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So entlarven Sie unfähige Führungspersönlichkeiten – und entdecken gute Chefs


Logistikjob Anweisungen Chefsprueche
Kein Chef ist perfekt, aber kollegialer Teamgeist hilft in jedem Fall.

Ob ein Vorgesetzter einen guten oder schlechten Job macht, lässt sich oft an seinen Bemerkungen und Anweisungen ablesen. Hier einige negative Beispiele – und positive.

Den perfekten Chef gibt es wahrscheinlich nicht. Trotzdem sollte Ihr Vorgesetzter nicht allzu viele der in diesem Kapitel genannten Eigenschaften haben oder von den aufgelisteten Floskeln verwenden. Wenn doch, ist Vorsicht geboten. Versuchen Sie, vorhandene Probleme mit Ihren Kollegen zu besprechen und treten Sie dem Chef gegenüber als kollegiale Gemeinschaft auf. So wird es für Vorgesetzte beispielsweise schwieriger, einzelne Mitarbeiter zur Schau zu stellen.

 An diesen Sätzen erkennen Sie einen schlechten Chef

Hilfreiche, ermutigende oder Vertrauen ausdrückende Sätze hört man von schlechten Chefs im Logistik-Job selten. Dagegen schaffen sie es, Mitarbeitern jegliche Motivation und den Wunsch nach eigener Verantwortung zu nehmen. Bei ihnen überwiegen eher die folgenden Bemerkungen.

  • „Das war keine Bitte, sondern eine Anweisung.“
    Hier sind weder Diskussion noch eigenes Denken erwünscht. Der Vorgesetzte spielt seine Macht aus. Oder widersetzt sich der Arbeitnehmer regelmäßig seinen Pflichten?
  • „Sie werden hier nicht fürs Denken bezahlt.“
    Doch, auch dafür. Schließlich lassen sich Prozesse nur verbessern, wenn sie überdacht oder auch einmal in Frage gestellt werden. Ideen zeigen zudem das Interesse von Mitarbeitern an ihrer Arbeit. Ist aber nicht erwünscht.
  • „Das haben wir schon immer so gemacht.“
    Heißt nicht, dass es nicht besser geht. Entweder der Vorgesetzte hat keine Lust, sich auseinanderzusetzen, oder er hat nicht das Know-how, den neuen Vorschlag beurteilen zu können.
  • „Ich brauche Ihre Hilfe nicht.“
    Schade. So vergibt man Chancen, von den guten Ideen anderer zu profitieren. Und Chancen zur Entlastung / Delegation.
  • „Wer hat Ihnen das erlaubt?“
    Hierarchische Strukturen werden betont, Verantwortung nicht abgegeben. Vertrauen des Vorgesetzten in den Mitarbeiter ist nicht vorhanden. Hat er es denn verdient oder etwa schon missbraucht?
  • „Machen Sie das jetzt sofort.“
    Gerechtfertigt im Notfall. Sonst aber unterbricht diese Anweisung den gerade laufenden Arbeitsprozess. Prioritäten sollten klar geregelt sein. Oder kam die Anweisung schon mehrfach und wurde bisher ignoriert?
  • „Machen Sie bloß keinen Fehler!“
    Mehr Druck auf Mitarbeiter geht kaum.
  • „Ich will von Problemen nichts wissen.“
    Dann wird das Projekt wohl gegen die Wand gefahren. Chefs sind dazu da, um über Probleme informiert zu werden und an ihren Lösungen mitzuarbeiten. Oder ist das Problem eine Ausrede, um eine unangenehme Aufgabe nicht angehen zu müssen?
  • „Das ist nicht mein Problem.“
    Wenn Mitarbeiter nicht weiterwissen, ist es die Aufgabe der Führungskraft, zuzuhören und weiterzuhelfen. Chefs müssen ihre Mitarbeiter befähigen, Herausforderungen auch zu meistern.
  • „Das klingt nach einem persönlichen Problem.“
    Sagt dem Mitarbeiter, dass er seine Schwierigkeiten nicht an seinen Vorgesetzten herantragen darf. Vertrauen wird enttäuscht und Hilfe verweigert – die aber beispielsweise bei einem Alkoholproblem zu den Pflichten des Vorgesetzten gehört.
  • „Ich bin gerade zu beschäftigt, um mich zu kümmern.”
    Kann sein. Doch wenn es nicht wichtig wäre, würde der Chef nicht gestört. Erst zuhören, dann abwägen ob sofort etwas und wenn ja, was zu tun ist. Wenn es tatsächlich nicht dringend ist, sollte ein separater Termin vereinbart werden.
  • „Sie können froh sein, überhaupt einen Job zu haben.“
    Beleidigend und demotivierend. Keine angemessene Reaktion auf eine Beschwerde. Mit Blick auf den aktuellen Arbeitsmarkt ist diese Aussage doppelt tragisch, denn in vielen Bereichen können sich Arbeitnehmer, die gut qualifiziert sind, gerade aus mehreren Stellen das Beste heraussuchen.
  • „Ihren Job möchte ich haben. Da hätte ich weniger Sorgen.”
    Verantwortung für andere zu tragen kann eine große Herausforderung sein. Das bedeutet aber nicht, dass die Arbeit der Mitarbeiter nicht genauso fordernd sein kann. Der Satz deutet an, dass der Vorgesetzte der Meinung ist, sein Mitarbeiter hätte ein leichtes Leben und leiste nicht viel.
  • „Wenn Sie die Arbeit nicht machen wollen, finde ich jemand anderen.“
    Die Frage, warum der Mitarbeiter die Arbeit nicht machen will, ist angebracht. Und die, ob die Arbeit zu seinem Logistik-Job gehört.

Allerdings sollte auch der Arbeitnehmer hinterfragen, warum sein Chef so reagiert. Haben Sie Anlass zu Unmut gegeben? Suchen Sie das Gespräch, räumen Sie Missverständnisse aus. Weitere Erläuterungen finden Sie hier und hier.

Eigenschaften schlechter Vorgesetzter

Welche Eigenschaften bei Chefs zu den schlechten gehören, ist manchmal nicht auf den ersten Blick zu erkennen. Andere können Sie bereits aus den in Kapitel 1 erwähnten Äußerungen ableiten. Hier ein paar deutliche Hinweise.

Schema F gilt – kreative Vorschläge sind nicht erwünscht.
Innovative Ideen und Konzepte haben hier keine Chance.

Unfreundlich und herablassend.
Soziale Kompetenz fehlt.

Über alle Zweifel erhaben
Schlechte Chefs stehen nicht zu ihren Fehlern.

Suche nach einem Sündenbock
Einerseits, um von eigenen Fehlern abzulenken, andererseits um zu zeigen, wie hart der Vorgesetzte durchgreift, wenn in seiner Abteilung ein Fehler auftritt – statt zu überlegen, wie man aufgetretene Probleme künftig vermeiden könnte.

Keine Unterstützung von Kollegen, die Mobbing ausgesetzt sind.
Solche Chefs trauen sich nicht oder halten sich an die Methode „Survival oft he fittest“ – auch, wenn dadurch das eigene Team geschwächt wird.

Generell kein Interesse an Mitarbeitern
Probleme der Mitarbeiter finden bei ihnen kein Gehör. So wird die Leistungsfähigkeit des Teams geschwächt.

Entscheidungen werden nicht erklärt
Keine Transparenz und Nachvollziehbarkeit von Entscheidungen. Dann entwickeln Mitarbeiter ihre eigene Wahrheit – und wenden sich ab. Selbst unpopuläre Entscheidungen kann man erklären. Wenn man will.

Übertriebene Kontrolle
Schlechte Chefs schenken ihren Mitarbeitern keinerlei Vertrauen. So werden Mitarbeiter gegängelt und lernen zudem nicht, Verantwortung zu übernehmen.

Kein Feedback zu getaner Arbeit
Viele Mitarbeiter haben Angst vor negativem Feedback vom Chef. Schlimmer als schlechtes Feedback ist es jedoch, überhaupt kein Feedback zu erhalten. Aus Fehlern kann man schließlich lernen. Kein Feedback drückt Gleichgültigkeit aus. Keine Wertschätzung begünstigt aber, dass sich Arbeitnehmer vom Unternehmen abwenden.

Manches Problem lässt sich in der Teamgemeinschaft lösen. Das fördert sowohl das Zusammengehörigkeitsgefühl als auch die Macht gegenüber dem Vorgesetzten. Und warum nicht die nächste Ebene überspringen und sich an den Chef des Vorgesetzten wenden? Dies gelingt am ehesten im Team. Noch mehr zu diesem Thema finden sie hier.

Motivierende Eigenschaften guter Führungskräfte

Generell gilt: Vorgesetzte, die die in Kapitel 2 genannten Eigenschaften nicht haben, machen ihre Sache wahrscheinlich gut. Besonders kommt es darauf an, dass

  • die Arbeitsatmosphäre positiv ist.
    Offenheit, Ehrlichkeit, Vertrauen, Anerkennung – vier Dinge, die die Atmosphäre bestimmen sollten. Wer sich wohlfühlt, kommt gern zur Arbeit und leistet mehr.
  • Mitarbeiter gezielt gefördert werden.
    Wer durch regelmäßige Mitarbeitergespräche und genaue Beobachtung weiß, was seine Mitarbeiter leisten, leisten können und leisten wollen, kann sie ihren Fähigkeiten entsprechend fordern sowie fördern und sie so dabei unterstützen, ihre Ziele zu erreichen.
  • Mitarbeiter gelobt werden.
    Wer weiß, was wer leistet, kann gezielt loben – und sollte dies regelmäßig tun. Das motiviert nicht nur den gelobten Mitarbeiter, sondern auch seine Kollegen.
  • neue Ideen willkommen sind.
    Gute Chefs hören zu, diskutieren Verbesserungsvorschläge in der Gruppe und im Vorgesetztenkreis und lassen gute Ideen schnellstmöglich in passende Projekte einfließen.
  • ein Chef seinen Mitarbeitern vertraut.
    Das zeigt er beispielsweise, indem er Aufgaben delegiert. Das fördert Eigenverantwortlichkeit und Teamgefühl.
  • ein Chef Fehler zugibt.
    Niemand ist perfekt. Schwächen einzugestehen, macht menschlich und glaubwürdig.

Mehr dazu hier.

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