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Deutlich mehr Geld = deutlich mehr Bereitschaft, den Standort zu wechseln. Das gilt auch für Logistik-Jobs.

Für mehr Geld im Job sind Arbeitnehmer bereit den Wohnort zu wechseln. (Foto-Quelle: Fotolia)

Der mit Abstand wichtigste Beweggrund für einen berufsbedingten Umzug ist ein höheres Gehalt. Das geht aus dem aktuellen Stepstone-Mobilitätsreport hervor und wird auch von Bernd Vögele, Geschäftsführer von BirdieMatch, der der Job-Matching-Plattform für Logistik, Spedition, Transport und KEP, bestätigt.

 

Für vier von zehn Fachkräften ist ein Gehaltssprung von mindestens 16 Prozent Voraussetzung, weitere 37 Prozent ziehen einen Wohnortwechsel sogar erst ab einem Plus von 25 Prozent in Betracht. Das geht aus einer Online-Befragung von 24 000 Fach- und Führungskräften für den Stepstone-Mobilitätsreport hervor. Die Hälfte der Fach- und Führungskräfte in Deutschland hat schon mindestens einen berufsbedingten Umzug hinter sich. Die meisten haben ihren Wohnort dabei um mehr als 100 km verlegt, 42 Prozent sogar um mehr als 300 km. Und 47 Prozent der Befragten können sich in Zukunft einen berufsbedingten Umzug vorstellen.

 

Weitere Ergebnisse der Studie

  • Mehr als jeder Vierte würde seinen Wohnort für den Job wechseln – vorausgesetzt der Standort des Arbeitgebers ist attraktiv.
    • Jeder Siebte könnte sich einen Zweitwohnsitz in der Nähe seines Unternehmens vorstellen, würde aber am Wochenende zu seinem eigentlichen Wohnort pendeln. 13 Prozent würden sogar ins Ausland gehen, 7 Prozent sind bundesweit flexibel.
    • Für 39 Prozent hingegen ist ein beruflich bedingter Umzug ausgeschlossen.

Fachkräfte in Logistik-Jobs sind – obwohl es sich um eine sehr internationale Branche handelt – ebenfalls eher standorttreu, kommentiert Bernd Vögele, Geschäftsführer von BirdieMatch, der Job-Matching-Plattform für Logistik, Spedition, Transport und KEP.


Zur Erleichterung der beruflichen Mobilität wünschen sich Fach- und Führungskräfte noch vor materiellen Vergünstigungen über ein gutes Gehalt hinaus Flexibilität bei den Arbeitszeiten und Arbeitsmodellen, etwa Home Office. Von weiblichen Beschäftigten werden diese beiden Faktoren noch deutlich höher priorisiert. Unternehmen erfüllen die Wünsche der Fachkräfte nur teilweise. Insbesondere beim Thema flexibles Arbeiten zeigen sich große Unternehmen fortschrittlicher: Von Unternehmen mit mehr als 1000 Beschäftigten bieten knapp 80 Prozent flexible Arbeitszeiten und rund 63 Prozent Home Office an.

 

Das sieht bei Logistik-Jobs schlechter aus: Der aktuelle BirdieMatch-Gehaltsreport für Logistik-Jobs hat ergeben, dass nur 23 Prozent der Logistik-Arbeitgeber flexible Arbeitszeiten bieten und nur 6,3 Prozent Home Office, obwohl auch bei den Logistikern die Nachfrage hoch ist. Allerdings lässt diese Erhebung keine Differenzierung nach Unternehmensgröße zu. Die Studie von BirdieMatch können Sie hier herunterladen: https://www.birdiematch.de/logistik-jobs-gehaltsvergleich. Den Mobilitätsreport finden Sie unter: https://www.stepstone.de/ueber-stepstone/wp-content/uploads/2018/04/StepStone_Mobilit%C3%A4tsreport_2018-1.pdf