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Birdieblog
Aktuelle News zu Jobs in der Logistik-Branche

Kooperation statt Konkurrenz


Logistikunternehmen Zusammenarbeit Frachkräftemangel Logistik
Gemeinsam gegen den Fachkräftemangel in der Logistik-Branche (Quelle: Fotolia)

Eine gute Zusammenarbeit ist in jedem Unternehmen wichtig. Wer im Berufsalltag bestehen möchte, muss auf seine Kommunikation achten. Wir stellen einige Regeln vor, die Sie beherzigen sollten. Erzeugen Sie keine ungewollten internen Konkurrenzen, sondern arbeiten Sie zusammen.

1. E-Mail Knigge Regeln

Nicht nur am Telefon und bei persönlichen Treffen sollte man sich benehmen. Auch im E-Mail-Verkehr mit Kunden und Kollegen gilt guter Stil als professionell. Tipps für elektronische Nachrichten im Logistik-Job. Mit unseren regeln erregen Sie keinen Unmut in der E-Mail-Kommunikation.

Viele Arbeitsbeziehungen in Logistik-Jobs beginnen mit einer Business-E-Mail. Um sich nicht schon vor dem ersten persönlichen Treffen bei Geschäftspartnern unbeliebt machen, sind folgende Faux-Pas zu vermeiden: 

  • Die Betreffzeile enthält keine eindeutige Information und ist damit nicht sofort zuzuordnen oder von ihrer Wichtigkeit her einzuordnen.
  • Die ganze Nachricht steht in der Betreffzeile. Das geht nur, wenn sie wirklich ganz kurz ist.
  • BCC wird verwendet. Wenn jemand außerhalb des öffentlich genannten Verteilers die Mail erhalten soll, dann nach dem Versand weiterleiten. BCC klingt nach Verschwörung.
  • CC wird nicht korrekt verwendet. Wer nur informiert gehalten werden muss, kommt ins CC. Wer etwas tun soll, steht mit seiner E-Mail-Adresse unter „An.
  • Das Wichtigste steht nicht am Anfang der E-Mail. Wer suchen muss, verliert Zeit und wird ungehalten.
  • Die E-Mail ist nicht höflich formuliert (Begrüßung, Bitte, Danke, Abschlussformel etc.).
  • Die Signatur enthält zu wenige oder zu viele Informationen. Während die Stellung des E-Mail-Schreibers im Unternehmen immer abzulesen sein muss und die Kontaktdaten nicht fehlen dürfen, sind philosophische Zitate vollkommen unangebracht. Zumindest, wenn sie nicht eindeutig die Unternehmensphilosophie wiedergeben.

Weitergehende Informationen finden Sie zum Thema unter www.impulse.de, dem Internetangebot des Unternehmernetzwerks impulse der Impulse Medien GmbH.

Der geschäftliche E-Mail-Verkehr ist kein privater Chat, sondern ersetzt zu einem großen Teil den früher üblichen Briefwechsel, zum Teil auch Telefongespräche.

Entsprechend gilt es, ähnliche Formalien einzuhalten.

  • Anrede
    darf nicht fehlen. „Hallo …“ oder „Liebe…“ sind innerhalb eines Unternehmens in Ordnung.

Bei Vorgesetzten sollte vor allem in konservativen Unternehmen auf das formelle „Sehr geehrter…“ zurückgegriffen werden.
Wer einen Doktor oder Professorentitel hat, hat ein Recht auf dessen Nennung – auch, wenn dieser selbst in seiner Schlussformel den Titel nicht nennt.

  • Rechtschreib- und Interpunktionsfehler
    haben in E-Mails so wenig zu suchen wie in Briefen.
  • Emojis, Gifs und Facebook-Witzchen
    dito. Es sei denn, man kennt sich sehr gut, duzt sich und möchte durch ein Emoji die Aussage in die richtige Gefühlsbahn lenken. Aber die Gefahr von Missverständnissen einkalkulieren und besser darauf verzichten.
  • Zwischenbescheid
    direkt und sofort auf eine E-Mail kann kurz sein: „Wird erledigt.“ „Okay“ „Kommt bis…“
  • Verabschiedung
    formell „Mit freundlichem Gruß“, etwas weniger streng „Beste Grüße“ oder auch „Liebe Grüße“, „Einen schönen Feierabend wünscht…“ je nach Adressat und Anlass.
  • Abschluss
    Achten Sie am Ende Ihrer Mail immer auf den korrekten Firmenabsender inklusive Ihrer Funktionsbezeichnung und Ihrer Kontaktdaten.

Übrigens: Alle Regeln gelten auch für geschäftliche Nachrichten über WhatsApp. Und auch die zügige Antwort auf eingehende Mails zeigt Anstand und Respekt. Weitere Netiquette Regeln finden Sie in unserem Artikel

2. Lügen im Job? Sie doch nicht!

Nicht nur in E-Mails kann es passieren, dass man eine beliebte Bürolüge verwendet. Diese zehn Floskeln scheinen die beliebtesten Bürolügen darzustellen. Kennen Sie weitere typische Bürolügen?

Erwischt! Die 10 beliebtesten Bürolügen im Job. (Foto-Quelle: Fotolia)

Eine dieser Formulierungen haben Sie noch nie in Ihrem Logistik-Job verwendet. Oder?

  • Ich wollte Sie auch gerade anrufen!
  • Das steht ganz oben auf meiner To-Do-Liste!
  • Schade, um 12 Uhr habe ich schon einen Termin.
  • Der Kollege ist gerade in einer Besprechung.
  • Den xy habe ich noch nicht erreicht.
  • Ich habe Ihre Anfrage weitergeleitet und warte noch auf eine Rückmeldung.
  • Wir haben gerade technische Probleme.
  • Hmmm… die Mail muss im Spam-Ordner gelandet sein.
  • Bei Fragen melden Sie sich gern jederzeit bei mir!
  • Nein, ich habe Deinen Joghurt nicht genommen!

3. Der Hochrangigste zuerst

Man könnte meinen, der Ton in der Logistikbranche sei locker. Doch wir von BirdieMatch, dem Job-Matching-Portal für Logistik-Jobs, empfehlen, einige formale Feinheiten einzuhalten. Dazu gehören auch die Vorstellungs- und Begrüßungsregeln.

Wen begrüße ich zuerst? Begrüßungsregeln erleichtern uns die Entscheidung im Geschäftsleben. (Foto-Quelle: Fotolia)

  • Im Geschäftsleben begrüßt man sich generell der Hierarchie folgend. Das bedeutet, dass Mitarbeiter den Ranghöheren oder den Chef zuerst grüßen. Gibt es keine Hierarchie, begrüßen Jüngere die Älteren und Männer Frauen zuerst.
  • Der Rangniedrigere wird im Geschäftsleben dem Ranghöheren vorgestellt. Stellen Sie sich selbst vor, beispielsweise bei einem Treffen zu zweit, grüßen Sie mit „Guten Tag, mein Name ist …(Vorname + Nachname)“. Lassen Sie Ihren Titel weg, der ergibt sich aus Ihrer Visitenkarte.
  • Achten Sie darauf, dass die Visitenkarte, die Sie überreichen, makellos ist. Wenn Sie eine Visitenkarte entgegen nehmen, werfen Sie einen kurzen Blick darauf. Stecken Sie sie nicht einfach weg.
  • Suchen Sie beim Händeschütteln immer Blickkontakt. Der Händedruck sollte kurz und kräftig sein. Weder wollen Sie schlaff wirken, noch müssen Sie Stärke demonstrieren. Üben Sie mit Freunden, um ein gesundes Mittelmaß zu finden.
  • Die zweite Hand gehört beim Händeschütteln genauso wenig in die Hosentasche wie man sich über den Tisch hinweg die Hand reicht, wenn es eine Alternative gibt.
  • Denken Sie daran, dass Sie bei jeder Vorstellung, Begrüßung oder jedem Gespräch nicht nur sich selbst, sondern gegebenenfalls auch Ihr Unternehmen vertreten. Achten Sie also auf korrekte Umgangsformen.

Ausführlichere Informationen bietet der Begrüßungsknigge von Stepstone.

4. Zu Tisch, bitte! – Logistiker wissen sich zu benehmen

Die Begrüßung haben wir hinter uns gebracht, allerdings wartet nun die Begegnung. Keine Frage: Die Chance, bei einem Geschäftsessen in ein Knigge-Fettnäpfchen zu treten, ist besonders groß. Wie fit Sie in gesellschaftlichen Regeln sind, wird besonders gern in einem Restaurant geprüft. Aber Benimm ist kein Hexenwerk.

Für Geschäftsessen gibt es klare Benimmregeln, an die es sich zu halten gilt. (Foto-Quelle: Fotolia)

Beachten Sie daher unbedingt folgende Regeln, um einen guten Eindruck zu hinterlassen:

  • Der Herr bzw. Gastgeber betritt das Restaurant zuerst. Er hält dazu der Dame /den Gästen die Tür auf, lässt sie eintreten und geht dann voran. Beim Verlassen des Restaurants hält er ebenfalls die Tür auf und lässt die Dame / die Gäste zuerst hinaustreten.
  • Die Plätze mit der besten Aussicht werden den Gästen überlassen. Die Tischordnung selbst und wer sich zuerst setzen darf, sind ein eigenes Thema.
  • Die Serviette gehört doppelt gelegt auf den Schoß und wird allenfalls zum Abtupfen der Mundwinkel genutzt. Dabei liegt die offene Seite zum Körper, so dass Schmutz zwischen den gefalteten Hälften verschwinden kann.
  • Smartphones haben auf dem Tisch nichts zu suchen, ihr Klingeln ist am Tisch ebenfalls nicht erwünscht. Auch unter dem Tisch dürfen Sie nicht mal eben kurz schauen oder gar spielen, Nachrichten tippen oder ähnliches. Im Notfall müssen Sie aufstehen, sich entschuldigen und den Tisch verlassen.
  • Während eines Gangs wird nicht aufgestanden.
  • Das Servicepersonal wird freundlich und wertschätzend behandelt. Denken Sie daran, dass Ihr Verhalten anderen gegenüber Rückschlüsse auf Ihr Verhalten Mitarbeitern oder Kunden gegenüber zulässt.
  • Rufen Sie sich ins Gedächtnis, wie Sekt-, Wein- und andere Gläser zu halten sind.
  • Weder gehören die Ellenbogen auf den Tisch noch die Hände unter den Tisch.
  • Mit Kerzen wird nicht gespielt. Oder mit Besteck. Oder Bierdeckeln. Oder Gläsern.
    Werden Brot und ein Aufstrich gereicht, streichen Sie zunächst mit dem kleinen Brotmesser eine Portion der Butter o.ä. auf Ihren Brotteller. Dann nehmen Sie ein Stück Brot oder ein Brötchen, brechen ein kleines Stück ab, bestreichen es und essen es, ohne davon abzubeißen. Dann brechen Sie ein weiteres kleines Stück ab und verfahren wie beim ersten. Wird Olivenöl gereicht, dürfen Sie Ihren kleinen Brotbrocken eintunken und essen, aber auch hier gilt: nicht abbeißen und dann womöglich mit dem angebissenen Stück Brot erneut ins Olivenöl… Und die Finger bleiben auch draußen!
  • Nicht mit vollem Mund sprechen.
  • Wie bei jedem Gespräch, andere auch bei Tisch nicht unterbrechen.
  • Finger weg von Zahnstochern. Mit ihnen wird weder gespielt noch am Tisch der Zahnzwischenraum gereinigt – auch nicht hinter vorgehaltener Hand. Dies geschieht – wenn notwendig – im Bad.
  • Bestellen Sie nicht das Teuerste von der Karte, sondern orientieren Sie sich am Gastgeber. Eventuell spricht dieser auch Empfehlungen aus.
  • Meiden Sie „gefährliche“ Speisen. Dazu gehört beispielsweise alles, was kleckern (Tomatensoße), spritzen (Salatsoße) oder von der Gabel rutschen kann (Salat). Der Umgang mit der Hummerzange will ebenfalls gelernt sein. Sie können sich nicht auf Ihre Gesprächspartner konzentrieren, wenn Sie mit Pannenvermeidung beschäftigt sind.
  • Alkohol ja oder nein? Orientieren Sie sich auch hier am Gastgeber. Als Bewerber sollten Sie lieber keinen Alkohol trinken. Und wenn Sie sich nicht wirklich sehr gut mit Weinen auskennen, geben Sie lieber nicht den Hobby-Sommelier.
  • Wer einlädt, bezahlt – und zwar diskret und nicht am Tisch.
  • Last but not least: Beachten Sie die Sitten anderer Kulturräume, wenn Sie Gäste aus anderen Kulturkreisen oder dem Ausland bewirten beziehungsweise dort zu Gast sind.


Die Liste der Regeln ist damit nicht abgeschlossen. Aber fangen Sie mit diesen Tipps an.

5. Mit dem Chef auf Du – wieviel Nähe verträgt Dein Job?

Dreitagebart, offenes Hemd, Sneaker: selbst Vorstände von Dax-Unternehmen geben sich heute in der Öffentlichkeit gern leutselig. Der früher in dunkles Tuch und Förmlichkeit gekleidete Auftritt von Managern weicht einer Selbstdarstellung, die sagt: hey, ich bin einer von euch. Ich habe es nicht nötig, meine Autorität durch Äußerlichkeiten zu pimpen. Auch ganz oben auf der Karriereleiter will ich es bequem haben und mich nicht in Konventionen zwängen.

Auch per „Du“ kann auf professioneller Ebene gearbeitet werden – oder nicht? (Foto-Quelle: Fotolia)

Die Klamotte als non verbales Signal für ein Transaktionsmodell, das seit Jahrtausenden funktioniert: Ich bin o.k. – Du bist o.k. – Thomas A. Harris lässt grüßen. Die Steigerungsform der Akzeptanz und Toleranz auf Augenhöhe ist das „Du“. In der Kreativwirtschaft oder IT-Branche schon immer Ausdruck des hierarchiefreien Denkens, verkürzt es auch in anderen Branchenwelten die Distanz zum Gegenüber. Das „Du“ wird zum Instrument für ein „Wir“-Gefühl – über Abteilungsgrenzen und Chefbüros hinweg.

So handhaben wir das Duzen

Doch ist nah auch gut? Oder schwindet mit dem „Du“ nicht auch die natürliche Beißhemmung, die Armlänge Distanz, die ein „Sie“ als Respektsausdruck in der deutschen Sprache noch in sich birgt? Was passt wo? Und wo passt es eben nicht?

Als Startup-Unternehmen pflegen wir bei BirdieMatch das „Du“.

Der lockere Umgangston zwischen Geschäftsführung, Programmierern und Marketing ergibt sich aus der Tatsache, dass wir alle gemeinsam gestartet sind und uns von der ersten Stunde an kennen. Außerdem bewegen wir uns als Job-Matching-Plattform in einer Welt, in der das „Du“ sehr weit verbreitet ist: in der IT-Branche.

Dennoch unterscheiden wir zwischen interner und externer Kommunikation: So sprechen wir die Besucher unserer Website www.birdiematch.de mit „Sie“ an, da wir mit zwei unterschiedliche Zielgruppen kommunizieren: Zum einen mit Unternehmen aus der Logistik, die sich bei uns registrieren, um ihre offenen Stellen zu besetzen. Und zum anderen mit Kandidaten, die mit BirdieMatch ihren Traumjob in der Logistik finden wollen. Im Moment des Erstkontakts und bei mehreren tausend Kandidaten finden wir das „Sie“ einfach passender. Außerdem richten wir uns an Fach- und Führungskräfte, die in der Logistik gern auch Krawatte und Anzug tragen. Eine Ausnahme gibt es aber: machen wir auf Aktionen und Events aufmerksam, die sich an Absolventen, also Berufsstarter richten, setzen wir auf das „Du“.
Schauen wir doch mal, wie sich das Duzen und Siezen in der internen Kommunikation unterscheidet; Business-Wissen.de hat die Vor- und Nachteile beider Ansprachen zusammengefasst:

Vor- und Nachteile des Duzens

Vorteile:

  • Schafft Vertrautheit und Zusammengehörigkeit
  • Baut Distanzen oder Hemmschwellen bei Hierarchien ab
  • Fragen gegenüber Vorgesetzten werden unbeschwerter gestellt
  • Schnellere Integration, unabhängig vom Alter oder der Nationalität
  • Partnerschaftliches Klima kann zu besseren Arbeitsergebnissen führen

Nachteile:

  • Respektvolles Miteinander kann erschwert werden
  • Vertrautheit kann suggeriert werden, obwohl sie gar nicht gelebt wird
  • Neigung, private Dinge am Arbeitsplatz zu thematisieren
  • Gefahr einer plumpen Vertraulichkeit (Beispiel: „Na, hast du abgenommen?“)

Vor- und Nachteile des Siezens

Vorteile:

  • Wirkt respektvoller und diskreter, gerade in Konflikten oder schwierigen Gesprächen
  • Unterstützt ein freundlich-distanziertes Miteinander
  • Erschwert das Äußern negativer Emotionen (Beispiel: „Sie Angeber“ statt „Du Angeber“)

Nachteile:

  • Bei uneinheitlicher Praxis – duzen und siezen verschiedener Mitarbeiter – kann die Botschaft lauten, mit dem einen oder anderen nicht klar zu kommen
  • Wirkt ablehnend (kontextabhängig)
  • Kann steif und altmodisch wirken
  • Vorgesetzte werden dadurch nicht automatisch zu Autoritätspersonen
  • Glaubt man Umfragen, steht das "Sie" in der Arbeitswelt auf dem Prüfstand.

Doch wann und in welchen Branchen ist das „Du“ angesagt?

Der österreichische Trainer für Zeitmanagement und Arbeitsmethodik, Burkhard Heidenberger, liefert einen groben Orientierungsansatz:

„In Branchen, in denen Anzug und Krawatte als Dresscode gelten, kommt in der Regel die Sie-Ansprache zur Anwendung.“

Auch Stellenanzeigen würden bereits Rückschlüsse auf die Gepflogenheiten zulassen.

„Wird der potenzielle Bewerber in der Annonce mit Du angesprochen („Bewirb Dich bei uns!“), ist diese Anredeform in der Regel auch in der Firma gültig“,

so Heidenberger. Duzen im Job?

„In den meisten deutschen Unternehmen ist eher das Siezen an der Tagesordnung“,

beobachtet Jochen Mai, Gründer und Chefredakteur von www.karrierebibel.de. Zwar nehme das Duzen im Job seit Jahren zu - laut Umfragen duzt heute jeder dritte Arbeitnehmer seine Vorgesetzten und Kollegen.

„Doch wer neu im Unternehmen und Job ist, sollte zunächst das SIE nutzen – auch wenn einige der Kollegen sich schon untereinander duzen“,

empfiehlt Mai. Nach einigen Wochen, vor allem wenn das die Kollegen von sich aus anbieten, könne man gerne zum DU übergehen. Das entspräche dann meist einer Art Aufnahmeritual und Ritterschlag, Motto: Jetzt gehörst du dazu! Zu Beginn aber sei Höflichkeit und Distanz oberstes Gebot.

6. Reden ist Silber, Fragen ist Gold

Natürlich können Sie versuchen die direkte Anrede wegzulassen, aber irgendwann klappt diese Vermeidungsstrategie nicht mehr. Oder ist Schweigen eine Alternative? „Einfach mal die Klappe halten“ war kürzlich die Überschrift eines Beitrags auf dem Blog „Insiders“ von Xing. Gut hätte auch gepasst: Lieber Fragen stellen als Statements abgeben. Worum geht´s, bezogen auf Logistik-Jobs?

Fragen fördern die offene Kommunikation und geben Spielraum. (Foto-Quelle: Fotolia)

Derjenige, der ständig die Welt erklärt, die Lösungen kennt und allen sagt, wie es gemacht werden muss, neigt dazu, fertige Antworten zu geben. Aber Antworten schließen andere aus, verschließen Türen. Fragen dagegen öffnen Türen, beziehen andere Menschen mit ein. Und offene Türen stellen Verbindungen zwischen Räumen und Menschen her, meint die Autorin des Xing-Beitrags. Das gilt auch in der Welt der Logistik.

Probieren Sie es selbst einmal aus: Werfen Sie eine Frage in den Raum und treten Sie zurück. Hören Sie sich einfach die Antworten und Interaktion der Gruppe an. Besonders wichtig kann dies beim Delegieren von Jobs in der Logistik und in Meetings sein.

Delegieren von Aufgaben: Stellen Sie die Aufgabe, aber geben Sie keine Schritt-für-Schritt-Anleitung. Fragen Sie lieber: Wie würden Sie das angehen? Dadurch fördern Sie selbstverantwortliches Handeln und neue Ideen in Logistik-Jobs.

Im Meeting: Natürlich wollen Sie Ihren eigenen Standpunkt darlegen. Aber Sie sollten auch die Ansichten der anderen kennen. Schweigen Sie, hören Sie zu. Vielleicht kommt sowieso heraus, was Sie wollen. Oder Sie können mit einem tieferen Kenntnisstand aller Befindlichkeiten besser argumentieren. Oder Sie stellen eine weiterführende Frage, um eventuelle Holzwege zu entlarven.

Fragensteller sind Weichensteller!

Doch manchmal muss das direkte Gespräch gesucht werden.

7. Konfliktgespräch im Logistikunternehmen

Gespräche mit dem Vorgesetzten, dem obersten Chef oder einem Vertreter der Personalabteilung können schwierig sein, manchmal ist die Stimmung sogar aggressiv. In der aktuellen Ausgabe des Online-Dienstes „Personal und Arbeitsrecht aktuell“ des Verlags für die deutsche Wirtschaft haben wir Tipps von Arno Schrader, Fachanwalt für Arbeitsrecht, für aggressive Personalgespräche gefunden.

Regeln im Konfliktgespräch gelten immer für beide Parteien (Foto-Quelle: Fotolia)

Der Autor richtet sich an Personalverantwortliche, doch die meisten Regeln gelten auch für Mitarbeiter. Diese etwa:

  • Bereiten Sie sich auf den Termin vor. Überlegen Sie, was Ihr Gesprächspartner zu Ihnen sagen könnte und wie er auf Ihre Äußerungen reagieren könnte. Überlegen Sie sich eine angemessene Reaktion.
  • Von der Reaktion zur Aktion: Wer fragt, der führt das Gespräch. Stellen Sie offene Fragen, die Ihr Gegenüber nicht nur mit ja oder nein beantworten kann. Überlegen Sie sich Ihre Fragen vor dem Gespräch.
  • Bleiben Sie stets auf der Sachebene und halten Sie eine emotionale Distanz zu Ihrem Gegenüber.
  • Versuchen Sie, Ihr Gegenüber nicht als Angreifer zu sehen. Nehmen Sie eine Attacke nicht persönlich.
  • Wenn Sie wissen, dass ein Gesprächspartner Sie immer wieder angeht, rüsten Sie sich für einen von Ihnen kontrollierten Schlagabtausch. Nehmen Sie sich vor, nicht aufzubrausen. Programmieren Sie Ihr Verhalten im Vorwege.
  • Es gibt immer die Möglichkeit, eine dritte Person zum Gespräch hinzu zu bitten, etwa einen weiteren Vorgesetzten oder ein Betriebsratsmitglied. Eine weitere Person kann deeskalierend wirken und im Ernstfall als Zeuge fungieren.
  • Bei Beleidigungen oder Androhung von tätlichen Auseinandersetzungen brechen Sie das Gespräch ab. Ziehen Sie die notwendigen Konsequenzen von der Information der Geschäftsführung bis zum Betriebsrat und zum Anwalt.

Wir von BirdieMatch, möchten noch einen Rat hinzufügen: Kündigen Sie nicht aus dem Affekt heraus. Das kann sich negativ auf Ihre Karriere auswirken und bringt weder Abfindung noch Unterstützung bei der Arbeitsagentur. Loggen Sie sich lieber in Ihr Profil bei BirdieMatch ein, prüfen Sie die Aktualität Ihrer Daten und checken Sie Ihre Joboptionen in der Logistik.

In manchen Situationen sind Sie sicherlich geneigt einen Zeugen zu besitzen und haben daran gedacht ein Gespräch aufzuzeichnen. Doch

8. Gespräch mitschneiden: Keine gute Idee im Logistik-Job

Egal, ob Kundengespräche oder solche mit dem Chef: Sie dürfen Gespräche nur aufnehmen, wenn Sie zuvor über Ihren Wunsch informiert und Ihren Gesprächspartner um Erlaubnis gebeten haben.

Auch in der Logistik gilt: Gespräche dürfen grundsätzlich nur mit Einwilligung aufgenommen werden. (Foto-Quelle: Fotolia)

Tun Sie es ohne diese Voraussetzungen, so verletzen Sie das Persönlichkeitsrecht des Aufgenommenen. Dies kann wiederum zur fristlosen Kündigung Ihres Logistik-Jobs führen, wenn Arbeitsgerichte das Vertrauensverhältnis zwischen beiden Parteien als derart zerstört ansehen, dass eine fristlose Kündigung ohne vorherige Abmahnung möglich ist. Ebenso sind eine verhaltensbedingte ordentliche Kündigung oder auch „nur“ eine Abmahnung drin.

Wollen Sie den Verlauf eines Personalgesprächs festhalten, können Sie ein Betriebsratsmitglied oder eine Person Ihres Vertrauens zum Termin hinzuziehen. Oder Sie fertigen ein Gesprächsprotokoll an, das nach Ende des Gesprächs von allen Teilnehmern unterzeichnet wird.

9. Private Gespräche

Private Gespräche im Logistik-Job sind schwierig. Was darf man preisgeben, was kann sich auf die Karriere später negativ auswirken?

Aufgepasst bei privaten Gesprächen unter Logistik-Kollegen. (Foto-Quelle: Fotolia)

Gespräche, in denen es nicht nur um den Logistik-Job geht, haben im Arbeitsalltag vor allem eine Funktion: Man gibt Informationen preis, um darüber eine Beziehung zu einem Kollegen aufzubauen, die sich vorzugsweise positiv auf die eigene Karriere auswirkt. Sofort stellt sich die Frage nach dem richtigen Maß der Information.

Dr. Travis Bradberry, Autor des Buchs „Emotional Intelligence 2.0“ und Mitgründer von „TalentSmart“, einem Anbieter von EQTests und Trainings, hat kürzlich auf LinkedIn darüber geschrieben. Er definiert

 8 Dinge, die man niemals preisgeben sollte:

  • Die politische Einstellung. Sie sei zu sehr mit der Identität eines Menschen verwurzelt und erklärungsbedürftig. Obendrein könne eine kontroverse Meinung den Gesprächspartner herausfordern und er könne sich angegriffen fühlen.
  • Die Inkompetenz eines Kollegen. Das wirke, als wolle man selbst in einem besseren Licht erscheinen.
  • Das eigene Gehalt. Ein Vergleich auf dieser Ebene sei ungesund und schade dem kollegialen Miteinander.
  • Jobhass. Das ziehe die Arbeitsmoral nach unten und lasse den Hasser als negativen Menschen dastehen.
  • Bettgeschichten. Nicht erklärungsbedürftig – oder doch? Unangebracht im Logistik-Job, unangenehm für Zuhörer und für die weiteren Gestalten der Geschichte kompromittierend. Das schadet vor allem dem eigenen Ruf.
  • Gedanken über das Sexleben der Kollegen. Sie öffentlich zu machen, mache den Denker äußerst unbeliebt. Vielleicht lacht ein nicht betroffener Kollege mit – bis ihm einfällt, dass er Darsteller im nächsten Gedankenspiel werden könnte.
  • Alte Geschichten über wilde Zeiten. Kollegen würden sich irgendwann daran erinnern, dass der Erzähler früher seine Grenzen nicht kannte – nicht daran, dass er heute ein vernünftiger Mensch sei.
  • Jobsuche. Wer preisgebe, dass er das Unternehmen verlassen wolle, sei als Kollege nichts mehr wert. Wer dann keinen anderen Job finde, habe Schwierigkeiten, sein Netzwerk wieder zu aktivieren. Zudem sei die Chance groß, dass der Arbeitgeber von den Plänen eher erfahre als die Kündigung auf dem Tisch liege. Das wäre ein Kündigungsgrund für den Arbeitgeber – oder zumindest ein Grund, den Jobsucher im Unternehmen auf die Ersatzbank zu befördern.

Für Ihren Berufsalltag bedeutet dies, nicht alle Fragen müssen exakt beantwortet werden. Manchmal ...

10. Smalltalk-Themen

Was ist das Wichtigste, das Sie in Ihrem Logistik-Job nicht vergessen sollten? So schlimm, dass Ihnen der Tod droht, ist es sicher nicht, aber ein ergiebiges Small-Talk-Thema: Sind es eher die Basics oder die großen Trends wie Datenanalyse, die sich aus dem Gespräch ergeben?

Weltgeschichte

Hier ein ergiebiges Thema für Small Talk in der Logistik: Bill Wurtz hat ein Video über die Geschichte der Welt ins Netz gestellt: https://www.youtube.com/watch?v=xuCn8ux2gbs.

Bill Wurtz erzählt die Geschichte der Welt in 20 Minuten. (Foto-Quelle: Fotolia)

Von ihrer Entstehung bis zum Heute beschreibt er in 20 Minuten, was passiert ist. Leider verliert er nur wenige Worte beziehungsweise Zeichnungen über die erforderliche Logistik für die verschiedenen Kriege, die Völkerwanderung, die industrielle Revolution und viele weitere Ereignisse – abgesehen von der Erfindung der Eisenbahn.

Umso besser: Das Video ist lehrreich und lässt Ihnen genügend Raum, die logistischen Herausforderungen in Vergangenheit und Gegenwart zu erörtern. Spannend für jeden mit Logistik-Job und garantiert besser als das Wetter!

Tiere

Blauwale haben auch im Schlaf immer eine Gehirnhälfte aktiviert. (Foto-Quelle: Fotolia)

  • Wenn Blauwale schlafen, ist abwechselnd eine Gehirnhälfte abgeschaltet, die andere weiterhin aktiv. Warum? Weil die Wale sonst vergessen würden, an die Wasseroberfläche zu kommen und zu atmen. Sie würden im Schlaf ertrinken.
  • Tintenfische besitzen mehr Hirnzellen als Menschen – warum landen sie trotzdem auf unserem Teller?

Und weil wir gerade beim Essen sind:

11. Firmenfeste - Blamagen vermeiden

Die Weihnachtsfeier

Ob interne Feier, offizielles Jahresabschlussessen oder Bummel mit Kollegen über den Weihnachtsmarkt: Weihnachtsfeiern bieten reichlich Stolpersteine – auch in Logistik-Jobs.

Mit 10 einfachen Regeln gibt es garantiert keine Blamage auf der Weihnachtsfeier. (Foto-Quelle: Fotolia)

Wie sollten Sie sich verhalten, um die größten Fettnäpfchen der Weihnachtsfeier in diesem Jahr zu umgehen? Die zehn besten Tipps:

  1. Als erstes den Gastgeber begrüßen.
  2. Sie dürfen weder trinken noch essen, bevor nicht der Einladende dazu ermuntert hat.
  3. Kleidung? Je nach Anlass, eher Business als Party.
  4. Essen? Keine aufgehäuften Buffetteller, bei a la carte nicht die teuersten Gerichte wählen, bei Allergien u.ä. das Servicepersonal diskret darauf hinweisen, nicht bei Tisch laut über Geschmack und Gesinnung diskutieren.
  5. Alkohol ja, aber in Maßen.
  6. Annäherung? Nicht erlaubt. Sollte die Sympathie auf beiden Seiten groß sein, lieber ein separates Treffen ohne Kollegen als Zuschauer vereinbaren. Keiner von Ihnen beiden möchte am nächsten Arbeitstag anzügliche Bemerkungen hören oder gar den Chef / die Chefin mit dem eigenen freizügigen Verhalten zu ähnlichen Taten herausfordern.
  7. Vorgesetzte ansprechen? Ja, mit Smalltalk-Themen. Keine geschäftlichen Gespräche.
  8. Duzen? Nur, wenn der Ranghöhere dies anbietet. Es kann trotzdem sein, dass es nur für diesen Abend gilt. Aufpassen.
  9. Langweiliger Gesprächspartner? Wenn es ein gesetztes Essen gibt, müssen Sie mit einem Wechsel bis nach dem Kaffee warten.
  10. Trotzdem schlecht benommen? Entschuldigen.

Karin Spitra hat schon 2011 auf „stern.de“ geschrieben:

„Im Grunde gilt auch das, was unterm Jahr gelten sollte: Respektieren Sie Ihre Kollegen – und deren Meinungen. Seien Sie nett zueinander. Und meiden Sie alles, was Sie aus der Rolle fallen lässt.“  

Und weiter:

„Haben Sie Spaß – und vergessen Sie nicht, dass Sie alle Menschen am nächsten Morgen wiedersehen. Und dann weiter mit ihnen arbeiten sollen.“

Übrigens: Sie müssen nicht hingehen, wenn Sie nicht wollen. Findet die Veranstaltung allerdings während der Arbeitszeit statt, müssen Sie stattdessen in Ihrem Logistik-Job arbeiten. Und überlegen Sie sich gut, welchen Eindruck Sie mit Ihrem Fehlen hinterlassen.

12. Besser Nein sagen

Nein zu sagen fällt vielen Menschen schwer. Es ist aber wichtig, um den eigenen Standpunkt durchzusetzen, sich abzugrenzen und Freiräume zu bewahren.

Nein“ sagen fällt manchmal nicht leicht, aber man kann es lernen! (Foto-Quelle: Fotolia)

Karriere-Coach und Buchautor Martin Wehrle hat einige Tipps parat:

  1. Nehmen Sie sich Zeit. Also nicht sofort auf ein Anliegen antworten, sondern sagen: „Ich komme gleich auf Dich/Sie zurück.“ Nun können Sie sich innerlich sammeln und dann ein klares Nein aussprechen – sofern Sie das wollen.
  2. Seien Sie eindeutig in Ihrem Nein. Sagen Sie zum Beispiel: „Nein, das passt bei mir nicht.“ Meiden Sie sprachliche Weichmacher wie „Eigentlich wollte ich ja nicht …“, denn sonst hört Ihr Gesprächspartner, dass Sie innerlich wanken – und wird nachsetzen.
  3. Entschuldigen Sie sich nicht für Ihr Nein. Wenn Sie Sätze sagen wie „Sorry, dass ich Dich jetzt enttäuschen muss …“, dann wird Ihr schlechtes Gewissen offensichtlich. Und schon wird Ihr Nein torpediert.
  4. Verzichten Sie auf lange Begründungen. Je mehr Argumente Sie für Ihr Nein aufführen, desto mehr Ansätze zum Nachhaken liefern Sie. Wer zum Beispiel sagt, er könne nicht, weil er die Kinder abholen müsse, hört sofort: „Kann das nicht jemand anderes machen?“ Dagegen bleibt eine unbestimmte Begründung („Das passt jetzt nicht!“) unanfechtbar.
  5. Nutzen Sie Sprache und Körpersprache. Sprechen Sie tief, wenn Sie Nein sagen, verschränken Sie gerne die Arme und halten Sie den Blickkontakt. Das signalisiert, dass Sie entschlossen sind – und gut abgegrenzt.

13. Neu im Logistik-Unternehmen?

Sie haben Ihren Traumjob als Logistik-Führungskraft bekommen. Mehrere Mitarbeiter gehören zu Ihrem Team. Welche Erwartungen die Unternehmensleitung an Sie hat, ist Ihnen klar.

Teamleiter eines neuen Teams zu werden erfordert unter anderem Fingerspitzengefühl! (Foto-Quelle: Fotolia)

Ebenso wissen Sie, warum die Wahl auf Sie gefallen ist. Gut. Dann sind jetzt vor allem vier Dinge wichtig:

  • Machen Sie Ihrem neuen Team klar, warum Sie den Logistik-Job bekommen haben.
  • Fragen Sie Ihr Team, welche Erwartungen es an Sie hat.
  • Fragen Sie sich, wie Sie den an Sie gerichteten Erwartungen gerecht werden können.
  • Beweisen Sie Fingerspitzengefühl.

Sie kommen von außen. Sie kennen Ihr Team noch nicht. Es kann sein, dass sich Mitarbeiter des Unternehmens ebenfalls auf die ausgeschriebene Stelle beworben haben. Wer leer ausgegangen ist, könnte enttäuscht sein.

Bereiten Sie sich also gut auf Ihren Einstieg vor. Sprechen Sie mit Ihrem Team. Erläutern Sie Ihrem Team anhand der Erwartungen der Unternehmensführung, warum Sie der Richtige für diese Stelle in der Logistik, Ihre neue Position, sind. Seien Sie selbstbewusst, aber nicht arrogant.

Führen Sie Einzelgespräche mit Ihren Mitarbeitern. Erkundigen Sie sich, welche Erwartungen die einzelnen Kollegen an Sie haben. Fragen Sie, was jeder Mitarbeiter ändern würde, wenn er selbst in der Teamleitung wäre. Bringen Sie in Erfahrung, ob es interne Bewerber um Ihren neuen Job gab. Mitbewerber und ihre Ideen sollten Sie mit großer Wertschätzung behandeln, um sie ins Team einzubinden.

Nach den Gesprächen überlegen Sie sich, wie Sie die Erwartungen von Unternehmensführung und Team unter einen Hut bekommen können. Erläutern Sie Ihre Strategie gegenüber dem Team und binden Sie alle Mitglieder in die Umsetzung ein. Das fördert das Gefühl, gebraucht zu werden und dazu zu gehören. Bringen Sie frischen Wind in Ihren Bereich, ohne mit dem Dampfhammer zu agieren.

Stehen Sie von vornherein hinter Ihrem Team. Und halten Sie Zusagen unbedingt ein, um Glaubwürdigkeit und Vertrauen zu erreichen.

14. Vorsicht vor der Arbeitssucht

Diese 8 Punkte entlarven Sie als Workaholic im Logistik-Job. Leidenschaft, Engagement, Ehrgeiz: alles Eigenschaften, die essenziell für Erfolg im Logistik-Job sind. Aber man kann es auch übertreiben. Arbeitssucht ist eine Sucht und damit eine Krankheit, wenn auch nicht an einen Stoff gebunden. Und diese Krankheit wiederum belastet sowohl das berufliche als auch das private Umfeld des Süchtigen. Tückisch ist, dass die Grenze zwischen Sucht und normalem Verhalten, etwa bei einem immer mal möglichen erhöhten Arbeitsaufkommen im Logistik-Job, fließend ist.

Wenn jeder Feierabend durch Arbeit ersetzt wird, könnte das auf eine Arbeitssucht hindeuten. (Foto-Quelle: Fotolia)

Warum werden Menschen arbeitssüchtig? Bestätigung durch Leistung steht im Vordergrund, Einsamkeit außerhalb des Logistik-Jobs oder andere Probleme im Privatleben können ebenfalls eine Rolle spielen. Die Arbeit kann dann als Fluchtmöglichkeit dienen. Flexible Arbeitszeiten etwa erweisen sich in diesem Zusammenhang eher als Fluch als als Segen. Die Angst vor Arbeitslosigkeit kann ebenfalls ein Antrieb zu vermehrter Anstrengung sein – und sich dann verselbstständigen.

Folgende Symptome zeichnen sich bei von Arbeitssucht Betroffenen ab, schreibt Stefan Mey im Blog von karrierebibel.de:

  1. Das gesamte Denken und alle Gespräche kreisen nur um die Arbeit und den Logistik-Job. Auch in der Freizeit oder im Urlaub kann der Betroffene nicht abschalten.
  2. Der Arbeitnehmer ist davon überzeugt arbeiten zu müssen. Ein Ausfall oder Pausen kommen nicht infrage.
  3. Es gelingt dem Arbeitnehmer nicht, Aufgaben zu delegieren. Er ist ein Perfektionist und Kontrollfreak.
  4. Umfang und Dauer der Arbeit können nicht mehr kontrolliert werden.
  5. Gleichzeitig leiden private Aufgaben, sei es im Haushalt oder in Bezug auf die Familie, den Kontakt mit Freunden und Bekannten.
  6. Es kommt zu Entzugserscheinungen inklusive körperlichen Symptomen beim Pausieren.
  7. Es stellen sich Krankheiten ein, beispielsweise Bluthochdruck, Herzschmerzen, Kopfschmerzen, Magenprobleme, Schlafstörungen, Tinnitus.
  8. Um eine gewisse Zufriedenheit zu erlangen, muss immer mehr gearbeitet werden. Der Burn-Out ist vorprogrammiert. Erst bleiben die guten Ideen weg, dann der Spaß, dann die Leistungskraft und damit die guten Ergebnisse.

Also: Kennen Sie noch einen Feierabend? Oder ist Ihr Logistik-Job mittlerweile Ihr Leben? Testen Sie sich selbst: Sind Sie schon ein Workaholic?

Eine Therapie ist übrigens wie bei jeder Sucht möglich. Hierzu sind allerdings zunächst die Voraussetzungen Selbsterkenntnis und Einsicht sowie Akzeptanz des Zustands erforderlich. Danach erst kann es an die Ursachenforschung und letztendlich die Behandlung der Sucht gehen. Vorausgesetzt, Sie wollen etwas ändern. Scheuen Sie sich dann nicht, Hilfe anzunehmen. Und bedenken Sie immer: Wie bei jeder Sucht ist ein Rückfall möglich.

Angst vor Fehlern kann ein Auslöser für eine übersteigerte Arbeitsmoral sein. Es soll alles perfekt sein, nichts ist gut genug.

15. Persönliche Patzer im Logistik-Job – wer haftet?

Fehler passieren fast jedem. Doch wer haftet, wenn etwas schief geht? Oft muss nicht nur Verantwortung übernommen werden, sondern auch die durch ein Missgeschick oder einen groben Fehltritt entstandenen Kosten müssen geregelt werden. Weit verbreitet ist die Meinung, dass Arbeitnehmer durch das Unternehmen abgesichert sind.

Wer bei Fehlern am Arbeitsplatz haftet ist situationsabhängig. (Foto-Quelle: Fotolia)

In einem Beitrag auf dem Portal karrierebibel.de wird erklärt, wer wann haftet. Hier einige Anhaltspunkte: In Deutschland gilt zunächst einmal grundsätzlich die Privathaftung. Dieser allgemeine Grundsatz verliert auch im Logistik-Job nicht seine Gültigkeit. Doch das Arbeitsrecht orientiert sich an den Grundsätzen der beschränkten Arbeitnehmerhaftung.

Diese Grundsätze gelten für alle Arbeiten, die Sie aufgrund Ihres Arbeitsverhältnisses leisten und die durch Ihren Arbeitgeber veranlasst wurden. Die Rechtsprechung berücksichtigt hier, dass selbst dem besten und vorsichtigsten Mitarbeiter ein folgenschwerer Fehler unterlaufen kann, und es oft schlicht unverhältnismäßig und nicht vertretbar wäre, die daraus entstehenden Kosten einem Arbeitnehmer anzulasten. Wie sollte dieser die möglicherweise anfallenden Millionenbeträge aufbringen?

Auf diesem Schutz sollten Angestellte sich aber nicht ausruhen und dem Irrglauben verfallen, dass der Arbeitgeber sich in jedem Fall um den Schaden kümmern wird. Durch das Gesetz werden Mitarbeiter zwar geschützt – einen Freibrief, um ungestraft Schäden zu verursachen, gibt es aber nicht. Beispielsweise kann der Arbeitnehmer verpflichtet werden, einen Teil des Schadens zu begleichen. Wie hoch dieser ist, hängt von verschiedenen Faktoren ab.

Ob der Arbeitnehmer haftet, ist im Zweifelsfall davon abhängig, was zu dem Schaden geführt hat, der nun beglichen werden muss. Hier werden die Taten in leichte, mittlere und grobe Fahrlässigkeit sowie vorsätzliches Handeln unterschieden. Die Beweislast liegt vor dem Arbeitsgericht beim Arbeitgeber. Ihm kann auch eine Mitschuld zugewiesen werden.

Ebenso gehört die sinnvolle Organisation der Arbeit zu effektiven Verbesserungsmaßnahmen. Wenn Sie ihre Zeit effektiv nutzen, können Sie erfolgreicher arbeiten.

16. Schluss mit Sinnlos-Besprechungen

Meetings sind erforderlich – und sinnvoll, wenn sie klar definierte Ziele, eine feste Tagesordnung, einen geschulten Moderator und nicht unnötig viele oder mit anderen Dingen wie dem Lesen von E-Mails beschäftigte Teilnehmer haben. Achten Sie künftig darauf,

    • Meetings kurz zu halten. Versuchen Sie, mit weniger Zeit als bisher auszukommen, statt 30 Minuten 20 Minuten, statt einer Stunde 45 Minuten, statt drei Stunden nur zwei Stunden.
    • eine Stoppuhr aufzustellen und die Stühle zu entfernen, wenn das Zeitfenster überschritten ist. Machen Sie es Ihren Teamkollegen nicht zu bequem.
    • die Startzeit zu ändern. Statt regelmäßig 10:00 Uhr am Morgen mal 9:48 Uhr. Das erhöht die Aufmerksamkeit und irgendwann auch die Pünktlichkeit.
    • mal Malbücher und Stifte auszuteilen, um Kreativität und Konzentration zu fördern. Oder gehen Sie mit dem Team spazieren, setzen Sie sich auf eine Wiese. Standortwechsel!
    • die Fragerunde an den Schluss des Meetings zu stellen und allen ein paar Minuten zum Nachdenken zu geben, was noch offen sein könnte.
    • falls nicht alle gleichzeitig an einem Ort sind, von Telefon- auf Videokonferenzen umzustellen, um von Angesicht zu Angesicht kommunizieren zu können. Das fördert die Bindung untereinander.

Woher wir das alles wissen? Wir von BirdieMatch, haben bei der GetGo Germany GmbH von Citrix nachgelesen, die sich mit Online-Meetings beschäftigt. Und wir haben noch einen Tipp: Diskutieren Sie mal in einer Runde, wie Sie die offenen Stellen in Ihrem Unternehmen besetzen könnten. Vielleicht ist BirdieMatch genau die richtige Jobbörse für diese Herausforderung.

17. Krank im Urlaub vom Logistik-Job – Urlaub futsch?

Das kennt fast jeder: Endlich ein paar Tage frei vom Logistik-Job und schon meldet sich die lang verdrängte Erkältung. Und nun?

Oft kommt die aufgeschobene Erkältung pünktlich zu Urlaubsbeginn. (Foto-Quelle: Fotolia)

Krank im Urlaub? Dann zügig handeln und zum Arzt gehen, um sich krank schreiben zu lassen.

In § 9 des Bundesurlaubsgesetzes steht:

Erkrankt ein Arbeitnehmer während des Urlaubs, so werden die durch ärztliches Zeugnis nachgewiesenen Tage der Arbeitsunfähigkeit auf den Jahresurlaub nicht angerechnet.“

Voraussetzung: Man muss so krank sein, dass tatsächlich außerhalb des Urlaubs eine Arbeitsunfähigkeit vorliegen würde. Ein kleiner Schnupfen, ein Sonnenbrand oder ein paar blaue Flecken reichen da nicht aus – selbst wenn der Urlaubsgenuss dadurch getrübt sein sollte.

Weitere Notwendigkeit: Der Arbeitgeber muss unverzüglich benachrichtigt werden – trotz Urlaub und egal, wo man sich gerade befindet.

Ausführlicher berichtet über das Thema Niels Warkentin auf dem Blog karrierebibel.de.

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