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Recruiting: Nur wenige Unternehmen setzen Künstliche Intelligenz ein

Nur wer neue Methoden der Rekrutierung wagt, kann auch darüber urteilen.

Die Methoden sind entwickelt, doch viele Unternehmen schrecken davor zurück, mit speziellen Tools oder über Matching-Plattformen Personal zu suchen. Das geht aus einer Untersuchung des Ifo Instituts hervor.

50 Prozent der Tätigkeiten eines Personalreferenten könnten bereits von Maschinen oder Computern übernommen werden – zumindest technisch betrachtet. Dieses Ergebnis errechnet der Job-Futuromat, ein gemeinsames Projekt des Instituts für Arbeitsmarkt- und Berufsforschung (IAB) und der Bundesanstalt für Arbeit. Tatsächlich wird der Einsatz künstlicher Intelligenz bei der Suche nach geeigneten Job-Kandidaten in vielen Personalabteilungen diskutiert. Das hat das Ifo Institut - Leibniz-Institut für Wirtschaftsforschung an der Universität München e. V., herausgefunden. Doch die wenigsten Unternehmen nutzen solche Methoden.

Datengesteuerte Instrumente und Werkzeuge des Robot Recruiting bedienen sich laut Ifo verschiedener Technologien von Chatbots und Matching-Algorithmen über Online-Spiele, welche die Fähigkeiten der Kandidaten testen, bis hin zu Sprachanalyse-Tools für Telefoninterviews. Inwieweit diese modernen Rekrutierungsverfahren bereits Einzug in die Unternehmen gehalten haben, welche Erfahrungen die Personalleiter damit gemacht haben und wo Potenziale und Risiken gesehen werden, hat die vierteljährliche Randstad-ifo-Personalleiterbefragung im ersten Quartal 2019 untersucht. Befragt wurden knapp 1000 Personalleiter in Deutschland. Die Ergebnisse wurden Mitte Juni veröffentlicht.

Ein zentrales Resultat ist, dass Arbeitgeber datengesteuerte Rekrutierungsmethoden (DGRM) überwiegend zurückhaltend einsetzen, obwohl zumindest 50 Prozent der Unternehmen mit 500 und mehr Mitarbeitern viele Potenziale sehen. Von ihnen setzen bisher 9 Prozent DGRM ein. Bei ihnen kommen besonders Matching-Algorithmen beim Vergleich von Bewerberprofilen zum Einsatz. Knapp die Hälfte (44 Prozent) der insgesamt befragten Personalleiter hält eigenständig agierende datengesteuerte Rekrutierungsmethoden für eine sinnvolle Ergänzung zu den klassischen Verfahren. Sie setzen diese Technologien bislang jedoch nur vereinzelt ein – lediglich 37 der 951 antwortenden Unternehmen verwenden (mindestens) eine datengesteuerte Rekrutierungsmethode.

Gut 96 Prozent aller Befragten verzichten auf datengesteuerte Rekrutierungsmaßnahmen. Nur 7 Prozent unter ihnen können sich vorstellen, ihre Auswahlverfahren mittelfristig durch künstlich intelligente Systeme zu ergänzen.

Ursachen: Skepsis und Unkenntnis

Warum setzen Personalabteilungen datengesteuerte Rekrutierungsmethoden so wenig ein? Randstad interpretiert die Daten wie folgt: „Die Skepsis gegenüber automatisiertem Recruiting wird untermauert durch ein breites Digitalisierungsdefizit. Während mehr als ein Drittel der deutschen Unternehmen neue Mitarbeiter nur offline anwirbt (37 Prozent), setzen immerhin 30 Prozent auf eine Kombination aus digitalen und analogen Methoden. Das klassische Bewerbungsgespräch ist nach wie vor die beliebteste Auswahlmethode, sowohl bei Nichtnutzern (84 Prozent) als auch bei Anwendern von datengestützten Rekrutierungsmethoden (49 Prozent).“

Mangelnder Anwendungsbedarf und fehlendes Know-how werden von den Befragten am häufigsten als Gründe genannt, um auf datengestützte Rekrutierungsmethoden zu verzichten (35 Prozent und 26 Prozent). Darüber hinaus gibt es noch stärker vertretene Bedenken: Fast die Hälfte aller Unternehmen sieht im Einsatz von Matching-Algorithmen die Gefahr, dass Soft-Skills abgewertet werden (49 Prozent). Ähnlich viele fürchten, dass selbstlernende Algorithmen unerwünschte Auswahlmuster erzeugen (43 Prozent der befragten Personalleiter).

Ausprobieren statt Vorverurteilen

Eine gute Möglichkeit, selbst zu beurteilen, welche Bedeutung Soft Skills im Matching zukommt, bietet BirdieMatch, die Job-Matching-Plattform für die Logistikindustrie. Hier wird auf Soft Skills besonders viel Wert gelegt. Gerade diese Faktoren entscheiden nach Meinung des BirdieMatch-Teams darüber, ob Unternehmen und Kandidat langfristig zusammenpassen. Probieren Sie es aus!

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