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Logistiker wählen Logistiker

Die Diversität der Arbeitnehmer in Logistikberufen sollte laut Beratern steigen! (Foto-Quelle: Fotolia)

In den Führungsetagen der Speditions-, Transport- und Logistikunternehmen sitzen wenige Frauen, wenige Menschen aus anderen Regionen und Ländern sowie wenige Branchenfremde. Das geht aus einer Studie der Personalberatung Russel Reynolds Associates hervor, welche die „Deutsche Verkehrs-Zeitung“ (DVZ) in ihrer Ausgabe 49/17 ausgewertet hat. Die Berater halten dies für ein Handicap für die Unternehmen in Zeiten der Digitalisierung. Nach Ansicht der Berater haben Firmen mit einem guten Geschlechter- und ethnischen Mix eine um 70 % höhere Wahrscheinlichkeit, in neue Märkte vorstoßen zu können.

Die Diversität bei den Führungskräften in der Branche hat sich in den vergangenen Jahren kaum verändert, lautet eines der zentralen Ergebnisse der Umfrage unter 257 Führungskräften aus 30 großen Logistikunternehmen weltweit. Dabei wurden Mitarbeiter, die vor dem 1. Januar 2014 ihre Rolle übernommen haben, mit solchen verglichen, die erst danach ihre Stelle angetreten haben. Der Frauenanteil verharrt dabei bei etwa 10 % und viele Topmanager sind bereits seit 15 und mehr Jahren auf ihren Posten. Langjährige Erfahrung ist offenbar gefragt – und damals war Diversity noch kein Thema.

Die Verfügbarkeit weiblicher Talente für Führungsaufgaben in Transport und Logistik sei „erschreckend gering“, heißt es in der Expertise. Leicht zugenommen – von 16 auf 23 % – habe immerhin der Anteil der Führungskräfte, die aus dem Ausland kommen, schreibt Sebastian Reimann in der „DVZ“. In Europa seien ausländische Führungskräfte dabei weit mehr verbreitet als in den USA oder auch Asien, so die Untersuchung von Russell Reynolds. Abgenommen – und zwar um rund ein Drittel auf 17 % – habe der Anteil der Manager, die nicht nur Erfahrungen in der Logistik, sondern auch in anderen Branchen haben. Diese Entwicklung sei „hochgradig besorgniserregend“, so das Urteil. Begründung: Angesichts des stetigen Margendrucks gehe es darum, Innovationen bei den Dienstleistungen und Geschäftsprozessen zutage zu fördern. Und dabei wäre externes Know-How zweifellos förderlich, fasst Reimann die Studienergebnisse zusammen.

Den DVZ-Beitrag (für Mitglieder) finden Sie unter http://www.dvz.de/rubriken/personalmanagement/single-view/nachricht/mehr-mischung-im-management.html