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Ist der Algorithmus der bessere Personaler?

Willkommen im Robot-Recruiting – mit einem Klick beim Logistik-Traumkandidaten! (Foto-Quelle: Fotolia)

Recruiter kommen ins Schwitzen, Algorithmen nicht. 57 000 Stellen in der Logistik- und Transportbranche sind nach einer aktuellen Studie der Bundesagentur für Arbeit unbesetzt. Hier trifft ein quantitatives auf ein qualitatives Problem, denn nicht nur zahlenmäßig stellen die Vakanzen die Personaler vor große Herausforderungen. Vor allem die passgenaue Besetzung durch kompetente Fachkräfte ist die Crux. Die Job-Landschaft in der Logistikbranche ist heterogen und entwicklungsintensiv wie keine andere. Zusätzlich fordert der „War for Talents“ seinen Tribut. Gute Fach- und Führungskräfte sind rar geworden. Stellenbesetzungen dauern länger, und der Prozess ist teurer geworden. Das Recruiting muss umdenken, um schneller, effizienter, spezifischer mehr Stellen zu besetzen.

Chat Bots, Prescanning, Job-Matching - sind Recruiting-Roboter wirklich der Schlüssel zu Effizienz und Effektivität?

Immer mehr Firmen nutzen innovative Technologien bei der Personalsuche und ersetzen damit menschliche Arbeit. Chat Bots sind Dialogsysteme. Bei der ersten Kontaktaufnahme seitens des Bewerbers liefern sie automatisierte Antworten auf häufig gestellte Fragen. Prescanning-Tools erfassen Lebensläufe und gewichten Ausbildung, Werdegang, Fähigkeiten und weitere Faktoren. So entstehen elektronikgesteuerte Bewerberprofile. Für eine Vorauswahl ist das Prescanning hilfreich. Es besteht aber die Gefahr, dass geeignete Bewerber aufgrund fehlender Schlüsselwörter voreilig aussortiert werden. Daher sind manuelle bzw. menschliche Eingriffe noch notwendig. Bei Chat Bots und Prescanning bleibt das entscheidende Thema der elektronischen passgenauen Personalauswahl unangetastet. Umso interessanter das Job-Matching, das die Nutzerprofile mit den Stellenausschreibungen der Arbeitgeber abgleicht. Mit Hilfe von programmierten Algorithmen findet das Tool passgenaue Kombinationen aus Kandidaten und Unternehmen.

Warum HR-Prozesse in der Logistik ohne Algorithmen nicht mehr funktionieren

In der Logistik verlaufen Karriereentwicklungen häufig nicht linear. Durch die feinen Verästelungen innerhalb der Branche bieten sich unzählige Möglichkeiten für den nächsten Schritt. Es wird immer schwieriger, vakante Stellen passgenau zu besetzen. Es muss matchen – fachlich, menschlich, perspektivisch. Parameter wie Verantwortung, Gehalt, Unternehmenswerte, Work-Life Balance müssen für beide Seiten stimmen. Um herauszufinden, ob Bewerber und Unternehmen zusammen passen, müssen also eine Vielzahl von Kriterien abgeglichen werden. Früher haben Personaler stundenlang Anschreiben sowie CVs studiert, Interviews geführt und herausgearbeitet, wer zu wem passt. Die elektronische datenbezogene Personalauswahl beschleunigt den Prozess massiv und optimiert die Ergebnisse.

Wer das Potenzial des Job-Matchings ausschöpfen möchte, muss die entscheidenden Daten sammeln

Algorithmen befreien Personaler von einem großen Teil ihrer Arbeit. Sie übernehmen den Abgleich und filtern systematisch stimmige Kombinationen heraus. Ergebnisse, die menschliche Intelligenz in der Exaktheit und Geschwindigkeit nie erreichen könnte. So können sich Recruiter wieder auf ihre eigentliche Arbeit konzentrieren und aktiv die am besten passenden KandidatInnen kontaktieren und interviewen. Zu der Glanzstunde der künstlichen Intelligenz kommt es aber nur, wenn der Normalsterbliche vorab gut gearbeitet hat. So hat für BirdieMatch, das Job-Matching-Portal für Logistiker, die relevante Datenerfassung Prio A. Für die Recruiting 4.0-Dientleister aus Hamburg sind die exakten, unbedingt branchenspezifischen Fragen-Formulierungen essenziell für die Fütterung des Algorithmus. Die komplexen Profilbögen ersetzen CVs und Anschreiben und müssen die entscheidenden Inhalte zur Person, zur beruflichen Qualifikation und zu nicht herkömmlichen Karrierethemen, wie Familienfreundlichkeit, Unternehmenswerte, Nachhaltigkeit etc. beinhalten. Nur so kann der Algorithmus gute Arbeit leisten. Nur so können die relevanten Daten vollelektronisch abgeglichen werden. Nur so findet BirdieMatch den Traumkandidaten für das suchende Unternehmen.

Intelligentes Talent Matching hebt Potenzial der Bewerberqualifikation

Job-Matching ist ein Meilenstein im immer schwieriger werdenden Logistik-Recruiting. Der ausgeprägten Job-Spezifika gerecht zu werden und einen qualifizierten Mitarbeiter zu finden, der gut zum Unternehmen passt und sich mit den Werten identifiziert, ist dank Algorithmen einfacher geworden. Alleine kann der Algorithmus aber nicht funktionieren. Matching kann immer nur so gut sein wie die Daten, die es verarbeitet. Kaum jemand wird sich der digitalen Transformation der HR-Prozesse verschließen. Zunehmend werden Chat Bots, Prescanning und Job-Matching Einzug halten. Vor allem Job-Matching gehört zu den innovativsten und zielführendsten E-Recruiting-Maßnahmen und wird Personalverantwortliche immer mehr bei ihrer Arbeit unterstützen. Trotzdem werden die Roboter den Recruitern noch lange nicht den Rang ablaufen. Insbesondere Im Personalwesen ist und bleibt der Verzicht auf die persönliche Ansprache und das Zwischenmenschliche undenkbar.

Übrigens dieser Artikel wurde ganz ähnlich auch veröffentlicht auf dem BVL-Blog: https://www.bvl.de/blog/job-matching-logistiker-2/