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Frauen in der Logistik - Die Logistik auf der Suche nach Heldinnen

Frauen brauchen keine Quote, sondern eine faire Beurteilung nach Skills und Persönlichkeit. (Foto-Quelle: Fotolia)

„Die Logistik braucht in Zeiten des Fachkräftemangels mehr Sichtbarkeit!“ setzt sich Frauke Heistermann, Aufsichtsrätin BEFESA S.A. und Vorstandsmitglied der BVL, für ein besseres Branchenimage ein. Sie hat in verschiedenen Chefetagen deutscher Logistikkonzerne gearbeitet. Namhafte Unternehmen reihen sich in ihrer Vita aneinander. Manche nennen sie eine emanzipierte Exotin in einer verstaubten Welt, andere eine Vorreiterin für eine weiblichere Zukunft. Aktuell unterstützt sie „Die Logistikhelden”. Eine Kampagne, in der reale Menschen mit ihren Geschichten die Leistungsfähigkeit des drittgrößten Wirtschaftszweigs unter Beweis stellen. Das Ziel ist,  junge Menschen für die Branche zu begeistern. Frauke Heistermann wird man nicht als Logistikheldin auf den Plakaten sehen. Dabei wäre sie als junge erfolgreiche Logistikerin das perfekte Testimonial. Sie hat es geschafft, in der Männerdomäne Karriere zu machen. Sie hat Digitalisierungsprozesse gecoacht und der Logistikwelt gezeigt, wie gut das als Frau funktioniert. Die Logistik braucht mehr von diesen weiblichen Helden. Das Ideal ist schnell skizziert, der Weg bleibt steinig. Frauen und Logistik passen heute besser denn je zusammen, dennoch kommen sie sich nur beschwerlich näher. Warum das immer noch schwierig ist und wie man Frauen und Logistik mit Online Job-Matching auf die Sprünge hilft, erfahren Sie hier.

1. Aufbruch in der Männerdomäne

Neue Wege mit neuen Chancen

Digitalisierung und Fachkräftemangel – Zeichen der Zeit, die den Herren der Logistik auf die Schulter klopfen. Einst ein zartes Tippen, ist es heute ein kraftvolles Klopfen. Wenn man es ignoriert, tut es weh. Wer sich dem neuen Rhythmus hingibt, erkennt neue Wege, die sich von eingeschliffenen Strukturen abwenden. Neue Wege mit neuen Chancen.

Das Klischee abstreifen

Noch immer arbeiten heute deutlich weniger Frauen als Männer im Lager- und Transportwesen. In den meisten Unternehmen ist der Frauenanteil weit unter der 40-Prozent-Marke, in Führungskreisen ist er mit weniger als zehn Prozent verschwindend gering. Das sind Ergebnisse einer Gruppenbefragung unter ausgewählten Unternehmen der Bundesvereinigung Logistik. Hochregale, Lastkraftwagen, Schwertransport, Muskeljobs, rauer Umgangston – über lange Zeit hat sich dieses Klischee verfestigt und Frauen davon abgehalten, ihre Laufbahn in unserer Branche zu planen. Nun scheint sich jedoch etwas zu ändern. Seit ein paar Jahren steigt die Zahl der Logistikerinnen zaghaft, aber kontinuierlich an.

Immer mehr Frauen in Lehrberufen und Studium

Die Hauptsäule ist die Ausbildung zur Kauffrau der Spedition und Logistikdienstleistung. In diesem Bereich besetzen junge Frauen bereits ein Drittel der Jahrgänge. Als Fachkraft für Lagerlogistik oder als Fachlageristin arbeiten noch wenige Frauen, aber auch hier lässt sich eine steigende Tendenz feststellen. Immer mehr Akademikerinnen entscheiden sich für ein Logistik-Studium. Die zahlreichen MINT-Kampagnen und Girls-Days zeigen Wirkung. Im Wintersemester 2017/18 besetzten Frauen gut ein Viertel aller Studienplätze der Ingenieurwissenschaften. Vor sieben Jahren war es nur knapp ein Fünftel.

Frauenfreundliches Unternehmen? Ja bitte!

Logistik-Dienstleister suchen händeringend nach Technik-Fachkräften. Die höheren Frauenquoten an Berufsschulen und Universitäten sind für sie gute Nachrichten. Vorsicht! Nur weil in den Hörsälen mehr Frauen sitzen, heißt das noch lange nicht, dass sie auch ihr berufliches Glück in der Logistik finden. Die Unternehmen verstehen immer mehr, dass sie von weiblichen Kompetenzen profitieren, tun sich aber mit entsprechenden Entscheidungen schwer. Sie müssen sich „pro Frauen“ einstimmen und sich zusätzlich zu attraktiven Arbeitgebern mausern. Vor ein paar Jahren noch ein unbeackertes Feld, kümmern sie sich heute immer mehr um Familienfreundlichkeit, flexible Arbeitszeiten, Kinderbetreuung und Work-Life Balance.

2. Neue Chancen für Frauen und Unternehmen

Mit Kommunikationsstärke, Teamgeist und Empathie punkten

Arbeitspsychologen und Coaches sind sich einig: Frauen gehen Herausforderungen häufig anders an als Männer. Mit weiblichen Eigenschaften wie Kommunikationsstärke, Teamgeist und Empathie können sie zur schnelleren Problemlösung beitragen. Gepaart mit hoher beruflicher Qualifikation, ausgeprägtem Technologie-, Wirtschafts- oder Ingenieur-Verständnis werden sie zu wertvollen Ressourcen eines Logistik-Unternehmens. Die Digitalisierung verändert die Berufsfelder in einer rasenden Geschwindigkeit. Immer spezifischer die Anforderungen, immer vernetzter die Abteilungen, immer komplexer und sensibler der Umgang mit den Kunden. Die Logistik steht vor immensen Herausforderungen und braucht mehr denn je kompetentes Personal. Nie zuvor waren die Karrierechancen für Frauen in technologischen und digitalen Berufen besser als heute. Innovationen wie Künstliche Intelligenz, das Internet der Dinge, 3D-Druck oder Robotics verändern Geschäftsbereiche und Prozesse. Digitale Fähigkeiten und das Verständnis für Potenziale neuer Technologien werden wichtiger.

Empathie kann nicht digitalisiert werden

Welchen Einfluss die Digitalisierung auf Frauen in der Arbeitswelt hat, untersucht die Studie „The Effects of Digitalization on Gender Equality in the G20 Economies“ vom Institut für Weltwirtschaft. Sie kommt zu dem Schluss, dass soziale Fähigkeiten in absehbarer Zeit nicht durch künstliche Intelligenz ersetzt werden. Im Gegenteil, sowohl im mittleren Management als auch bei Führungspositionen werden Soft, vor allem Social Skills immer wichtiger. Auch durch die stark vernetzten Arbeitsstrukturen kommt es  zu einer Aufwertung kommunikativer und sozialer Kompetenzen. Lösungsorientierung, Kreativität und emotionale Intelligenz sind gefragter denn je. Vor allem der weibliche Nachwuchs bringt diese mit. Wenn Bewerberinnen auch noch fachliche Kompetenz vereinen, gehören sie bei den heutigen Anforderungen zu den Top-Wunschprofilen der Unternehmen. Vielversprechend, zukunftsweisend? Eigentlich ja, die Frauen könnten in der Logistik längst durchstarten, wären da nur nicht die Vorurteile ...

Mehr Informationen:

http://www.w20-germany.org/fileadmin/user_upload/documents/20170714-w20-studie-web.pdf

3. BirdieMatch hebelt Vorurteile aus

Wie zwei Königskinder: Frauen und Logistik

Bezüglich eines Einstiegs in die Logistikbranche sind Frauen nach wie vor zurückhaltend. Warum? Schreckt sie das hemdsärmelige Image ab? Kommen sie nicht gegen die Männer an? Faktisch kann man das heute nicht mehr bestätigen. Frauen bringen nicht nur fachliche Qualifikationen, sondern auch wie gewünscht sämtliche Social Skills mit. Sie stehen also top ausgebildet in den Startlöchern, trauen sich aber nicht so recht durchzustarten und die Rollenklischees zu konterkarieren. Auf der anderen Seite steht sich die vom Fachkräftemangel gebeutelte Logistikbranche selbst im Weg. Sie kommt bezüglich des weiblichen Geschlechts nicht in Wallungen. Die Entscheider begreifen zwar immer mehr, dass sie Frauen brauchen, um wettbewerbsfähig zu bleiben. Doch auch hier stockt es. Es fehlt an Selbstverständlichkeit, Querdenkern und Mut, Dinge anders zu machen. Frauen und Logistik: Zwei Königskinder, deren Weg zueinander klar gezeichnet ist. Ihn zu gehen, scheint jedoch schwierig.

Faire Beurteilung anstatt Quote

Innovative E-Recruiting Systeme wie Online Job Matching geben neue Lösungen vor, sich von tradierten Strukturen abzuwenden. Bei BirdieMatch trifft der Fokus auf Qualifikation und Persönlichkeit direkt in das Herz des Konflikts. Die Geschlechterfrage wird schlichtweg ausgehebelt. Das Online Job Matching schaltet sich zwischen Bewerberinnen und Unternehmen und neutralisiert Bedenken, Ressentiments und Zweifel. Der Algorithmus kennt weder feminine Hemmungen noch die Vorurteile seitens der Unternehmen.

95 Matchingpunkte, aber eine Frau? Passt!

Wenn die Unternehmen die passenden Kandidaten erhalten, stehen erst einmal die Matchingpunkte im Fokus. Frauen, die in herkömmlichen Verfahren vielleicht aufgrund ihres Geschlechts durch das Raster gefallen wären, haben die Chance, sich positiv hervorzuheben. Durch die sehr feinteiligen Fragebögen entstehen Bewerberprofile, die sowohl fachliche Qualifikation, besondere Talente, Persönlichkeit und Erwartungen abbilden. Gerade weil heute mehr denn je weibliche Skills gefragt sind, schneiden Bewerberinnen im Abgleich mit den Stellenangeboten häufig gut ab. Denn der Algorithmus kennt kein Geschlecht, sondern gleicht fachlich, sachliche Kriterien ab und zeigt das passendste Ergebnis.

Der Fachkräftemangel ist weder weiblich noch männlich

Die Höhe der Matchingpunkte zeigt, welche Kandidaten besonders gut zu der zu besetzenden Stelle passen. 90 oder 95 Punkte stehen für eine sehr hohe Passgenauigkeit und machen Recruiter neugierig auf den Menschen. Ob männlich oder weiblich erscheint bei der Fülle an jobspezifischen Informationen zweitrangig. Erstrangig sind fachliche Qualifikationen, Erwartungen an den Job, Persönlichkeit und Talente.

Anonymisierungsfunktion erhöht die Objektivität noch weiter

Bewerberinnen, die ganz auf Nummer sicher gehen möchten, können bei BirdieMatch von der Anonymisierungsfunktion Gebrauch machen. Sie schützt im Sinne des Anti-Diskriminierungsgedankens. Ob Geschlecht, Aussehen oder Religion –Jobsuchende werden vor einem frühzeitigen vorurteilsbedingten Ausscheiden bewahrt. Berufliches Profiling, Erfahrungen und fachliche Schwerpunkte stehen automatisch noch mehr im Fokus.

Mehr Informationen:

https://www.birdiematch.de/logistik-news/secret-recruitment

BirdieMatch baut Brücken

Mit dem algorithmischen Auswahlverfahren gibt BirdieMatch Frauen die Möglichkeit, gedankliche Grenzen zu überwinden, eigene Stärken und Talente zu formen und sich beruflich besser zu entwickeln. Die Chancengleichheit ist nicht nur ein frauenseitiges Anliegen, sondern ein Ideal im Sinne der Branche. Je mehr Frauen ihren Weg in der Logistik gehen, desto weniger Gültigkeit haben Vorurteile innerhalb der Männerwelt.

Chancen für Frauen, für Unternehmen, für die gesamte Branche

Nie standen für Frauen die Chancen besser, in der Logistik Karriere zu machen. Neben Frauke Heistermann gibt es nur wenige, die es in die höheren Etagen geschafft haben. BirdieMatch kann mit verbesserten Bewerbungsbedingungen  wesentlich dazu beitragen, dass sich der Frauenanteil vergrößert. Man braucht in der Berufswelt keine Frauenquote. Man braucht vielmehr faire und neutrale Beurteilungen der Kompetenzen und eine hohe Passgenauigkeit bei der Stellenbesetzung. Nur so können Bewerberinnen, Unternehmen und Branche maximal profitieren. Der Matching-Mechanismus von BirdieMatch haut in die richtige Kerbe. Er unterstützt die Ablösung der Männerwelt durch eine moderne, kreative und chancengleiche Logistik. „Frauen werden für ein neues Denken bei der Gestaltung von Führungspositionen sorgen und großen Druck auf die Unternehmen ausüben, Familienleben und Karriere miteinander zu verbinden.“, skizzierte jüngst Sozial- und Bildungsforscher Klaus Hurrelmann die zukünftige Rolle der Frau vor dem Hintergrund zunehmenden Fachkräftemangels und wachsender globaler Konkurrenzanforderungen. Zehn Jahre rechnet Hurrelmann allerdings noch bis zum endgültigen Mentalitätswechsel.  (https://www.welt.de/wirtschaft/karriere/article158994352/Warum-viele-hoffnungsfrohe-Frauenkarrieren-scheitern.html).

Mehr Informationen:

https://www.birdiematch.de/logistik-news/frauen-gehalt-logistik