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Was muss ich während der Probezeit beachten, wenn ich meinen Traumjob bekommen habe?

Die Probezeit ist wie ein kleines Pflänzchen – bei guter Pflege wächst es prächtig! (Foto-Quelle: Fotolia)

Es hat geklappt! Der Traumjob ist da, die Probezeit beginnt – aber warum eigentlich und wie ist die rechtliche Situation während dieser Phase im Logistik-Job?

Die Probezeit ist für beide Seiten – Arbeitgeber und Arbeitnehmer – eine Testphase. Passt man wirklich zueinander? Sind die Aufgaben, die, die einem liegen und Spaß machen? Erfüllt der neue Arbeitnehmer die Aufgaben so, wie es für den Logistik-Job erforderlich ist? Kann er darüber hinaus Mehrwert für das Unternehmen bieten? Findet er sich gut im Team ein? Sind die Kollegen nett und die Karrierechancen auch real so gut, wie im Bewerbungsgespräch beschrieben?

Dauer der Probezeit

Die Dauer ist frei verhandelbar, muss allerdings im Arbeitsvertrag schriftlich festgehalten werden. Nach der Probezeit gilt der reguläre Kündigungsschutz. Hier sind andere Fristen (gesetzliche und/oder vertraglich vereinbarte) einzuhalten sowie eine Begründung abzugeben. Ob der Arbeitsvertrag danach befristet oder unbefristet ist, hat mit der Probezeit nichts zu tun. Übrigens muss keine Probezeit vereinbart werden.

Verlängerung der Probezeit

Eine Verlängerung ist möglich, wenn sechs Monate noch nicht voll ausgeschöpft wurden. Allerdings nur bis zum Ende von insgesamt sechs Monaten – und nur, wenn der Arbeitnehmer einverstanden ist. Eine Verkürzung der Probezeit ist möglich.

Kündigung in der Probezeit

Die Kündigungsfrist liegt bei zwei Wochen. Die Kündigung muss von beiden Seiten nicht begründet werden. Meist passt es einfach nicht (s.o.). Läuft die Probezeit aus und es ist für die Zeit danach kein Arbeitsverhältnis vereinbart, verhält es sich wie bei einem Zeitvertrag. Eine Kündigung ist nicht notwendig. Ebenso sind fristlose Kündigungen möglich – aus den gleichen Gründen wie in einem normalen Arbeitsverhältnis. Schwangere stehen unter einem besonderen Kündigungsschutz. Die Kündigungsgründe sind häufig, dass die Arbeitsleitung, Fachkenntnisse, Erfahrungen oder Benehmen nicht zum Job passen oder der neue Mitarbeiter im Team nicht zurechtkommt.

Urlaub in der Probezeit

Natürlich erwirbt man während der Probezeit einen Urlaubsanspruch. Dauert die Probezeit sechs Monate, steht dem neuen Mitarbeiter die Hälfte seines Jahresurlaubs zu. Ob er ihn jedoch tatsächlich während der Probezeit nehmen sollte, ist schwierig pauschal zu beantworten. Ist vor Antritt des Arbeitsverhältnisses bereits ein Urlaub fest geplant, sollte man dies bereits im Vorstellungsgespräch ansprechen.

Krank in der Probezeit

Lohnfortzahlung im Krankheitsfall gibt es während der Probezeit erst nach vier Wochen. Wer schon vorher aus gesundheitlichen Gründen fehlt, verdient daher auch nichts. Aber. Die Probezeit verlängert sich nicht um die krankheitsbedingten Fehltage.

Tipps für die Probezeit

Erfahren Sie mehr zum Thema "Probezeit".

Besondere Tipps, um garantiert nicht übernommen zu werden, bietet: https://blog.birdiematch.de/Logistiker-Probezeit