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Die Kurzbewerbung – Wie gemacht für die Logistik

Bewerbung a la KISS – keep it short and simple (Foto-Quelle: Die Bewerbungsschreiber)

Effizienz ist eines der wichtigsten Merkmale erfolgreicher Logistikunternehmen. Möglichst kurze Wege, möglichst viel auf einmal und das alles natürlich möglichst schnell. Folgt man diesem Konzept, stellt sich die Frage, warum man seine Bewerbungsunterlagen nicht einfach auch möglichst schlank und kompakt gestalten sollte.

Mit einer Kurzbewerbung schonen Sie sowohl das Zeitbudget von Personalern als auch Ihr eigenes. Wie das geht und was es bringt, haben wir in fünf Punkten für Sie festgehalten.

Wer eine Kurzbewerbung verschickt, beweist schon mit seiner Bewerbung, dass er die Grundprinzipien der Logistik verinnerlicht hat. Lesen Sie mehr zu den einzelnen Punkten:

1. Viel hilft nicht viel – weniger Informationen für bessere Chancen

Ein Großteil der Bewerber ist der Meinung, dass es besser ist, seine vielseitigen Fachkenntnisse detailliert darzustellen, um sich selbst im besten Licht zu präsentieren. Doch diese Vorgehensweise kann ebenso gut das Aus für den heiß begehrten Traumjob bedeuten. Für die erste Sichtung einer Bewerbung nehmen sich Personaler nämlich meist weniger als zwei Minuten Zeit. Nur knapp die Hälfte der eingesandten Unterlagen schafft es danach in die zweite Runde für eine genauere Betrachtung. Wer zu viele und unübersichtlich aufbereitete Informationen liefert, macht es dem Empfänger unnötig schwer.

2. Bewerbungsflyer, Onepager, Kurzprofil – die Form ist nicht entscheidend

Abhilfe könnte eine Kurzbewerbung bieten. Der Sinn einer Kurzbewerbung besteht darin, die Aufmerksamkeit des Personalers zu wecken. Sie soll alle relevanten Informationen zu den Stärken eines Bewerbers liefern, ohne dabei viel Lesezeit in Anspruch zu nehmen. Ein so genannter Onepager als Lebenslauf, ein kurzes Bewerberprofil oder auch ein Bewerbungsflyer können neugierig machen. Ein Anschreiben ist nicht notwendig, ein Betreff bei der Übermittlung der Kurzbewerbung reicht. Ebenso kann auf ein Deckblatt verzichtet werden. Anlagen wie Zeugnisse sollten zu diesem Zeitpunkt ebenfalls noch nicht übersandt werden.

Die Kurzbewerbung eignet sich nicht nur für die Bewerbung auf eine ausgeschriebene Stelle, sondern ist ebenfalls ein vielversprechender Ansatz für die Initiativbewerbung. Dieses Dokument kann man z.B. unkompliziert an das persönliche Profil in einem Job-Matching-Portal anhängen.

Aber: Ein Bewerbungsfoto sollte auch hier nicht fehlen. Schließlich müssen Sie sich nicht verstecken. Zudem ist ein Bild immer auch ein Eyecatcher.

3. Was bringt eine Kurzbewerbung? Die wesentlichen Vorteile im Überblick:

  • Der Personaler widmet einer Kurzbewerbung in der Regel mehr Aufmerksamkeit, da sie sich stark von den üblichen Bewerbungen abhebt, die er sonst erhält.
  • Alle relevanten Qualifikationen und Erfahrungen des Bewerbers sind direkt auf einen Blick ersichtlich, was für den Empfänger eine deutliche Zeitersparnis bedeutet.
  • Onepager und Bewerbungsflyer eignen sich besonders gut für Job- und Karrieremessen oder die erste Kontaktaufnahme bei einer Initiativbewerbung.
  • Eine Kurzbewerbung bedeutet sowohl für Unternehmen als auch für Bewerber deutlich weniger Aufwand.
  • Bei der Bewerbung auf dem Postweg müssen keine teuren Bewerbungsmappen gekauft werden und die Portokosten fallen ebenfalls geringer aus.

4. Welche Anforderungen muss eine Kurzbewerbung erfüllen?

Eine Kurzbewerbung ist leider (noch) kein kompletter Ersatz für eine klassische Bewerbungsmappe. Ist aber die Neugier eines Personalers erst einmal geweckt, wird er im Regelfall ausführliche Bewerbungsunterlagen erbitten und diese dann mit sehr hoher Wahrscheinlichkeit detailliert unter die Lupe nehmen. Die wichtigste Anforderung ist also: Neugier wecken.

Im Gegensatz zu einem lückenlosen tabellarischen Lebenslauf genügen für den Lebenslauf in einer Kurzbewerbung die wichtigsten und relevantesten Stationen des Bewerbers – die Sahnestücke des bisherigen Werdegangs. Es ist empfehlenswert, Ausbildung und aktuelle berufliche Situation sowie die für den neuen Job relevanten fachlichen Skills auf jeden Fall mit aufzunehmen. Je nach Anforderungen und Aufgabenprofil der anvisierten Stelle sollten Sie sich dann überlegen, welche Informationen einen sinnvollen Mehrwert für den potenziellen neuen Arbeitgeber bieten. Es ist niemandem geholfen, wenn Sie Tätigkeitsbeschreibungen abgeben, die mit der zu besetzenden Position nichts zu tun haben. Besser geeignet sind die erreichten Ergebnisse Ihrer Arbeit. Hierzu eigen sich beispielsweise erfolgreich abgewickelte Projekte, optimierte Prozessabläufe oder Kosten- und Zeiteinsparungen in Stichworten.

5. Langversion nur bei Interesse

Die Angabe, dass Sie auf Wunsch gern ausführliche Bewerbungsunterlagen einreichen, sollte in Ihrer Kurzbewerbung nicht fehlen. Werden diese dann verlangt, sollten Sie diese auch schnellstmöglich zusenden. In vielen Fällen folgt aber auch eine direkte Einladung zum Telefoninterview oder zum persönlichen Vorstellungsgespräch.

Gerade in einer so schnelllebigen Branche wie der Logistik ist die Kurzbewerbung daher eine vielversprechende Vorgehensweise, die sich vielleicht schon bald zum Standard entwickelt.