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Mehr Geld ohne mehr Gehalt im Logistik-Job

Wenn es um das aktuelle Gehalt geht, hilft ein genauer Blick in den Arbeitsvertrag. (Foto-Quelle: Fotolia)

Wissen Sie eigentlich, wie viel Sie wirklich verdienen? Job-Ticket, vermögenswirksame Leistungen, Essensgeldzuschuss, ein zusätzlicher Betrag für die Kinderbetreuung, Firmenwagen, Mobiltelefon, Geschenke und Gutscheine bis zu einer Höhe von EUR 44 pro Monat, Weiterbildungen, die relevant für Ihren Beruf sind und vom Arbeitgeber bezahlt werden, Weihnachts- und Urlaubsgeld: Sie bekommen mehr, als Sie denken in Ihrem Logistik-Job.

Und damit haben Sie und Ihr Chef auch mehr Möglichkeiten bei Gehaltsverhandlungen. Es muss nicht unbedingt das monatliche Grundgehalt erhöht werden, auch ein geldwerter Vorteil ist möglich – und dann Bestandteil Ihres Gehalts als Logistiker. Hierbei handelt es sich um Sach- oder Dienstleistungen. Dürfen diese allerdings auch privat genutzt werden, wie etwa bei einem Firmenwagen möglich, muss der geldwerte Vorteil für die Privatnutzung versteuert werden.

Anspruch auf Zusatzzahlungen wie Boni haben Sie in Ihrem Logistik-Job übrigens nur, wenn diese zwischen Ihnen und Ihrem Arbeitgeber vertraglich vereinbart worden sind, etwa über die Betriebsvereinbarung. Näheres dazu war kürzlich im Xing-Blog zu lesen: „Arbeitgebern ist es aufgrund des Gleichbehandlungsgrundsatzes verboten, einzelne Beschäftigte besser zu stellen als ihre Kollegen. Ihr Vorgesetzter kann Sie also nicht einfach als einzigen von dieser Zusatzzahlung ausschließen. Doch es gibt Ausnahmen. Ist der Bonus abhängig von der Betriebszugehörigkeit eines Mitarbeiters, darf der Arbeitgeber ihm den Zusatz für seine Betriebstreue zahlen. Eine ungleiche Behandlung der Beschäftigten ist auch erlaubt, wenn die Bonuszahlung als Belohnung für eine besondere Leistung bezahlt wird. Üblicherweise legen Sie in einer Zielvereinbarung mit Ihrem Vorgesetzten fest, was Sie erreichen sollen. Gelingt Ihnen dies, erhalten Sie einen Bonus.“ (https://www.xing.com/news/articles/gehalt-was-gehort-dazu-und-worauf-sollten-sie-achten-810438)

Haben Sie einen Logistik-Job im Vertrieb, sind fixe und flexible Gehaltsteile wie Provisionen vertragsüblich.

Urlaubs- und Weihnachtsgeld sind freiwillige finanzielle Zusatzleistungen. Einen gesetzlichen Anspruch darauf haben Sie nur, wenn in Ihrem Arbeitsvertrag als Logistiker oder in einer Betriebsvereinbarung festgehalten ist, dass Ihr Arbeitgeber Ihnen Urlaubs- oder Weihnachtsgeld für Ihren Logistik-Job bezahlt. Die Höhe kann trotzdem variieren. Auch eine (teilweise) Rückzahlung kann beispielsweise von Ihnen verlangt werden, wenn Sie das Unternehmen verlassen, je nach Vertrag für Ihren Job in der Logistik und Zeitpunkt, zu dem Sie das Unternehmen verlassen wollen.

Und noch etwas: Anders als Selbstständige erhalten Sie Ihr Grundgehalt auch, wenn Sie Urlaub machen oder krank sind. Zudem beteiligt sich Ihr Arbeitgeber an Ihren Sozialabgaben sowie der Krankenversicherung.