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Warum der Weihnachtsmann seinen Logistik-Job fliegend erledigt

Ho ho ho – viele Weihnachtsartikel kommen mit dem Flugzeug an. (Fotoquelle: Fotolia)

Gerade zu Weihnachten sind sie äußerst beliebt: technische Geräte und Schmuck. Ein Grund, warum es dem Segment Luftfracht in der Logistik so gut geht.

Das Statistische Bundesamt in Wiesbaden hat eine aktuelle Auswertung der Außenhandelszahlen 2016 veröffentlicht: Mit Flugzeugen werden jedes Jahr Außenhandelswaren im Wert von weit über 200 Mrd. EUR importiert und exportiert.

Vor allem elektrotechnische Waren, Maschinen, optische Geräte sowie Pharma- und Chemieprodukte werden nach Deutschland ein- (94 Mrd. EUR) und von hier aus ausgeflogen (142 Mrd. EUR). Schmuck kommt für 5,3 Mrd. EUR per Flugzeug ins Land, aber verlässt Deutschland im Wert von 2,9 Mrd. EUR auch wieder als Luftfracht. Die wichtigsten Empfängerländer sind dabei die USA und China, gefolgt von Japan, Südkorea, Taiwan und Indien. Beim Import aus Übersee führen ebenfalls die USA und China, gefolgt von Japan, Taiwan und Malaysia.

Gemessen an der Warenmenge ist der Anteil der Luftfracht am gesamten Außenhandel gering: Beim Export von Deutschland nach Übersee wurden 2016 nur drei Prozent der Güter mit dem Flugzeug transportiert. Bei den Importen aus Übersee nach Deutschland war es sogar nur knapp ein Prozent. Der wertmäßige Anteil hingegen ist wesentlich größer: Bei den Exporten aus Übersee beträgt der Anteil der per Luftfracht transportierten Waren 29,7 Prozent, bei den Importen 28,0 Prozent.

Wie hochwertig die per Luftfracht transportierten Güter sind, zeigt sich auch im Vergleich mit anderen Verkehrsträgern: Laut Statistischem Bundesamt lag der Wert einer Tonne Luftfracht im Jahr 2016 durchschnittlich bei 80.250 EUR. Zum Vergleich: Eine beförderte Tonne im Seeverkehr war im Schnitt nur 1932 EUR wert. Jede Tonne, die per LKW befördert wurde, brachte es auf im Schnitt 1844 EUR, in der Bahnfracht auf 1278 EUR. Noch mehr Zahlen unter: https://www.bdl.aero/de/veroffentlichungen/luftfahrt-aktuell/luftfahrt-aktuell-10/#

Wertvoll wie Schmuck und neueste Smartphones, zeit- und temperatursensibel wie Blumen und online bestellte Festtagsoutfits sind die Güter, für die bevorzugt die Luftfracht genutzt wird. Darum ist der Weihnachtsmann in seinem Logistik-Job als KEP-Dienstleister mit fliegendem Schlitten unterwegs. Klar, oder?