DAS JOB-MATCHING-PORTAL FÜR LOGISTIK, SPEDITION, TRANSPORT UND KEP

Birdieblog
Immer auf dem neuesten Stand

Das Bewerbungsgespräch vor Ort bleibt der Renner


bewerbungsgespraech vor ort
Lieblingsbewerbung der Personaler - das Gespräch vor Ort. (Foto-Quelle: Fotolia)

Vier von zehn Personalern sprechen mit potenziellen neuen Mitarbeitern nicht am Telefon über den angebotenen Job, nur jeder fünfte macht Videointerviews.

„Welche der folgenden Möglichkeiten kommen während der Personalauswahlverfahren in Ihrem Unternehmen zum Einsatz?“ war die Frage, die Bitkom Research im Auftrag des Digitalverbands Bitkom 855 Personalverantwortlichen in Unternehmen ab drei Mitarbeitern in Deutschland stellte. Eines der Anfang November veröffentlichten Ergebnisse: 89 Prozent der Personaler führen Auswahlgespräche immer vor Ort. Weitere 8 Prozent nutzen diese Möglichkeit oft.
Wer sich auf eine neue Stelle bewirbt, der kann heutzutage seine Unterlagen fast immer digital einreichen. Doch das Auswahlverfahren läuft dann in den meisten Fällen noch so ab wie vor 50 Jahren: Wenn die Unterlagen überzeugen, folgt in der Regel ein persönliches Vorstellungsgespräch. Telefon- oder Videointerviews mit den Kandidaten im Vorfeld sind dagegen die Ausnahme. Telefoninterviews mit Bewerbern nutzen nur 6 Prozent immer, 11 Prozent oft. 42 Prozent verzichten dagegen grundsätzlich darauf. Noch seltener werden Videotelefonate eingesetzt, etwa über Skype oder Facetime. Kein Personaler nutzt diese immer, gerade einmal 1 Prozent oft – 81 Prozent greifen dagegen nie auf Videogespräche zurück.

Digitale Kontaktmöglichkeiten sind gerade für kleinere Unternehmen ideal


Dazu Bitkom-Hauptgeschäftsführer Dr. Bernhard Rohleder: „Die Zurückhaltung der Personalverantwortlichen ist bemerkenswert. Gerade für junge Bewerber sind Videogespräche heute selbstverständlich.“ Und weiter: „Mit einem kurzen Videogespräch bekommt man schnell und mit geringem Aufwand einen ersten Eindruck vom Gegenüber. Davon profitieren beide Seiten: Der Personalverantwortliche kann so seine Eindrücke vom Kandidaten vervollständigen, der Bewerber hat die Möglichkeit, sich über die schriftlichen Unterlagen hinaus zu präsentieren und kann sich obendrein ein besseres Bild von seinem künftigen Arbeitgeber machen.“
Wenn, dann greifen vor allem größere Unternehmen mit 250 und mehr Mitarbeitenden häufiger auf digitale Kontaktmöglichkeiten mit den Bewerbern zurück. So nutzen 4 von 10 immer oder oft Online-Testverfahren (43 Prozent), rund jedes vierte Unternehmen (23 Prozent) Telefoninterviews und immerhin 17 Prozent Videogespräche. Unverständlich für Rohleder: „Gerade kleinere Unternehmen könnten Zeit und Geld sparen, wenn sie digitale Technologien auch im Einstellungsverfahren nutzen würden.“ Mehr dazu: https://www.bitkom.org/Presse/Presseinformation/Bewerbungsgespraeche-per-Video-sind-die-grosse-Ausnahme.html