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Die Kurzbewerbung – Wie gemacht für die Logistik

Bewerbung a la KISS – keep it short and simple (Foto-Quelle: Die Bewerbungsschreiber)

Effizienz ist eines der wichtigsten Merkmale erfolgreicher Logistikunternehmen. Möglichst kurze Wege, möglichst viel auf einmal und das alles natürlich möglichst schnell, ohne viel Zeit zu verlieren. Folgt man diesem Konzept, stellt sich die Frage, warum man seine Bewerbungsunterlagen nicht einfach auch möglichst schlank und kompakt gestalten sollte. So spart man dem Personaler schließlich einiges an Zeit und beweist schon mit seiner Bewerbung, dass man die Grundprinzipien der Logistik verinnerlicht hat.

Viel hilft viel?

Ein Großteil der Bewerber ist der Meinung, dass es besser ist, seine vielseitigen Fachkenntnisse detailliert darzustellen, um sich selbst im besten Licht zu präsentieren. Doch diese Vorgehensweise kann ebenso gut das Aus für den heißbegehrten Traumjob bedeuten. Für die erste Sichtung einer Bewerbung nehmen sich Personaler nämlich meist weniger als zwei Minuten Zeit. Nur knapp die Hälfte der eingesandten Unterlagen schafft es danach in die zweite Runde für eine genauere Betrachtung. Wer zu viele und unübersichtlich aufbereitete Informationen liefert, macht es dem Empfänger unnötig schwer.

Kurzbewerbungen bieten eine Alternative

Der Sinn einer Kurzbewerbung besteht darin, die Aufmerksamkeit des Personalers zu wecken. Sie soll alle relevanten Informationen zu den Stärken eines Bewerbers liefern, ohne dabei viel Zeit in Anspruch zu nehmen. Ein sogenannter Onepager als Lebenslauf, ein kurzes Bewerberprofil oder auch ein Bewerbungsflyer können neugierig machen und eigen sich nicht nur für die Bewerbung auf eine ausgeschriebene Stelle, sondern sind ebenfalls ein vielversprechender Ansatz für die Initiativbewerbung. Dieses Dokument kann man z.B. unkompliziert an das persönliche Profil im Job-Matching-Portal BirdieMatch anhängen.

Die wesentlichen Vorteile im Überblick:

  • Der Personaler widmet einer Kurzbewerbung in der Regel mehr Aufmerksamkeit, da sie sich stark von den üblichen Bewerbungen abhebt, die er sonst erhält
  • Alle relevanten Qualifikationen und Erfahrungen des Bewerbers sind direkt auf einen Blick ersichtlich, was für den Empfänger eine deutliche Zeitersparnis bedeutet
  • Onepager und Bewerbungsflyer eigenen sich besonders gut für Job- und Karrieremessen oder die erste Kontaktaufnahme bei einer Initiativbewerbung
  • Eine Kurzbewerbung bedeutet sowohl für Unternehmen als auch für Bewerber deutlich weniger Aufwand
  • Bei der Bewerbung auf dem Postweg müssen keine teuren Bewerbungsmappen gekauft werden und die Portokosten fallen ebenfalls geringer aus

Welche Anforderungen muss eine Kurzbewerbung erfüllen?

Eine Kurzbewerbung ist leider (noch) kein kompletter Ersatz für eine klassische Bewerbungsmappe. Ist aber die Neugier eines Personalers erst einmal geweckt, wird er im Regelfall ausführliche Bewerbungsunterlagen anfordern und diese dann mit sehr hoher Wahrscheinlichkeit detailliert unter die Lupe nehmen. Der wichtigste Punkt ist also: Neugier wecken.

Im Gegensatz zu einem lückenlosen tabellarischen Lebenslauf genügen für den Lebenslauf in einer Kurzbewerbung die wichtigsten und relevantesten Stationen des Bewerbers. Quasi die Sahnestücke des bisherigen Werdegangs. Es ist empfehlenswert, Ausbildung und aktuelle berufliche Situation sowie die relevanten fachlichen Skills auf jeden Fall mit aufzunehmen. Je nach Anforderungen und Aufgabenprofil der anvisierten Stelle sollten Bewerber sich dann überlegen, welche Informationen einen sinnvollen Mehrwert bieten. Es ist niemandem geholfen, wenn Tätigkeitsbeschreibungen angeben werden, die mit der zu besetzenden Position nichts zu tun haben. Besser geeignet sind hingegen die erreichten Ergebnisse der eigenen Arbeit. Hierzu eigen sich beispielsweise erfolgreich abgewickelte Projekte, optimierte Prozessabläufe oder Kosten- und Zeiteinsparungen.

Nach der Kurzbewerbung

Die Angabe, dass man auf Wunsch gerne ausführliche Bewerbungsunterlagen einreicht, sollte in keiner Kurzbewerbung fehlen. Werden diese dann verlangt, sollten sie auch schnellstmöglich nachgesendet werden. In vielen Fällen folgt aber auch eine direkte Einladung zum Telefoninterview oder zum persönlichen Vorstellungsgespräch. Gerade in einer so schnelllebigen Branche wie der Logistik ist die Kurzbewerbung daher eine vielversprechende Vorgehensweise, die sich vielleicht schon bald zum Standard entwickelt.