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KLU, Ifo, BAG: Das Angebot neuer Jobs in der Logistik ist groß

Fachkräfte in der Logistik sind Mangelware und werden dringend gebraucht. (Foto-Quelle: Fotolia)

In den vergangenen zwei Wochen ging es mehrfach durch die Presse: Einer Studie der Kühne Logistics University (KLU) in Hamburg im Auftrag der Weltbank zufolge gibt es zu wenige qualifizierte Fach- und auch Führungskräfte für Jobs in der Logistik. Besserung ist nicht in Sicht. Politik, Verbände, Bildungseinrichtungen und Unternehmen werden aufgerufen, gemeinsam die Attraktivität der Logistik-Jobs zu erhöhen. Interessanter, besser bezahlt und erlebbarer – etwa für Studenten durch Strategiespiele – soll die Branche werden. Das könnte die Attraktivität ebenso fördern und dem schlechten Image der Jobs in der Logistik entgegenwirken wie bessere Weiterbildungsmöglichkeiten, um ältere Mitarbeiter in ihrem Logistik-Job auf einem aktuellen Stand zu halten, sind die Autoren der Studie überzeugt.

Das alles ist dringend notwendig, denn die Logistik-Branche wächst jährlich um rund fünf Prozent. Der Ifo-Geschäftsklimaindex entwickelt sich weiterhin gut. Die Erwartungen der Spediteure für die kommenden sechs Monate sind nach Angaben des Instituts deutlich gestiegen. Das Bundesamt für Güterverkehr (BAG) geht in seiner „Gleitenden Mittelfristprognose für den Güter- und Personenverkehr – Kurzfristprognose 2017“ für die kommenden Jahre ebenfalls von wachsendem Transportaufkommen und steigender Transportleistung aus. Allerdings werde bis 2019 die Dynamik bei den Güterverkehren leicht abflauen – unter anderem, weil Personal fehle.

Ein Blick auf die Fahrer: Ohne Anhebung der Frachtpreise ist keine Anhebung der Löhne möglich. Doch die Raten bleiben im Keller und damit der Beruf des Truckers auch in finanzieller Hinsicht wenig attraktiv.

Wenig attraktiv ist die Branche auch, wenn man den Fortschrittsbericht 2017 zum Fachkräftekonzept der Bundesregierung liest. Danach sinkt beispielsweise die Zahl der Beschäftigten der Post- und Kurierdienste im Zeitraum von 2014 bis 2030 um 60.000. Er suggeriert, dass ein Teil der Jobs in der Logistik nicht sicher ist. Doch noch ist es lange nicht so weit.

DGB-Report weist auf Missstände in der Ausbildung für Logistik-Jobs hin

Heutige Auszubildende sind künftig die dringend benötigten Fachkräfte für Logistik-Jobs. Doch diese sind nur bedingt mit ihren Ausbildungsbedingungen zufrieden: Über ein Drittel der Azubis diverser Branchen leistet regelmäßig Überstunden. Fast genauso vielen (35,4 Prozent) liegt kein betrieblicher Ausbildungsplan vor. Eine Überprüfung der Ausbildungsinhalte ist ihnen daher nur schwer möglich. Mehr als jeder zehnte Azubi (11,5 Prozent) übt regelmäßig ausbildungsfremde Tätigkeiten aus. Das sind einige Ergebnisse des Ausbildungsreports, den die DGB-Jugend des Deutschen Gewerkschaftsbunds kürzlich zum zwölften Mal in Folge vorgestellt hat. Es wurden mehr als 12.000 Azubis der laut Bundesinstitut für Berufsbildung 25 häufigsten Ausbildungsberufen befragt. Dazu gehört unter anderem die Fachkraft für Lagerlogistik. Es gibt in der Ausbildung für Jobs in der Logistik also konkrete Anhaltspunkte, an denen jedes Unternehmen selbst arbeiten kann, um die Attraktivität der Ausbildung in Logistik-Jobs und damit auch der Branche zu erhöhen.

Wir von BirdieMatch finden Logistik extrem spannend und sind der Meinung, dass die Logistik-Branche in Zukunft noch an Bedeutung zunehmen wird. Deshalb sind wir für faire Löhne und Weiterbildungsmöglichkeiten. Unser Ziel mit BirdieMatch ist es, dass jeder Logistiker seinen Traumjob findet und die freien Stellen in der Branche passend besetzt werden können.