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Bereitschaftsdienst im Logistik-Job: Das bedeutet auf “Arbeit auf Abruf”

Auf Abruf und jederzeit bereit – ganz normal im Bereitschaftsdienst. (Foto-Quelle: Fotolia)

Bereitschaftsdienst liegt vor, wenn sich Mitarbeiter außerhalb der regelmäßigen Arbeitszeit an einem vom Arbeitgeber festzulegenden Ort bereithalten müssen, um bei Bedarf kurzfristig ihre volle Arbeitsleistung zu erbringen.

Ob und in welcher Form Bereitschaftsdienste in Ihrem Job in der Logistik zu leisten sind, hängt von der Art Ihres Arbeitsverhältnisses, den im Arbeitsvertrag getroffenen Vereinbarungen und Regelungen im für Sie gültigen Tarifvertrag ab. Das wurde kürzlich im Newsletter von „Personal- und Arbeitsrecht aktuell“ des Verlags für die Deutsche Wirtschaft erläutert.

Unabhängig davon, ob Sie während der Zeit tatsächlich in Ihrem Logistik-Job arbeiten, handelt es sich beim Bereitschaftsdienst um Arbeitszeit im Sinne des Arbeitszeitschutzes. Darum müssen Arbeitgeber auch bei der Anweisung von Bereitschaftsdienst alle gesetzlichen Beschränkungen wie beispielsweise Höchstarbeitszeiten und Ruhepausen Ihrer Mitarbeiter beachten.

Da es sich beim Bereitschaftsdienst um Arbeitszeit in Ihrem Logistik-Job handelt, muss dieser angemessen vergütet werden. Da keine Vollarbeit erbracht wird, kann die Vergütung niedriger als für Vollarbeit sein. Wollen Sie Bereitschaftsdienst durch Freizeitausgleich abgelten, müssen Sie dies vereinbaren.

Abweichende Regelungen durch Tarifvertrag, Betriebs- oder Dienstvereinbarung sind möglich, wenn regelmäßig und in erheblichem Umfang Bereitschaftsdienst anfällt (§ 7 Absatz 1 Arbeitszeitgesetz (ArbZG)).