Birdieblog
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Perspektivische Jobsuche in der Logistik möglich

Die Gründer von BirdieMatch erklären das Job-Portal (Quelle: Brian Jackson / Fotolia)

Das Start-up „BirdieMatch“ ist seit einigen Wochen offiziell online. Ein Grund, seine Gründer zu fragen, wie die neuartige Online Jobbörse für die Transport- und Logistikbranche gestartet ist, wie es genutzt werden kann und wie es weitergehen wird. Zwei Dinge vorweg: Bernd Vögele und Josef Schindler sind überwältigt von dem großen Interesse, welches das Projekt bereits in der Testphase erfahren hat. Und beide arbeiten stetig daran, BirdieMatch weiter an die Bedürfnisse ihrer Kunden anzupassen.

 

Seit einigen Wochen ist BirdieMatch mit allen Funktionen online. Vorher haben Sie bereits Ihre Newsletter-Abonnenten das Online-Job-Matching-Portal ausgiebig testen lassen. Wie waren die Reaktionen?

Vögele: Die Anmeldungen bereits für die Beta-Version übertrafen all unsere Erwartungen. Wir hatten einerseits bereits hunderte von Kandidaten auf dem Portal und andererseits bereits rund 100 Jobs zu vergeben. Es konnte also bereits echtes Matching stattfinden,  obwohl nur die Open-Beta-Version online war. Wie wir gehofft haben, haben sich die Kandidaten in unseren Beschreibungen wiedergefunden und die Unternehmen haben detailliert ihre Stellenangebote eingeben können. Dafür haben wir bereits in dieser Phase viel Lob erhalten.

Schindler: Wir haben vor allem aus den vielen Feedbacks und Angaben in den Freifeldern gelernt, was unseren Nutzern noch fehlt und unsere Kriterienliste sowie unsere Algorithmen entsprechend verbessert.

 

Sie sprechen von sehr viel positiver Resonanz. Warum nimmt die Branche Ihre Idee so euphorisch auf?

Vögele: Wir sprechen die Sprache der Transport- und Logistikbranche. Die Begrifflichkeiten, mit denen in unserem Online-Portal die Erfahrungen der Bewerber und die Vakanzen bei den Unternehmen beschrieben werden, sind sehr spezifisch. Darum gelingt nach dem BirdieMatching-Prinzip die passgenaue Auswahl von Job und Kandidat. Wer so genau seine Anforderungen oder Erfahrungen beschreiben kann wie bei uns, kann damit diverse unpassende Angebote ausschließen und sich so die Suche erleichtern. 

 

Wie viele Vakanzen haben Sie derzeit auf dem Portal und wie viele Kandidaten sind angemeldet?

Schindler: Um die 200 Vakanzen und mehr als 700 Kandidaten finden sich derzeit bei BirdieMatch – alle sind Logistik-spezifisch und direkt auf BirdieMatch eingegeben. Das ist schon eine eigene Community geworden. 

 

Herr Vögele, hat sich Ihr Geschäft bei Dunkel, Vögele & Associates als klassische Personalberatung durch BirdieMatch verändert?

Vögele: Nicht wirklich. Bei einem Teil meiner Klienten frage ich, ob sie Ihr Anliegen nicht auch bei BirdieMatch veröffentlichen wollen. Die meisten sind von dieser Idee begeistert, weil die Reichweite natürlich immens ist. Es gibt aber weiterhin ein Segment an Positionen und speziellen Mandanten, das eine individuelle persönliche Beratung schätzt oder benötigt. Zudem lässt sich im persönlichen Gespräch natürlich eher abklären, ob die Chemie zwischen Kandidat und Arbeitgeber gegebenenfalls stimmen könnte. Das kann BirdieMatch natürlich nicht bieten.

 

Eine klassische Personalberatung einzusetzen, kostet Geld. Was kostet BirdieMatch?

Vögele: Ich sage den Personalern in den Unternehmen immer: Wenn sie eine Jahrespartnerschaft mit BirdieMatch abschließen und auch nur einen neuen Arbeitnehmer über das Online-Job-Portal finden, hat sich das für sie bereits finanziell gelohnt. Von dem Abstimmungs- und dem zeitlichen Aufwand ganz zu schweigen.

 

Und wie funktioniert das Bezahlprinzip konkret?

Schindler: Wir bieten unseren Mitgliedern eine kostenlose Mitgliedschaft an, mit der schon Basisfunktionen wie etwa das BirdieMatching möglich sind. Die Mitglieder können dann auch schon sehen, dass es passende Jobs beziehungsweise Kandidaten für ihre Profile gibt. Die Anzeige erfolgt wie bei einer Partnerbörse gewichtet nach erreichten Matching-Punkten. Damit aber Arbeitgeber und Kandidaten aktiv und direkt miteinander in Kontakt treten können, müssen beide eine kostenpflichtige Premium-Mitgliedschaft abschließen. Dann sind weitere Funktionen freigeschaltet.

Vögele: Die Suche einer neuen Stelle erfordert in der Regel etwas Zeit. Drei bis sechs Monate oder auch mehr sind aus meiner Erfahrung ganz üblich. Daher bieten wir Mitgliedschaften für unterschiedliche Zeiträume für Kandidaten an. Arbeitgebern empfehlen wir eher langfristige Mitgliedschaften. So können sie jederzeit schnell reagieren, wenn sie Personalbedarf haben. Außerdem gibt es je nach Bedarf und Anforderung interessante Pakete für Arbeitgeber, die individuell vereinbart werden können.

 

Gibt es auch Rabatte?

Schindler: Ja, beispielsweise wenn ein BirdieMatch-Kunde einen anderen wirbt und dieser eine Premium-Mitgliedschaft abschließt, bekommt der Werber die Premium-Mitgliedschaft für einen Monat von uns geschenkt.

 

Welche nächsten Schritte haben Sie geplant?

Schindler: Wir haben gerade die Suche nach dem Wunschjob in Speditions-, Transport-, Schifffahrts- und KEP-Unternehmen sowie bei Logistikanbietern und in Logistikabteilungen im Handel und der Industrie integriert. Kandidaten können nicht nur detailliert eingeben, was sie können, welche Abschlüsse sie haben etc., sondern etwa auch, welche Aufgaben in welcher Unternehmenskategorie sie reizen, ob ein Firmenwagen zur Verfügung gestellt werden sollte, welches Gehalt sie anstreben, , ob ein Kindergarten in der Nähe sein sollte, in welchem Land oder welcher Stadt sie arbeiten wollen und ob ein Sabbatjahr oder unterschiedliche Arbeitszeitmodelle möglich sein sollten. Hier gilt es nun aus den Erfahrungen zu lernen, um das Matching für Arbeitgeber und Arbeitnehmer kontinuierlich zu verbessern.

Vögele: Darüber hinaus wollen wir uns im dritten Quartal verstärkt um den frühzeitigen Kontakt zwischen Studenten und Arbeitgebern kümmern. Wir werden die Suchkriterien um entsprechende Features wie Praktika und Themen für Bachelor- oder Masterarbeiten erweitern.