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Pendeln für den Logistik-Job: Bis zu einer Stunde Fahrtzeit ist ok – und in Großstädten wie Hamburg keine Seltenheit

Pendeln bis der Zug kommt – viele sind dazu bereit, wegen dem Traumjob. (Foto-Quelle: Fotolia)

Fach- und Führungskräfte sind bereit, für ihren Logistik-Job Freizeit zu opfern: Jeder fünfte Berufspendler bemängelt zwar seine tägliche Fahrtzeit, nimmt sie aber gern für den Job in Kauf. Das geht aus dem aktuellen Stepstone-Mobilitätsreport hervor.

Deutschland ist eine Pendlernation: Jeden Tag nehmen Fach- und Führungskräfte teils lange Fahrstrecken für ihren Weg zur Arbeit in Kauf. Jeder zweite Pendler ist pro Weg bis zu 30 Minuten unterwegs. 21 Prozent nehmen eine Fahrtzeit zwischen 30 und 45 Minuten in Kauf, 27 Prozent investieren mehr als eine dreiviertel Stunde. Jeder zweite Berufspendler hält eine durchschnittliche Fahrtzeit von bis zu einer Stunde pro Strecke für akzeptabel. Das zeigt der neue Stepstone-Mobilitätsreport, für den die Jobplattform rund 24 000 Fach- und Führungskräfte online befragt hat. Obwohl Deutschlands Pendler pro Woche mehrere Stunden ihrer Freizeit im Auto oder in öffentlichen Verkehrsmitteln verbringen, ist der Großteil von ihnen (62 Prozent) zufrieden mit der Dauer des Arbeitswegs.

In Großstädten wie Hamburg ist der Weg zum Logistik-Job bereits im normalen Stadtverkehr mit dem PKW oder dem öffentlichen Personennahverkehr (ÖPNV) zwischen 45 und 60 Minuten lang – ganz ohne Pendeln. Geht es ums Pendeln aus dem Speckgürtel oder umliegenden Städten, erreichen Mitarbeiter ihren Logistik-Job in Hamburg oft erst nach 90 Minuten, haben Verkehrserhebungen ergeben.

Kaum Alternativen zum PKW

Während innerhalb von Ballungsräumen wie Hamburg und Umgebung der ÖPNV gut ausgebaut ist, sind viele Arbeitnehmer für den Weg von und zu ihrem Logistik-Job auf ihren PKW angewiesen. Der Stepstone-Mobilitätsreport hat ergeben:
• Zwei von drei Berufspendlern ziehen das Auto eindeutig öffentlichen Verkehrsmitteln vor; nur jeder Fünfte nutzt den ÖPNV. 15 Prozent fahren täglich mit der Bahn, 14 Prozent nutzen das Fahrrad.
• Nur 18 Prozent aller Fach- und Führungskräfte, die täglich mit dem PKW fahren, können sich vorstellen, auf öffentliche Verkehrsmittel umzusteigen.
• Über die Gründe für ein Nein zum ÖPNV ist sich die Mehrheit einig: Mehr als jedem zweiten Autopendler dauert die Fahrt zwischen Wohn- und Arbeitsort per Bus und Bahn einfach zu lange. 23 Prozent meinen zudem, dass öffentliche Verkehrsmittel nicht genug Flexibilität bieten.
• Nur 5 Prozent finden den ÖPNV zu teuer.

Den gesamten Mobilitätsreport finden sie hier: https://www.stepstone.de/ueber-stepstone/wp-content/uploads/2018/04/StepStone_Mobilit%C3%A4tsreport_2018-1.pdf