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Immer mehr KEP-Fahrzeuge

Mann lädt Pakete mit einem Gabelstapler in einen weißen Transporter.
Für 2020 rechnet man mit rückläufigen Zahlen. | © canva.com

Zulassungszahlen steigen weiter deutlich.

Die Neuzulassungen von Nutzfahrzeugen und Bussen stiegen 2019 in Deutschland um sechs Prozent auf 409.800 Einheiten. Damit erreicht der Nutzfahrzeugmarkt im vierten Jahr in Folge ein Rekordniveau und zum ersten Mal mehr als 400.000 Neuzulassungen in diesem Segment. Das geht aus den Anfang Januar 2020 veröffentlichten Jahreszahlen des Verbandes der Internationalen Kraftfahrzeughersteller (VDIK) hervor. Die internationalen Hersteller erzielten einen  stabilen Marktanteil von rund 29 Prozent.

Besonders kräftig haben die Neuzulassungen von leichten Nutzfahrzeugen bis 3,5 t zulässigem Gesamtgewicht zugelegt: um sieben Prozent auf 305.000 Einheiten. Dazu Reinhard Zirpel, Präsident des VDIK: „Gerade die Nachfrage nach leichten Transportern wird weiterhin stark von der Dynamik bei Paket- und Kurierdiensten getrieben. Die KEP-Branche gehört zu den wachstumsstärksten Wirtschaftszweigen hierzulande.“

Der Absatz von schweren Nutzfahrzeugen mit einem zulässigen Gesamtgewicht von mehr als 16 t wuchs um zwei Prozent auf knapp 68.000 Fahrzeuge. Neuzulassungen von Nutzfahrzeugen mit einem zulässigen Gesamtgewicht zwischen 3,5 und 16 Tonnen stiegen um zehn Prozent auf über 30.000 Einheiten. Außerdem wurden 6.400 Busse neu zugelassen. Das waren vier Prozent weniger als im Vorjahr.

Dieselmotoren weiter vorn

Die neuen Nutzfahrzeuge und Busse wurden zu 93 Prozent mit Dieselmotoren ausgeliefert. Der Anteil von Benzinern lag bei vier Prozent, der von alternativen Antrieben bei drei Prozent. Darunter waren 7.500 Nutzfahrzeuge mit Elektroantrieb (BEV oder PHEV) sowie 3.500 neue Einheiten mit Gasantrieb (CNG, LPG und LNG).

Zur Marktprognose für 2020 sagte Zirpel: „Die Nutzfahrzeugnachfrage wird das 2019er Rekordniveau im neuen Jahr nicht erreichen. Insgesamt rechnen wir mit einem rückläufigen Markt von 375.000 Einheiten. Das wird gleichwohl das dritthöchste Niveau seit der Wiedervereinigung und damit ein gutes Ergebnis sein.“

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