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Warum Logistiker für Jobs mehr Profil zeigen müssen

Der Schlüssel zum persönlichen Erfolg: Echtes Profil zeigen (Quelle: Fotolia)

Sichere Jobs, tolle Karriereperspektiven: Kaum eine Branche bietet so gute Berufsaussichten wie die Logistik. Und dennoch sind 51.937 Jobs (BA, Dezember 2016) in Deutschlands drittgrößtem Wirtschaftsbereich unbesetzt. Das Problem liegt nicht allein in der mangelnden Branchenattraktivität, die schwer wiegt. Ursache ist auch, dass Unternehmen und Kandidaten, die perfekt zueinander passen würden, nicht zusammenfinden.

 

Wer Herzen gewinnen will, zeigt sich von seiner besten Seite. Das fällt vielen Unternehmen in der Logistik schwer. Denn die konservative Zurückhaltung, die Dienstleistern in dieser Branche zu eigen ist, produziert im Werben um die besten Talente oftmals Plattitüden. Wer bitte soll sich auf „anspruchsvolle Aufgaben mit Gestaltungsspielraum“ bewerben? Wen interessieren die „üblichen Sozialleistungen“? Wer springt auf „leistungsgerechte Entlohnung“ an? Selbst der Dienstwagen – „auch zur Privatnutzung“ – zieht heute nicht mehr unbedingt.

 

Die Steigerung der Arbeitgeberattraktivität und das damit verbundene Employer Branding werden zum Rohrkrepierer, wenn es nicht gelingt, den Nerv potenzieller Jobkandidaten zu treffen. Das Problem dabei: Es gibt keine allgemeingültigen Attraktivitätsfaktoren. Jeder Bewerber entscheidet sich nach persönlichen Auswahlkriterien für oder gegen einen Job. Hat der Kandidat gerade Nachwuchs bekommen oder ein Haus gebaut, wird seine Bereitschaft nach Mobilität eingeschränkt sein. Spricht er fünf Sprachen, wird er nach einer Firma mit internationaler Ausrichtung suchen. Hat er ein berufsbegleitendes Studium angefangen, spielt flexible Arbeitszeit eine Rolle.

 

Fach- und Führungspersönlichkeiten in der Logistik, die sich nach den ersten Schritten im Berufsleben weiterentwickeln wollen, haben sehr differenzierte Vorstellungen von einem Job in der Logistik, der den eigenen Wünschen und Zielen in der aktuellen Lebensphase optimal entspricht. Doch wie findet man die übereinstimmenden Kriterien, die für eine erfolgreiche Stellenbesetzung von Bedeutung sind?

 

Herkömmliche Stellenanzeigen bieten nicht die Gelegenheit, dass es zwischen Bewerbern und Arbeitgebern funkt. Denn sie sind eindimensional. Sie feuern die Koordinaten der aktuellen Stellenbeschreibung so beliebig ab wie einen Befehl beim Schiffe versenken. Ein relativ aussichtsloses Manöver. Denn selbst wenn ein Kandidat gefunden ist, bleibt eine Frage, die sich erst mittelfristig beantworten lässt: Passt das?

 

Viel mehr als die oben beschriebenen, vermeintlichen Attraktivitätsfaktoren eines Jobangebots zählt heute mehr denn je das Matching von Unternehmens- und Persönlichkeitsprofilen. Treffen sich die Talente und beruflichen Fähigkeiten des Bewerbers mit den angebotenen Aufgaben und Anforderungen?

Passen persönliche Wertvorstellungen und Unternehmenskultur zusammen? Bietet die Firma zum Beispiel einen Kinderhort, ein betriebliches Gesundheitsmanagement, flexible Arbeitszeiten oder die Möglichkeit eines Sabbaticals?

 

Bleiben Fragen nach den sofort erkennbaren Mehrwerten eines Jobangebotes für potenzielle Kandidaten unbeantwortet, wird die Kandidatensuche für Personalleiter schnell zur unendlichen Geschichte.

 

Leichter haben es Unternehmen, die ihre Attraktivitätsfaktoren möglichst konkret und vollumfänglich herausstellen. Eine Bühne dafür bietet heute das Internet. Neben der Möglichkeit, sich über das unternehmenseigene Karriereportal von seiner besten Arbeitgeberseite zu zeigen und Kandidaten direkt anzusprechen, können sich Jobsuchende und Jobanbieter auch auf dem neutralen Boden eines firmenunabhängigen Portals treffen wie sie vergleichsweise Online-Partnervermittlungen betreiben. Der Vorteil solcher Matching-Plattformen liegt darin, dass Wünsche und Erwartungshaltungen von beiden Seiten im Vorfeld des persönlichen Kontakts „virtuell“ abgeklopft werden können.

 

Ein anderer Weg ist, sein Arbeitgebergesicht zur Unternehmensmarke zu machen und öffentlichkeitswirksam Profil zu zeigen. Wenn die CEO´s aus dem Silicon Valley der Welt ihre IT-Innovationen im T-Shirt oder Kapuzenpulli präsentieren, steckt dahinter sicherlich nicht nur reine Bequemlichkeit, sondern auch ein Selbstverständnis: Seht her, so locker ziehen wir an der Konkurrenz vorbei. Also, liebe Logistiker: Nutzen Sie die Chance, sich 2017 von Ihrer ganz persönlichen Seite zu zeigen. Wenn es zu Ihnen passt, gerne auch ohne Krawatte.