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So riskieren Sie die Kündigung im Logistik-Job

Wenn sich kleine Vergehen häufen, können auch sie eine Kündigung auslösen. (Foto-Quelle: Fotolia)

Ein bisschen Druckerpapier mitgehen lassen, mal einen Tag krank machen: Eigentlich nur kleine Vergehen, oder? Vorsicht: Das kann Sie den Logistik-Job kosten.

 

Büroklammern, Druckerpapier, Ordner, Kugelschreiber: Firmeneigentum ist Firmeneigentum. Es einzustecken und zuhause privat zu nutzen, ist Diebstahl oder Unterschlagung und damit strafbar. Dabei kommt es nicht auf den Wert der Sachen an, sondern auf den Vertrauensverlust. Sie  erinnern sich vielleicht an die Kassiererin, die zwei liegengebliebene Pfandbons mit einem Wert von zusammen 1,30 EUR eingesteckt hat. In manchen Fällen wie etwa bei dieser Kassiererin ist sogar eine fristlose Kündigung möglich, ohne dass Sie zuvor eine Abmahnung erhalten.

Karriere-Expertin Maria Berentzen beschreibt in Kooperation mit monster.de und veröffentlicht unter anderem von Online-Dienst des Männermagazins GQ (https://www.gq-magazin.de/leben-als-mann/karriere/verhaltensweisen-kuendigung?xing_share=news), welches Verhalten noch zu einer Kündigung Ihres Logistik-Jobs führen kann:

 

1. Sie kommen ständig ein paar Minuten zu spät

Die wenigen Minuten, die Sie jeden Morgen nach den anderen ins Büro stürmen, sind zwar auf den Tag gerechnet nicht erheblich. Mit der Zeit summieren sie sich aber – und es kann den Betriebsablauf stören, wenn die anderen ständig auf Sie warten müssen. Für dieses Verhalten können Sie Ihren Job verlieren.

 

2. Sie stempeln nicht aus, wenn Sie kurz Pause machen

Die kurze Raucherpause stört doch niemanden? Irrtum: Auch dafür müssen Sie ausstempeln. Tun Sie das nicht, führt das in der Regel zwar nicht zu einer fristlosen Kündigung, kann aber Abmahnungen nach sich ziehen. Falls diese sich häufen, rückt eine Kündigung näher.

Anders sieht der Fall aus, wenn Sie gezielt manipulieren und zum Beispiel einen Kollegen überreden, dass er für Sie einstempelt. Das gibt richtig Ärger – und kann zu einer fristlosen Entlassung führen.

 

3. Sie entscheiden selbst, wann Sie Urlaub brauchen

Ihr Kumpel hat diese tolle Reise gewonnen und Sie möchten unbedingt mit? Vielleicht bekommen Sie dafür spontan Urlaub – eventuell klappt das aber nicht, weil im Unternehmen gerade richtig viel zu tun ist. Falls Sie dann eigenmächtig entscheiden, den Urlaub trotzdem anzutreten und einfach nicht zur Arbeit kommen, können Sie Ihre Stelle verlieren – und zwar fristlos.

 

4. Sie sind krankgeschrieben und ziehen durch die Kneipen

Wer krankgeschrieben ist, der braucht nicht zwingend zu Hause im Bett zu liegen. Sie müssen in der Regel sogar vor die Tür, um zum Arzt zu gehen, Medikamente abzuholen oder um Lebensmittel zu besorgen. Auch gegen einen Spaziergang spricht in der Regel nichts. Wenn Sie sich den Arm verstaucht haben, dürfen Sie durchaus ins Kino gehen.

Der Grundsatz lautet, dass Sie nichts tun dürfen, was Ihrer Genesung schaden könnte. Werden Sie mit einer Grippe bei einer nächtlichen Kneipentour erwischt oder arbeiten mit einem Bandscheibenvorfall auf der Baustelle Ihres Bruders, dann sieht das nicht gut für Sie aus. Da droht mindestens eine Abmahnung, im Zweifel auch eine Kündigung.

 

5. Sie werden beim Mobbing erwischt

In nahezu jedem Unternehmen wird gelästert. Bleiben Sie gerne über die aktuellen Gerüchte auf dem Laufenden – aber bringen Sie selbst keine in Umlauf. Noch blöder sieht es für Sie aus, wenn Sie gezielt Arbeitskollegen mobben. Das ist nicht immer leicht nachzuweisen, aber in schweren Fällen droht Ihnen dafür sogar eine fristlose Kündigung.

 

6. Sie begehen sexuelle Belästigung

Es versteht sich eigentlich von selbst, dass anzügliche Sprüche und vermeintlich zufälliger Körperkontakt nicht in Ordnung sind und am Arbeitsplatz erst recht nichts zu suchen haben. Dafür können Sie definitiv Ihren Job verlieren. Das kann nach einem Urteil des Arbeitsgerichts Hamm übrigens auch dann passieren, wenn Sie in Ihrer Arbeitszeit Pornos herunterladen.

 

7. Sie trinken Alkohol bei der Arbeit

Alkohol und andere Drogen sind bei der Arbeit streng verboten. Wie gravierend ein Verstoß ist, hängt vom Einzelfall ab. Unter Umständen können Sie Ihren Job aber bereits verlieren, wenn Sie morgens mit Ihren Kollegen mit Sekt auf einen Erfolg anstoßen. Kommen Sie regelmäßig betrunken zur Arbeit oder verstecken Alkohol unter Ihrem Schreibtisch, sieht es noch schlechter für Sie aus. Das gilt erst recht dann, wenn Sie bei der Arbeit schwere Maschinen bedienen oder mit einem Fahrzeug unterwegs sind.

 

8. Sie sind ständig krank

Viele Menschen glauben, dass Krankheit vor einer Kündigung schützt. Das stimmt so aber nicht: Wenn Sie chronisch krank sind oder immer wieder für kurze Zeit ausfallen, dann können Sie dafür Ihren Job verlieren – auch dann, wenn Sie gerade arbeitsunfähig sind.

Für eine Kündigung wegen Krankheit müssen Sie aber im Kalenderjahr mindestens sechs Wochen krank gewesen sein. Diese sechs Wochen müssen nicht am Stück angefallen sein, sondern können sich durchaus über mehrere kurze Krankschreibungen summieren. Entscheidend ist, dass die Prognose schlecht ist und es so aussieht, als würden Sie auch in Zukunft immer wieder einmal für längere Zeit ausfallen.