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Transport und Logistik: Fahrermangel vor allem im Nahverkehr

Die Zahl der offenen Stellen für Berufskraftfahrer wird weiter steigen. (Foto-Quelle: Fotolia)

Ob Lokführer oder LKW-Fahrer: Das Problem namens Fachkräftemangel für Stellen in der Logistik wächst mit jedem Fahrer, der in den Ruhestand geht – und verschärft sich: Zwei Drittel der heutigen LKW-Fahrer gehen in den nächsten 15 Jahren in Rente. Bereits in den vergangenen fünf Jahren ist die Zahl der offenen Stellen für Berufskraftfahrer bundesweit um 44 % auf knapp 16 000 im Juni 2016 gestiegen. Gleichzeitig ist die Zahl der Arbeitslosen und Arbeitssuchenden für diese Stellen um rund 30 % zurückgegangen, die Zahl der Auszubildenden sinkt ebenfalls. Einerseits ist der Job unbeliebter, andererseits fehlt die Bundeswehr als Ausbilder.

Den Anreiz einer guten Bezahlung gibt es nicht. Durch die Liberalisierung des Transportmarkts drängen sowohl vornehmlich osteuropäische Unternehmen als auch Arbeitnehmer aus diesen Ländern auf den Markt. Andererseits sorgen diese Arbeitnehmer dafür, dass die Rückgänge bei deutschen Beschäftigten bisher durch Zugänge ausländischer Beschäftigter kompensiert werden. Darauf lassen Daten des Bundesamts für Güterverkehr (BAG) schließen. Dies gilt vor allem für grenzüberschreitende Transporte. Im Nahverkehr dagegen sieht die Situation anders aus, geht aus einer aktuellen Studie der Dekra hervor.