Birdieblog
Immer auf dem neuesten Stand

Logistik-Jobs: Dreijährige Ausbildung zum Berufskraftfahrer ist offenbar uninteressant

Trotz Ausbildungsförderung bricht ein Großteil die Lehre zum Berufskraftfahrer ab. (Foto-Quelle: Fotolia)

Mautpflichtige Unternehmen rufen die Mittel zur Förderung der Aus- und Weiterbildung im Rahmen des Förderprogramms Mautharmonisierung kaum ab. Das geht aus einer Meldung in der DVZ – Deutsche Verkehrs-Zeitung vom 20. Juni 2018 hervor.

Dem Entwurf des Bundeshaushalts 2018 zufolge waren es 2016 von 125 Mio. EUR nur 25 Mio. EUR und damit gerade mal 20 Prozent, die von der Branche eingefordert wurden. Als Grund nennt das Bundesverkehrsministerium, dass Ausbildungsverhältnisse in „nicht unerheblichem Maße“ innerhalb der dreijährigen Ausbildungszeit abgebrochen würden, weil Auszubildende mit einem einfachen LKW-Führerschein bereits eine Anstellung fänden, berichtet die DVZ. Fahrer würden schließlich überall gesucht. Der Statistik des Bundesinstituts für Berufsbildung zufolge lag die Quote der Vertragsauflösungen 2016 bei 46,2 Prozent. Die Bundesregierung hat trotz des geringen Mittelabrufs im Haushalt 2018 wieder 125 Mio. EUR eingeplant.

Förderbedingungen für Logistik-Job Berufskraftfahrer

Das Förderprogramm Aus- und Weiterbildung unterstützt Unternehmen des Güterkraftverkehrs, die Ausbildungsplätze zur Ausbildung zum/zur Berufskraftfahrer/in schaffen oder bestimmte Weiterbildungsmaßnahmen durchführen. Je Ausbildungsverhältnis zum/zur Berufskraftfahrer/in werden als zuwendungsfähige Kosten pauschal 50 000 EUR pro Unternehmen anerkannt. Der Förderhöchstsatz beträgt bei kleinen Unternehmen 70 Prozent, bei mittleren Unternehmen 60 Prozent und bei anderen Unternehmen 50 Prozent der zuwendungsfähigen Kosten.