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Menschen kennenlernen im Logistik-Job – richtiges Vorstellen leicht gemacht

Fast täglich lernen wir neue Menschen kennen. (Foto-Quelle: Fotolia)

Ob privat oder im Logistik-Job: Immer wieder muss man sich fremden Menschen vorstellen oder sich fremde Menschen miteinander bekannt machen. Welche Regeln gibt es dafür?

Die persönliche Vorstellung unterliegt im Grunde den Regeln des guten Benehmens. Dazu gehören:

  • Nicht in ein Gespräch hineindrängen oder Gespräche unterbrechen. Mit Unhöflichkeit erreichen Sie nur, dass keiner nach Ihrer Vorstellung mit Ihnen spricht.
  • Keine langen Monologe halten: Wer Sie sind und was Sie machen in knappen Worten darzustellen, reicht. Lassen Sie Ihr Gegenüber zu Wort kommen. Vielleicht hat er eine Frage an Sie. Und schon entsteht ein Gespräch.
  • Kein Eigenlob. Sie dürfen stolz auf Ihre Leistungen sein, aber während Ihrer Vorstellung sollten Sie sich zurückhalten, um nicht eingebildet zu wirken.
  • Auch Ihr Gesprächspartner wird sich vorstellen. Zeigen Sie ehrliches Interesse – auch, wenn Sie dieser Kontakt augenscheinlich im Moment nicht weiterbringt. Heuchelei wird schnell enttarnt.

Netzwerken im Logistik-Job

Gerade zum Netzwerken gehört, dass Sie Ihre Kontakte mit anderen teilen. Machen Sie also zwei Ihnen Bekannte miteinander bekannt, achten Sie auf diese Regeln, die auch gelten, wenn Sie sich selbst vorstellen:

  • Privat: Zuerst wird der Ältere (deutlich älter) mit Informationen versorgt oder – wenn es diesen nicht gibt – die Frau.
  • Geschäftlich gilt: Der Ranghöhere erfährt zuerst, wer ihm gegenübersteht, also der 24-jährige Juniorchef vor der 50-jährigen Abteilungsleiterin.
  • Neu Hinzukommende werden den bereits Anwesenden vorgestellt, Gäste den Internen.
  • Grundsätzlich werden immer Vor- und Nachname genannt und – anders als bei der eigenen Vorstellung – der Titel angegeben.
  • Auch Ehepaare werden einzeln mit Vor- und Nachnamen vorgestellt.
  • Wenn Sie ein paar Worte über die jeweilige Person verlieren, geben Sie eventuell gleich ein Thema mit, über das sich die bisher sich Unbekannten nun unterhalten können.
  • Wollen Sie eine E-Mail-Adresse oder Telefonnummer weitergeben, ohne dass die dazugehörige Person anwesend ist, sollten Sie sich bei dieser vergewissern, ob er oder sie das erlaubt.
  • Kommen Sie zu einer Gruppe, begrüßen Sie die Person zuerst, die Sie kennen, und lassen Sie sich dann vorstellen oder stellen Sie sich vor.
  • Kommt eine Person auf Sie zu, um Sie zu begrüßen oder sich vorzustellen, stehen Sie auf. Wenn Sie hinter einem Schreibtisch sitzen, treten Sie vor.

Und achten sie auf Ihren Händedruck: fest. Ein bis drei Sekunden. Der Händedruck geht stets von der ranghöheren Person aus.

Positive Stimmung erzeugen

Um in Erinnerung zu bleiben, und zwar positiv, können Sie die völlig korrekte Formulierung „Guten Tag, mein Name ist …“ auch erweitern. „Darf ich mich kurz vorstellen?“ ist allerdings nur noch in formellen Kreisen üblich. Doch ein wenig Originalität kann gleich ein Gesprächsthema bieten. Das T-Shirt mit Ihrem Profilnamen, Ihrer URL samt Logo oder einem selbsterklärenden Spruch ist sicher nur für lockere Anlässe – Barcamps oder im privaten Rahmen – angemessen. Aber Sie können eine Brücke zu Ihrem Vor- oder Nachnamen bauen, etwa über die Herkunft und seine Bedeutung, oder bei schwierigen Fällen Ihren Namen buchstabieren (vielleicht, indem Sie jeden Buchstaben mit einer Ihrer Eigenschaften oder Ihrem Logistik-Job verbinden) oder gleich einen Spitznamen anbieten („Meist höre ich auch auf…“). Eventuell hören Sie auch einen regionentypischen Akzent in der Stimme Ihres Gegenübers, den Sie ebenfalls mit etwas verbinden. Dann können Sie auch dies thematisieren und haben gleich einen Gesprächseinstieg. Ebenfalls geeignet ist ein Vergleich mit Berühmtheiten aus Geschichte oder Popkultur. Oder Sie schließen gleich eine Frage an: „Ich bin übrigens… Nett, Sie kennenzulernen! Ist Ihnen auch aufgefallen, dass…“ Das vermeidet etwa einen Monolog.

Um positiv in Erinnerung zu bleiben, sind aber vor allem diese zwei Dinge unerlässlich: Halten Sie Blickkontakt und lächeln Sie – mit Mund und Augen sowie ohne Mundgeruch!

Noch viel ausführlicher hat Jochen Mai, Gründer und Chefredakteur von Karrierebibel.de, über das Thema „Vorstellen“ geschrieben, nachzulesen unter: https://karrierebibel.de/vorstellen/ Er sagt übrigens häufig „Mai wie April“, wenn er sich bekannt macht. Nützliche Tipps finden Sie auch hier: