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Unternehmensgröße sollte bei Jobwahl nicht entscheiden

Interessante Neuigkeiten zur Unternehmensgröße (Quelle: Fotolia)

BirdieMatch bietet kleinen und mittelständischen Unternehmen Möglichkeiten, mit ihren Vorteilen bei Bewerbern zu punkten.

Es ist lange bekannt: Die Transport- und Logistikbranche ist nicht die erste Wahl bei Studierenden, wenn es um ihre Karriere nach dem Bachelor oder Master geht. Das geht sowohl aus einer aktuellen Umfrage des Trendence Instituts hervor als auch aus der Studienreihe „Fachkraft 2030“ von Maastricht University und Studitemps. In der Untersuchung des Berliner Beratungs- und Marktforschungsunternehmens erreicht die Branche Rang 11 von 14. Angeführt wird die Branchenwahl von der Automobilindustrie. In der Studienreihe erreicht Logistik & Verkehr als Branche Rang 8 von 12. Auch hier führt die Automobilindustrie.

KMU der Logistikbranche sind oft nicht bekannt

Hinzu kommt, dass kleine und mittelständische Unternehmen (KMU) es schwer haben, von Bewerbern überhaupt wahrgenommen zu werden. Darauf wies unter anderem Tim Meyer, Account Manager bei Panalpina in Hamburg, auf einer Veranstaltung der Regionalgruppe Hamburg der Bundesvereinigung Logistik (BVL) Mitte Mai 2017 hin. Seiner Meinung nach müssen KMU im Vergleich zu etablierten Konzernen viel mehr leisten, um adäquate Mitarbeiter zu bekommen. Dies betreffe einerseits finanzielle Aspekte, andererseits aber auch das Employer Branding.

Vorzüge von KMU bleiben auf der Strecke

Andere Teilnehmer des Treffens zum Thema „Recruiting 2.0“ stimmten ihm zu und fragten: Wie können kleine Unternehmen und Mittelständler ihre Vorzüge wie etwa flache Hierarchien, Teilzeitmodelle und ähnliches bekannt machen und zudem nicht gleich aufgrund ihrer Größe oder geringeren Bekanntheit im Markt von den Bewerbern aussortiert werden?

BirdieMatch bietet Ausweg für KMU

Bernd Vögele und Josef Schindler, beide Geschäftsführer des Job-Matching-Portals für die Transport- und Logistikbranche, BirdieMatch, stellten dem Publikum eine Lösung vor:

  1. Auf ihrem Portal geht nicht vorrangig um Unternehmensnamen. Jeder Mandant kann seine Jobangebote anonym einstellen.
  2. Bei BirdieMatch geht es vielmehr um attraktive Angebote, die zu den Fähigkeiten, Erfahrungen und Wünschen der Kandidaten passen und in denen auch auf besondere Vorteile wie flexible Arbeitszeiten, die Möglichkeit von Sabbaticals, den Kindergarten um die Ecke und ähnliches hingewiesen werden kann.
  3. Bei BirdieMatch ist Passgenauigkeit gefragt. Wer als Kandidat angibt, was ihm wichtig ist, erhält Angebote, die diese Aspekte berücksichtigen.
  4. Auch wenn nur wenige Bewerber bisher von selbst die Internetseiten kleinerer Unternehmen nach interessanten Jobs durchsucht haben: BirdieMatch bietet die Möglichkeit, passende Kandidaten zu finden, die genau mit der ausgeschriebenen Stelle matchen und das jeweilige zusätzliche Angebot zu schätzen wissen. Und zwar für alle Arten von Unternehmen, da Name und Größe nicht im Vordergrund stehen.

So können Mandanten den Vorurteilen der Bewerber bezüglich Größe, Bekanntheit und Lage mit attraktiven Angeboten entgegentreten.

Dazu kommt: Unternehmen müssen heute mehr bieten als sichere Arbeitsplätze. Denn – so äußerte es Andrea Nahles bereits 2014 als damalige Bundesarbeitsministerin in einer Pressemitteilung bezüglich des Fortschrittsberichts zum Fachkräftekonzept der Bundesregierung – „die Fachkräftesicherung wird zunehmend über gute Arbeitsbedingungen entschieden.“ Im Fortschrittsbericht selbst wird die „Schaffung guter, gesunder sowie motivierender Arbeitsbedingungen“ als zentrale Grundlage für die Fachkräftesicherung formuliert.

Qualität statt Quantität

Die Idee, Kandidaten und Unternehmen nur jeweils einige, dafür aber passgenaue Angebote zu machen, unterstreicht laut Vögele die hohe Qualität des BirdieMatching-Prinzips. So können Traumkandidat und Traumjob zueinander finden – noch dazu direkt, mit wenig Zeitaufwand und kostengünstig. Niemandem nutzen lange Job- oder Kandidatenlisten, deren Angebote einzeln angeklickt und durchgesehen werden müssen, nur um festzustellen, dass wichtige Kriterien eben doch nicht erfüllt werden, ist Schindler überzeugt.

Vorteile betonen

Kleinere Firmen sind laut Vögele gegenüber größeren bei der Personalsuche nicht benachteiligt, sobald sie wahrgenommen werden: Abgesehen von passgenauen Angeboten, sollten sie folgende Vorteile betonen:

  • Es geht dort häufig noch persönlicher zu.
  • Die Hierarchien sind dort oft flacher.
  • Verantwortungsvolle Aufgaben werden schneller erreicht. und machen interessante Aufgaben schneller möglich.

Vor allem sei entscheidend, dass der Bewerber von seiner Persönlichkeit her zum Unternehmen passt – dies könne bei großen ebenso gut möglich sein wie bei kleineren Firmen.

Studie zeigt: Nicht alle Logistikriesen sind beliebt

Übrigens sind auch die Branchenriesen wie Deutsche Bahn und Deutsche Post für Studierende nicht die beliebtesten Arbeitgeber in der Logistik. Nur 29 bzw. 30 Prozent aller Studenten können sich vorstellen, künftig dort zu arbeiten. Das geht aus der aktuellen Befragung zur Studienreihe „Fachkraft 2030“ hervor, die seit September 2012 zwei Mal pro Jahr in wissenschaftlicher Kooperation von Studitemps und dem Department of Labour Economics der Maastricht University durchgeführt wird. Dabei werden jeweils mehr als 20 000 Studierende diverser Fachrichtungen befragt. Über deutlich mehr Zustimmung können sich Lufthansa Cargo, DB Schenker und Kühne & Nagel freuen, die für jeweils mehr als 40 % der Befragten als Arbeitgeber interessant sind. Dachser erreicht unter den Top-7-Unternehmen der Logistik Rang 4 mit 33 Prozent, die HHLA bildet das Schlusslicht mit nur 20 Prozent Interesse.

34 Prozent der Studenten bemängeln bei den Logistikern im Branchenvergleich Organisation und Führungsstil, das sind mehr als bei anderen Branchen. Als schlecht wird von 47 Prozent die Präsenz in den sozialen Medien wahrgenommen. 39 Prozent sind überzeugt, dass in Transport- und Logistikunternehmen Work-Life-Modelle fehlen. Entsprechend bewerten 57 Prozent die Freizeit- und Sportangebote als schlecht. Bei Familienfreundlichkeit, Chancengleichheit / Diversity, internationalem Profil und Aufstiegsmöglichkeiten unterscheidet sich die Einschätzung nicht von der der meisten anderen Branchen. Lediglich die Nachhaltigkeit der Transport- und Logistikunternehmen wird mit 66 Prozent Zustimmung höher bewertet als in anderen Branchen. Die gesamte aktuelle Studie finden Sie hier: https://studitemps.de/wp-content/uploads/2018/07/2017_Studie_Fachkraft2020.pdf

Punkten mit Nachhaltigkeit

Nachhaltigkeit: Sicher ein Thema, mit dem man auch bei branchenfremden, aber hoch qualifizierten Studenten punkten kann. Warum also nicht auch mit Nachhaltigkeitsaspekten in den Stellenausschreibungen auf BirdieMatch für sich werben?