Birdieblog
Immer auf dem neuesten Stand

Urlaubszeit – Datenklauzeit

Wer denkt schon an einen bösen Hacker, bei der Nutzung des Hotel-WLans?! (Foto-Quelle: Fotolia)

Eine der ersten Fragen im Hotel: Wie lautet das WLan-Passwort? Doch die Nutzung des Hotel-WLans oder freier Hotspots kann böse Folgen haben.

 

Verbindet sich ein Smartphone, Tablet oder Notebook mit einem WLan, wird automatisch geprüft, ob eine neue E-Mail eingegangen ist. Dazu schickt es die Anmeldeinformationen, sprich Benutzername und Passwort, über den Router ins Netz. Das Gleiche geschieht auch, wenn eine App geöffnet wird. Auf dem Weg zwischen technischem Gerät und Router sind die Daten leichter abgreifbar. Was das bedeutet, darüber hat im Mai Marleen Stollen aus der Redaktion des Online-Dienstes Business Insider Deutschland, einem Angebot der finanzen.net GmbH, berichtet. Sie hat Hauptkommissar Stefan Middendorf vom Landeskriminalamt Baden-Württemberg interviewt.

Middendorf: „Betrüger stellen mittlerweile sogar WLan-Netze in der Nähe von Hotels auf, die einen ähnlichen Namen haben wie das hoteleigene WLan“, sagt Middendorf. Es ist also unter Umständen möglich, dass jemand diese Daten mitloggt, um sich dann zum Beispiel in den jeweiligen E-Mail-Account einzuloggen. Und dort befinden sich auch Daten wie Bestätigungsmails für den Einkauf in Online-Shops sowie die Möglichkeit, das Passwort zu ändern und den rechtmäßigen Nutzer hinauszuwerfen. Dann können Kriminelle über den Link „Passwort vergessen“ im Kunden-Account eines Shops ein neues erstellen, so dass der rechtmäßige Nutzer den Zugriff auf sein Shopping-Konto verliert. Jetzt kann der Täter in aller Ruhe eine neue Lieferadresse angeben und auf Kosten des Urlaubers bestellen. Schließlich sind die hinterlegten Kreditkartendaten oder die hinterlegte Rechnungsadresse weiterhin aktiv.

 

Heimische Datenflatrate auch im Urlaub nutzen

Genauso kann ein Betrüger in sozialen Netzwerken im Namen des Geschädigten Nachrichten absetzen oder Bilder posten. „Wer seine Daten über einen unbekannten Router sendet, kann sich auch gleich nackt auf eine Parkbank setzen“, sagt Middendorf. „Dabei ist das meist völlig unnötig.“ Seit in Europa die Roaming-Gebühren gefallen sind, könnten viele ihre normale Datenflatrate auch im Urlaub nutzen. Die Datenverbindung zwischen dem Smartphone und dem heimischen Provider sei in der Regel sicher. Ohne Datenflatrate oder bei anfallenden Roaming-Gebühren kann ein virtuelles privates Netzwerk (VPN) genutzt werden. Anleitungen dazu gibt es im Internet. Mittendorf empfiehlt auch, die Funktion, bei der sich das Handy automatisch mit jedem freien WLan verbindet, abzuschalten. Und er warnt vor der Nutzung freier Rechner in der Hotellobby. Auch sie seien nicht sicher und keinesfalls fürs Online-Banking zu nutzen.

Den ganzen Beitrag von Marleen Stollen lesen Sie hier: http://www.xing-news.com/reader/news/articles/1485893?cce=em5e0cbb4d.%3APtEJSBEmqj797OsSwC65Aa&link_position=digest&newsletter_id=34670&toolbar=true&xng_share_origin=email