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Was macht einen attraktiven Arbeitgeber aus?

Eine Frau hält eine weiße Tasse mit der Aufschrift Like a Boss in den Händen.
Nicht nur die Höhe des Gehalts ist Arbeitnehmern wichtig. | © stocksnap von pixabay.com

Bernd Vögele, Geschäftsführer von BirdieMatch, hat Sven Bennühr, Redakteur der „DVZ – Deutsche Verkehrs-Zeitung“ anlässlich des im Februar erneut erschienenen BirdieMatch-Gehaltsreports 2020 ein Interview gegeben.

Herr Vögele, der Gehaltsreport zeigt, dass die Gehälter, die von Logistikunternehmen angeboten werden, weniger attraktiv sind als in anderen Branchen. Befindet sich die Logistik im Rennen um dringend benötigte Fach- und Führungskräfte auf der Verliererspur?

Wer mit seinen Stellenausschreibungen gute Talente anziehen will, wird um eine leistungsgerechte Bezahlung nicht herumkommen. Und dies gilt nicht nur im Gehaltsvergleich innerhalb der Logistik-Dienstleistungsbranche, sondern auch im Vergleich mit Logistikpositionen in Industrie und Handel. Doch wenn man neben dem Durchschnittswert aus dem Birdiematch-Gehaltsreport auch den Median und die Bandbreite der Vakanzen betrachtet, stellt man fest, dass es in der Branche auch Angebote gibt, die über dem Durchschnitt liegen – und diese werden sicherlich von den Talenten bevorzugt werden. Unter dem Strich sehe ich die Branche nicht auf der Verliererspur. Vielmehr passen sich die Logistiker durchaus an die Forderungen des Marktes an. Zudem punkten sie damit, dass sie im Vergleich zu anderen Branchen sehr interessante und abwechslungsreiche Tätigkeiten bieten.

Wie kann die Logistik ihre Position auf dem Arbeitsmarkt verbessern?

Es gibt zwei Wege: Einerseits müssten die Unternehmen ihre Angebote an die Realität des Arbeitnehmermarktes anpassen. Wer in den Gesprächen gut zuhört, erkennt welche Erwartungen und Wünsche Bewerber haben – und was die Wettbewerber bieten. Da geht es nicht nur um die Höhe des Gehalts sondern auch um weiche Faktoren. Andererseits sollten die Entscheider in der Logistik auf das Image ihres Unternehmens achten. Ein Arbeitgeber, der von seinen Mitarbeitern und auch im Markt als seinen Leuten zugewandt empfunden wird, wird es leichter haben, neue Talente zu finden und gute Kräfte zu halten, als andere – Stichwort Employer Branding.

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Viele Logistikunternehmen setzen darauf, ihre Attraktivität durch ein breites Angebot „weicher“ Faktoren zu erhöhen. Doch scheint das für wechselwillige Arbeitnehmer oft eine untergeordnete Rolle zu spielen.

Ich glaube nicht, dass diese Faktoren eine untergeordnete Rolle spielen. Es ist eher so, dass Talente Faktoren wie etwa flexible Arbeitszeiten entweder bereits voraussetzen oder bei der Jobsuche nicht in den Vordergrund stellen wollen. Ich empfehle darum Personalverantwortlichen, solche Vorteile offensiv herauszustellen, um sich angenehm von der Konkurrenz abzuheben. Wichtig ist allerdings auch, dass bestimmte Werte gelebt werden – es kommt auf das Betriebsklima an. Ist dieses prima, spielt die Gehaltshöhe noch immer eine große, aber nicht immer die entscheidende Rolle. Was man nicht unterschätzen sollte, ist schließlich die Mundpropaganda, die in der Logistik noch immer sehr gut funktioniert. Bietet ein Unternehmen spannende Vorteile, spricht sich das herum. Darüber hinaus ist es auch sinnvoll Mitarbeiterportraits und -aussagen auf der Firmen-Homepage darzustellen oder einen vollkommen „undigitalen Tag“ der offenen Tür auszurichten. Es geht darum, Möglichkeiten zu schaffen, das Unternehmen und Mitarbeiter real kennenzulernen.

Die Grenzen zwischen Beruf und Privatleben verwischen zunehmend bei den jüngeren Generationen. Sollte diese Entwicklung schon bei der Grundkonzeption von Arbeitsprozessen berücksichtigt werden?   

In der Logistik hat es in vielen Bereichen noch nie die klassischen Nine-to-Five-Jobs gegeben. Wenn etwas zu Ende gebracht werden muss, wird es erledigt. Was sich aber ändern muss, ist die Flexibilität in die andere Richtung: Wenn der Job erledigt ist, darf man nach Hause gehen – auch weit vor 17:00 Uhr. Darüber hinaus sollten Arbeitgeber die Möglichkeit bieten, bei Bedarf im Home Office arbeiten zu können – etwa wenn erkrankte Familienangehörige kurzfristig betreut werden müssen. Das setzt natürlich Vertrauen auf der Arbeitgeber- und Selbstdisziplin auf der Arbeitnehmerseite voraus – und natürlich müssen solche Lösungen auch abgesprochen werden.

Quelle: https://www.dvz.de/

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