erhalten oder zu schaffen, dann kann das einer Erhöhung der Arbeitsproduktivität im Wege stehen. In Zeiten von Fachkräftemangel sollte Wirtschaftsförderung deshalb nicht um jeden Preis für Arbeitsplätze sorgen, sondern für Produktivitätssteigerung, meinen die Wissenschaftler.

Gleichzeitig haben die IWH-Forscher auch im Schnitt um 20 Prozent geringere Gehälter in den ehemals neuen Bundesländern gegenüber anderen Regionen in Deutschland festgestellt. Wer es etwas genauer auf bestimmte Jobs in der Logistik bezogen wissen möchte, dem sei ein Blick in den aktuellen BirdieMatch-Gehaltsreport empfohlen.

Frauen sollten ihre Forderungen erhöhen

Bei den Frauen auf der Suche nach Jobs in der Logistik ist bemerkenswert, dass bereits die Gehaltswünsche der Kandidatinnen für ihren ersten Job nach der Ausbildung oder dem Studium deutlich niedriger liegen als die der männlichen Bewerber. Dies kann sowohl auf falsche Bescheidenheit als auch auf eine realistischere Einschätzung der Möglichkeiten für Berufseinsteiger hinweisen. Kandidatinnen sollten sich aber überlegen, für Gehaltsverhandlungen ihre Wunschgehälter nach oben anzupassen. Und Unternehmen könnten mit einer gleichberechtigten Bezahlung sowohl weibliche Fachkräfte halten als auch weitere Fachkräfte anlocken.

Eine im Februar 2019 erschienene Studie verschiedener Universitäten bezeichnet Kinder als Ursache für geringere Gehälter der Gruppe der Frauen gegenüber der der Männer – und das nicht nur in Deutschland. Aus dieser Untersuchung geht hervor, dass sich das Gehalt von Frauen und Männern vor der Geburt des ersten Kindes sehr ähnlich entwickelt. Der Gender Pay Gap, die oft beschriebene Lohnlücke zwischen Männern und Frauen, sei zu Karrierebeginn gering oder nicht vorhanden. Dies widerspricht den Angaben der Absolventinnen in der BirdieMatch-Studie – und sollte sie bestärken, mehr zu verlangen. Eine Orientierung bieten auch hier die detaillierten Gehaltstabellen von BirdieMatch.

Die BirdieMatch-Gehaltsstudie ist die einzige Analyse, die sich allein auf Jobs in der Logistik bezieht. Erneut hat das Job-Matching-Portal sowohl Verdienstmöglichkeiten nach Berufsgruppen, Regionen, Erfahrungen, speziellen Skills, Geschlecht und weiteren Kriterien ermittelt als auch analysiert, was Kandidaten neben Gehalt und Jobbeschreibung noch wichtig ist. Allein mehr als 500 unterschiedliche Kenntnisse und Erfahrungsdimensionen nutzt BirdieMatch, um Kandidaten und Unternehmen zusammenzubringen – und für die Studie. Hinzu kommt der Abgleich von Wünschen der Bewerber unabhängig vom Gehalt – so genannten „Heart Skills“ – mit Benefits der Arbeitgeber. Das ist ebenfalls einmalig in der Logistik.

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