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KEP-Dienste: Kurzfristig mehr Logistik-Jobs, mittelfristig neue Standorte


Wachstum KEP-Dienste Pakete
Anfang 2020 wird DPD den Betrieb im neuen Paketsortierzentrum in Augsburg starten. Im Endausbau sollen dort täglich bis zu 93.000 Pakete umgeschlagen werden. (Foto-Quelle: Fotolia)

Das Weihnachtsgeschäft rückt näher, die KEP-Dienste rüsten personell auf. Und um der wachsenden Paketflut auch in den nächsten Jahren gewachsen zu sein, werden Standorte ausgebaut – von DPD und Hermes beispielsweise aktuell in Augsburg.

 

Bis Mitte Januar setzt allein Hermes landesweit bis zu 6.300 zusätzliche Arbeitskräfte ein. Neben eigenen Mitarbeitern mit zeitlich befristeten Arbeitsverträgen kommen regional auch Arbeitnehmer von Zeitarbeitsfirmen zum Einsatz. Das geht aus einer aktuellen Pressemitteilung des Unternehmens hervor. Die neuen Kollegen und Kolleginnen unterstützen in der Zustellung sowie beim Umschlag in den Logistikcentern, etwa beim Be- und Entladen von Containern und in der manuellen Sortierung. In der Spitze werden um Weihnachten bis zu 13.000 Zusteller für Hermes im Einsatz sein. Auch die Fahrzeugkapazitäten werden aufgestockt. Allein im Langstrecken- und Zulieferverkehr zwischen den Logistikcentern unterstützen rund 400 zusätzliche Sattelzug- und Wechselbrücken-Lkw, verkündet Hermes.

Paketmengen wachsen weiter

Der Marktführer im Paketmarkt, Deutsche Post DHL, erwartet pro Tag mehr als 11 Mio. Paketsendungen. Mit bis zu 2,2 Mio. Sendungen täglich rechnet Hermes Germany rund um Weihnachten, im November und Dezember zusammen mehr als 80 Mio. Diverse Verteilzentren bieten mittlerweile bereits deutlich höhere Abwicklungskapazitäten als in den Jahren zuvor. So ist erstmals in einem Weihnachtsgeschäft das neue Logistikcenter (LC) Graben bei Augsburg. Der Standort hat im Februar eröffnet und erhöht die Kapazitäten im Südosten. Die Ende 2017 in Betrieb genommenen LCs in Mainz und Berlin-Brandenburg können bei Bedarf zudem erstmals auf Volllast laufen. Mit der Eröffnung weiterer hochmoderner Standorte 2019 unter anderem in Hamburg und im Großraum Leipzig/Halle soll die bundesweite Abwicklungskapazität mittelfristig weiter erhöht werden.

Augsburg als Standort beliebt

Ebenfalls in Augsburg investiert DPD. Die neue Paketsortieranlage soll Anfang 2020 in Betrieb gehen und den aktuellen Standort in Augsburg ersetzen. Für den Neubau auf insgesamt 53.500 qm investiert der Paketdienst DPD 45 Millionen Euro. In der Anfangsphase sollen in Augsburg täglich rund 36.000 Pakete umgeschlagen werden, später können es bis zu 93.000 Sendungen pro Tag sein. 380 Arbeitskräfte werden im Endausbau vor Ort im Einsatz sein, davon 200 Zusteller. Aufgrund der steigenden Paketzahlen investiert DPD derzeit auch in neue Standorte in Kiel und Hamm.

 

Mehr zum Neubau von DPD in Augsburg finden Sie hier: https://www.dpd.com/de/unternehmen/unternehmen/presse_center/presse_mitteilungen

Ein Ende des Paketbooms ist tatsächlich nicht in Sicht. Im Gegenteil: Die Deutsche Post rechnet bis 2020 mit einem Anstieg der jährlichen Paketmengen um 5 bis 7 Prozent.

Hermes weist aber auch auf die Personalnot hin. Dem boomenden Onlinehandel drohe hier mittelfristig eine analoge Grenze. Daher werde verstärkt an effizientere, alternative Zustellmöglichkeiten als die an der Haustür gedacht, etwa an die Direktbelieferung von Paketshops oder auch die Zustellung an Paketstationen.

Mehr zum Hermes-Konzept für die Weihnachtszeit: https://newsroom.hermesworld.com/weihnachten-2018-hermes-stockt-personal-fahrzeugkapazitaeten-auf-16258/

Bildmotiv: Anfang 2020 wird DPD den Betrieb im neuen Paketsortierzentrum in Augsburg starten. Im Endausbau sollen dort täglich bis zu 93.000 Pakete umgeschlagen werden.