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Personalkosten treiben Stückgutpreise nach oben

Stückgutpreise steigen weiter. Der Grund: Personalkosten. (Foto-Quelle: Fotolia)

Sie sind der größte Kostenblock in der Stückgutabwicklung und am stärksten gestiegen: die Personalkosten. Grund: Personalmangel.

Gut die Hälfte der Kosten, die in der Stückgutlogistik pro Sendung entstehen, gehen auf das Personal zurück: 50,4 Prozent. Entsprechend entfällt mit 5,1 Prozent der größte Teil der im ersten Halbjahr 2018 gegenüber dem ersten Halbjahr 2017 um 6,6 Prozent gestiegenen Preise für Stückguttransporte auf diese Kosten. Solo betrachtet haben sich die Personalkosten in den ersten sechs Monaten 2018 gegenüber dem Vergleichszeitraum im vergangenen Jahr um 10,3 Prozent erhöht. Diese Werte gehen aus dem Mitte September veröffentlichten „Kostenindex Sammelgutspedition“ des Deutschen Speditions- und Logistikverbands (DSLV) hervor, der regelmäßig bei führenden deutschen Stückgutnetzen ermittelt wird.

Vor allem der Fahrermangel sowohl im Fern- als auch im regionalen Verteilerverkehr, aber auch der allgemeine Fachkräftemangel wirken sich spürbar auf die Kosten aus. Dies war bereits in den beiden zuvor veröffentlichten Indizes zu beobachten: https://www.birdiematch.de/logistik-news/spedition-st%C3%BCckgutkosten-gestiegen .  

Deutlich verhaltener hat sich die zweite große Kostenposition entwickelt: Für Sachaufwendungen (Anteil: 35,6 Prozent) mussten die Unternehmen durchschnittlich 2,9 Prozent mehr ausgeben. Um 2,5 Prozent gestiegen sind die Treibstoffkosten (Anteil: 10,9 Prozent), für Mautzahlungen (Anteil: 3,1 Prozent) mussten 2,1 Prozent mehr aufgewendet werden. Dies wird darauf zurückgeführt, dass im Nahverkehr effizientere 12- und 18-t-LKW zunehmend die mautbefreiten 7,5-Tonner ablösen. Der mit diesen kleineren Fahrzeugen zugestellte Sendungsanteil liegt inzwischen unter 10 Prozent.

Einen deutlichen Anstieg der Mautkosten erwarten die Spediteure für die kommenden beiden Berichtshalbjahre: zum einen durch die zum 1. Juli bereits vorgenommene Ausweitung auf alle Bundesstraßen, zum anderen aufgrund der geplanten Anhebung der Mautsätze zum 1. Januar 2019.

Als Benchmark für den Stückgutmarkt wird der "Kostenindex Sammelgutspedition" im Auftrag des DSLV in Halbjahresabständen durch das Steinbeis Beratungszentrum Forwarding and Logistics Center (Forlogic) erstellt. An der Erhebung beteiligen sich 90 Depots der Stückgutnetze der Speditionen und Speditionskooperationen 24plus, CargoLine, Emons, Honold, IDS, ILN, Online Systemlogistik, Schenker Deutschland, VTL und Zufall.