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Job-Matching – wie Sie Jobs oder Kandidaten methodisch, effizient und zielführend suchen

Job-Matching macht die Kandidaten- und Jobsuche methodisch, effizient und zielführend. (Foto-Quelle: Fotolia)

Ist ein Kandidat geeignet für den angebotenen Job oder nicht? Diese Frage zu beantworten, ist das Kerngeschäft der Personalverantwortlichen im Zusammenhang mit Bewerbern. Seit einiger Zeit erhalten sie Hilfe durch unterschiedliche Tools. Sie können Zeugnisse lesen oder prüfen mit Hilfe von Algorithmen die Passgenauigkeit von Kandidaten und Jobs. Ebenso können Bewerber durch Bewertungsalgorithmen herausfinden lassen, welcher Job zu ihnen und ihren Bedürfnissen passt.

Passt es oder passt es nicht? Das ist wohl die Gretchenfrage des Recruitings, ob auf Unternehmens- oder Kandidatenseite. Und es wird immer schwieriger, geeignete Kandidaten zu finden: Die Strategieberatung McKinsey prognostiziert für das Jahr 2020 einen Fachkräftemangel von zwei Millionen Personen. Das Institut für Arbeitsmarkt- und Berufsforschung der Bundesagentur für Arbeit rechnet bis 2025 mit einem Rückgang des Erwerbspersonenpotenzials (EPP) um 6,5 Millionen Personen. Davon sind voraussichtlich 5,4 Millionen Fachkräfte. Das bedeutet, dass das EPP von zurzeit 44,6 Millionen auf nur noch 38 Millionen Personen sinkt. Daraus folgt, dass es Unternehmen im War for Talents in Zukunft immer schwerer haben werden, hochqualifiziertes Personal zu rekrutieren.

Job-Matching heißt das Zauberwort des modernen Personal Recruitings. Doch was verbirgt sich dahinter?

Um herauszufinden, ob Bewerber und Unternehmen zusammenpassen, müssen eine Vielzahl von Kriterien abgeglichen werden. Bisher haben Sie als Personaler stundenlang Anschreiben und Lebensläufe studiert, Interviews geführt und herausgearbeitet, wer zu wem passt. Sie als Bewerber wiederum haben sich durch Stellenanzeigen, Jobbörsen und Karriereportale gekämpft, etliche Bewerbungen geschrieben, diverse Vorstellungsgespräche absolviert – und hin und wieder doch den falschen Job erwischt.

Job-Matching soll beiden Seiten das Leben leichter machen – doch wie?

 

1. Was ist Job-Matching?

Job-Matching nutzt das Prinzip von Partnerbörsen – detailverliebt und unbestechlich. Die Idee des Matchings ist allerdings schon älter als die von Partnerbörsen im Internet. Sie wurde von dem Sozialreformer Frank Parsons (1854–1908) entwickelt. Zu Beginn des 20. Jahrhunderts stellte er in Boston mit seinem Trait & Factor-Konzept bereits den Abgleich von Eigenschaften und Fähigkeiten (Traits) mit den betrieblichen Anforderungen (Factors) ins Zentrum der Arbeitsvermittlung. Auch körperliche Merkmale, Problemlösungs- und Lernstile sowie die präferierte Arbeitsumgebung spielten eine Rolle.

Der Kerngedanke ist heute der Gleiche. Entscheidendes neues Element im Job-Matching ist die algorithmische Zielführung. Mit Hilfe von Algorithmen lassen sich Kandidaten anhand von vordefinierten Auswahlkriterien und statistischen Auswertungen identifizieren. Diese Algorithmen unterstützen einen Großteil der gegenseitigen Suche.

Übrigens: E-Recruiting hat nichts mit Job-Matching zu tun! E-Recruiting ist allein die Veröffentlichung von Stellenanzeigen und -gesuchen im Internet. Die Suche erfolgt nach Orten und/oder Stellenbezeichnungen, nicht aber nach Details der Ausschreibung und ihrem Vergleich mit Erfahrungen, Anforderungen und Wünschen von Bewerbern.

 

2. Was ist dran am Vergleich mit Partnerbörsen?

Liebes-Matcher sprechen vom wissenschaftlichen Liebescode, im Personaler-Handwerk, den Human Resources, ist das der wissenschaftliche Jobcode. Das Vorgehen ist fast identisch.

Um die richtigen Menschen für eine erfüllte Beziehung zusammenzubringen, arbeiten viele Partnervermittlungsagenturen heute ebenfalls mit Matching-Algorithmen. Menschen, die sich an eine Agentur wenden, bringen Erwartungen mit, die mit klaren Ansprüchen verbunden sind. Sie suchen jemanden, der ihre Interessen teilt, ähnliche Ziele im Leben verfolgt, mit dem sie das Leben mehr genießen können.

Anforderungen, die Sie auch an Ihren Job stellen. Der Liebescode nimmt ein großes Stück Kennenlern-Arbeit ab, indem er genau die Partner herausfiltert, mit denen viele Ähnlichkeiten vorhanden sind. Ihnen als Jobsucher wiederum wird eine Menge Bewerbungszeit abgenommen, Ihnen als Recruiter ein Teil des Auswahlverfahrens. Die Suchprofile für den perfekten Match, ob Partner oder Job, sind von den Rahmenfaktoren ähnlich gesteckt.

Bei der Partnersuche startet man mit einem wissenschaftlichen Persönlichkeitstest. Dimensionen wie Unabhängigkeit oder Geborgenheit, soziale Kompetenzen wie Kommunikations- und Konfliktverhalten, Lebensziele, Einstellungen und Interessen stehen im Fokus. Sobald der Persönlichkeitstest ausgefüllt ist, wird das Matching-System aktiv, vergleicht die Antworten in Sekundenschnelle mit denen aller anderen Mitglieder und filtert diejenigen heraus, die besonders gut zusammenpassen.

Wenn es darum geht, das gesamte berufsrelevante Persönlichkeits- und Leistungsspektrum eines Menschen zu erfassen, kommen herkömmliche Methoden wie Interviews schnell an ihre Grenzen. Die Vielzahl der berufsrelevanten Eigenschaften und weiteren Personenmerkmale lassen sich nur mit einer Kombination speziell hierfür entwickelter Messinstrumente erheben. Die Ausgangsbasis für das Berufs-Profiling ist wie auch bei der Partnersuche eine detaillierte Diagnose der individuellen Personenmerkmale.

 

3. Wie funktioniert Job-Matching technisch?

Job-Matching schaltet zwischen Job und Kandidat einen intelligenten Matching-Algorithmus, der ebenfalls beide Seiten vollautomatisch miteinander abgleicht und die Passgenauigkeit auf Herz und Nieren prüft. Dabei werden bei den meisten Anbietern vier große Bereiche unterschieden: Persönlichkeit, kognitive Fähigkeiten, Wissen und Interessen.

Die Teilnehmer bearbeiten eine umfangreiche und aussagekräftige Kombination aus psychologischen Testverfahren, die alle berufsrelevanten Merkmale erfassen. Das Ergebnis: ein Personenprofil, das individuelle  Fähigkeiten und Fertigkeiten widerspiegelt.

Mit Hilfe von zusätzlichen Experten-Ratings, Anforderungsanalysen, empirischen Daten der Literatur und Daten deutscher Arbeitsmarktinstitutionen werden alle am Arbeitsmarkt relevanten Berufe ebenfalls einem Profiling unterzogen.

So entstehen analog Berufsprofile, in denen auch alle überfachlichen Anforderungen abgebildet sind. Das Matching von Personen- und Berufsdaten erfolgt über eine komplexe Algorithmik, die Fähigkeiten, Einstellungen und Wissen einer Person mit den Anforderungen eines Berufs abgleicht.

Dabei werden zwei unterschiedliche Herangehensweisen kombiniert:

  •   Zum einen ein vertikaler Vergleich, der je erfasster Dimension eine Über- beziehungsweise Unterforderung bestimmt, die jeweils spezifisch gewichtet wird.
  •   Zum anderen ein horizontaler Vergleich, der die Stärken einer Person – ungeachtet des absoluten Niveaus – mit dem Anforderungsprofil der Tätigkeit vergleicht.

Die Passung wird anschließend über gewichtete, nicht lineare Differenzen sowie über Rangkorrelationen ermittelt.

Stimmt, das klingt erst einmal kompliziert – und ist es für die Maschine natürlich auch. Aber das Ergebnis ist denkbar simpel: Zwei, die sich nicht kennen, werden einander vorgestellt, wenn definierte Kriterien im Kandidaten- und Jobprofil übereinstimmen.

In Form einer vom System generierten Empfehlung werden dann der jeweiligen Seite die passenden Jobangebote bzw. die passenden Kandidaten präsentiert.

 

4. Welche Vorteile ergeben sich für Unternehmen und Bewerber?

Die Jobs werden nach den Merkmalen der Kandidaten gefiltert und sortiert. Sie als Bewerber erhalten nur noch Angebote, die zu Ihrem Profil passen. Auf der anderen Seite reduziert sich die Anzahl der potenziell stimmigen Bewerbungen auf Ihrem Tisch als Personaler. Die Jobsuche wird methodisch, effizient, zielführend. Eine Win-Win-Situation für Sie beide – Bewerber und Personaler.

a. Vorteile für Arbeitgeber

Algorithmen befreien Personaler von einem großen Teil ihrer Arbeit. Sie übernehmen den Abgleich und filtern systematisch stimmige Kombinationen heraus. Ergebnisse, die menschliche Intelligenz in dieser Exaktheit und Geschwindigkeit nie erreichen könnte. Während Sie als erfahrener Personaler rund 30 bis 60 Sekunden für einen Lebenslauf benötigen, scannen Roboter die Bewerbungsunterlagen in knapp einer Sekunde. Immer, an jedem Tag, zu jedem Zeitpunkt arbeitet der technische Assistent auf demselben Niveau. Er wird nie krank, hat nie einen schlechten Tag oder Leistungsschwankungen.

So können Sie sich als Recruiter wieder auf Ihre eigentliche Arbeit konzentrieren und – nach dieser Auswahl – aktiv die am besten passenden Kandidaten kontaktieren und interviewen.

Sie erhöhen die Zahl der passenden Kandidaten, wenn Sie Ihre Jobs auf einer Job-Matching-Plattform platzieren, weil sie hier unabhängig von Ihrer Bekanntheit und Unternehmensgröße Bewerber finden können. Sie können auf Wunsch auch sowohl Ihren Firmennamen als auch weitere Angaben zu Ihrem Unternehmen zunächst verborgen lassen.

In der sich stetig weiterentwickelnden Wissensgesellschaft gewinnen zudem die Fähigkeiten und Kompetenzen der Arbeitskräfte eine immer größere Bedeutung. Mit dem steigenden Wissen entstehen darüber hinaus neue Jobs und Jobvarianten. Je höher die Vielfältigkeit der Berufe und je feingliedriger die Verästelung von einzelnen Berufszweigen und Spezialisierungen, desto wichtiger ist bei Neueinstellungen der Fokus auf den Fähigkeiten der Bewerber – und desto schwieriger ist der manuelle Abgleich. Dieser Entwicklung der Berufswelt will Job-Matching mit seinen Analysen des Werdegangs des Bewerbers gerecht werden, und zwar bis hinein in tiefe Verästelungen:

  • Wo genau liegen die Schwerpunkte der beruflichen Laufbahn?
  • Welche Erfahrungen bringt der Kandidat mit?

Je feiner verästelt das Jobprofil (also die Angaben zum angebotenen Job und zu den Kenntnissen des Bewerbers), desto zielgenauer die Ermittlung geeigneter Kandidaten per Job-Matching.

Bei der Definition der Anforderungen helfen die vorformulierten Kriterien – ohne gleichzeitig durch ebenfalls auswertbare Freitextfelder die individuelle Note der jeweiligen Jobs und Arbeitgeber einzuschränken.

 

b. Vorteile für Arbeitnehmer

Hier gilt als Vorteil: Je feiner verästelt das Jobprofil (also die Angaben zum angebotenen Job und zu den Kenntnissen des Bewerbers), desto zielgenauer die Ermittlung eines passgenauen Jobs. Gleichzeitig erleichtert ein Job-Matching-Algorithmus aber auch, Floskeln von Anforderungen und Angeboten zu trennen.

Hinzu kommt die Generation Y, die zunehmend mit Absolventen oder schon einigen Jahren Erfahrung im Beruf in den Arbeitsmarkt strömt. Anstelle von Statussymbolen rücken für sie Freude an der Arbeit sowie Flexibilität ins Zentrum. Sie fordern Freiräume, Selbstverwirklichung und mehr Zeit für Familie und Freizeit und streben einen Job an, der ihnen einen Sinn bietet und ihnen Spaß macht. Wie zwei Puzzleteile müssen sich Bewerber und Job ineinander fügen.

Erfolgreiches Job-Matching setzt genau an diesem Punkt an und versucht, nicht nur Anforderungen, sondern auch die Persönlichkeit von Ihnen als Bewerber und die Arbeitsatmosphäre des Unternehmens anhand bestimmter Parameter zu reflektieren und Übereinstimmungen herauszufiltern. Für eine ganzheitlich passende Lösung.

Ein weiterer Vorteil, den die Studie Recruiting Trends 2017 der Universität Bamberg herausgefiltert hat: Deutsche Unternehmen und Personalberatungen stehen dem Robot-Recruiting immer aufgeschlossener gegenüber. Damit erhöht sich die Zahl der Jobs, die über Job-Matching-Portale angeboten werden.

Gleichzeitig ist die Auswahl via Algorithmen unbestechlicher als die durch menschliche Personaler. Die Software bewertet ohne Vorurteile. So sehr sich Personaler auch darum bemühen: Kein Mensch ist frei von Ressentiments. Häufig, wenn auch unbewusst, beeinflusst der Sympathiefaktor die Vorauswahl. Die Algorithmen agieren verlässlich im Sinne des Allgemeinen Gleichstellungsgesetzes. Ihnen sind Haarfarbe, Hautfarbe, Geschlecht und Ethnie der Bewerber vollkommen egal. Die mit den faktisch besten Kompetenzen bleiben im Rennen.

Natürlich können Sie sich auch auf Jobs bewerben, bei denen keine hohe Matchzahl ausgeworfen wurde. Wenn Ihnen ein Detail besonders gefällt, dann wenden Sie sich mit einer darauf abzielenden Kontakt-Mail an den Anbieter.

 

5. Sind branchenspezifische Job-Matching-Plattformen die bessere Lösung?

Ja. Je branchenspezifischer die Job-Matching-Plattform, desto größer der Erfolg. Wenn Karrierewünsche mit Stellenbeschreibungen abgeglichen werden, müssen die Parameter stimmen. Inhaltlich und emotional sollten sie eine hohe Relevanz für Kandidaten und Unternehmen haben. Besonderheiten bezüglich Markt, Jobs und Karriereentwicklungen müssen sich wiederfinden. Jede Branche tickt anders. Die Logistik beispielsweise benötigt in ihrer Beschaffenheit sogar in besonderem Maß eine sensible Handhabe. Die feingliedrigen Verästelungen der unterschiedlichen Jobprofile und der dynamische Wandel der Berufsfelder sind nur erfahrenen Branchenkennern bekannt und müssen berücksichtigt werden.

Mehr Informationen erhalten Sie hier: https://www.birdiematch.de/logistik-news/job-matching-branchenspezifisch

6. Grenzen

Algorithmen können nur effizient arbeiten, wenn ein Mensch die Algorithmen mit den richtigen Daten gefüttert hat. Sie als Personaler müssen genau wissen, welchen Kandidaten Ihr Unternehmen sucht. Ohne stimmiges Kandidatenprofil finden auch Roboter keine geeigneten Mitarbeiter. Das Gleiche gilt für Sie als Bewerber: Sie müssen genau wissen, was Sie wollen – und dies in Ihrem Profil auch deutlich machen. Dann können Anforderungen und Bewerbungsprofil erfolgreich gematcht werden.

Natürlich kann und soll Job-Matching nie das persönliche Interview ersetzen. Die Formeln können zwar Muster erkennen, welche die Wahrscheinlichkeit für ein gutes Bauchgefühl vorhersagen. Das ist ein Niveau an Transparenz, das es vorher so nicht gegeben hat. Den Faktor Mensch kann das Job-Matching aber nicht imitieren. Am Ende spielen immer noch Bauchgefühl und persönlicher Eindruck die tragenden Rollen.

Wenn die Top-Auswahl fachlich und von der Persönlichkeit her passend zur Firmenkultur bestimmt ist, ist es Ihre Sache als Personaler, die Chemie zu testen, weitere Potenziale zu erkennen und Entscheidungen zu treffen – wie die Einladung zu einem Vorstellungsgespräch.

7. Fallbeispiele

Arbeitgeber aus dem Logistikbereich wie AEB, Instafreight, MBE und DB Schenker berichten hier über ihre Erfahrungen mit BirdieMatch, dem Job-Matching-Portal für Logistik, Spedition, Transport und KEP.

https://www.birdiematch.de/logistik-news/birdiematch-macht-das-recruiting-effizienter

https://www.birdiematch.de/logistik-news/personalgewinnung-instafreight-gmbh

https://www.birdiematch.de/logistik-news/gezielt-high-potentials-suchen

https://www.birdiematch.de/logistik-news/ActiveSourcing-DBSchenker

https://www.birdiematch.de/logistik-news/kooperation-schunckgroup-birdiematch

https://www.birdiematch.de/logistik-news/BirdieMatch-Wachstum

8. Jobalarm

Wie einfach es ist, beispielsweise über die Job-Matching-Plattform BirdieMatch den ersten Kontakt zu Ihrem potenziellen neuen Arbeitgeber aufzunehmen, erläutert Ihnen das Birdiematch-Team hier: https://www.birdiematch.de/logistik-news/erstkontakt-birdiematch