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Wie sich Personalarbeit in der Logistik entwickeln muss – einige Logistiker wissen, wie es geht.

Auch für Logistik-Unternehmen gilt: Personalbereich stärken um Mitarbeiter zu halten. (Foto-Quelle: Fotolia)

Wie mit der Suche nach Fachkräften für Stellen in der Logistik und dem schlechten Image der Branche umgehen? Strategien erfolgreicher Personalarbeit hat die Studie „Handlungsfelder der Personalarbeit in der Logistik“ identifiziert und beschrieben, die bereits im Juni 2016 erschienen ist. Die Untersuchung der Frankfurt University of Applied Sciences hat bisher nicht an Aktualität eingebüßt.

Wir wollen hier aber nicht über Personalmangel und andere Herausforderungen schreiben, sondern über die Instrumente der Unternehmen, die diese Probleme nicht haben:

Die häufig kleinen Unternehmen haben ihren Sitz in einem intensiven Wettbewerbsumfeld, sehr oft in Großstädten mit mehr als 700 000 Einwohnern. Sie können ihre Mitarbeiter langfristig an sich binden und sind mit deren Fertigkeiten zufrieden. Seltener als die Gesamtstichprobe ausweist, investieren Sie in Infrastruktur oder teure Extras für die Fachkräfte. Sie konzentrieren sich auf Verbesserung der täglichen Arbeitsbedingungen, indem sie Sozialräume gut ausstatten, eine Kantine oder Jobtickets finanzieren. Öfter als die Gesamtstichprobe bieten sie vielfältige Karrieremöglichkeiten, Familienförderprogramme und Geldzuschüsse. Bei den Benchmark-Firmen verdient niemand unter Tarif, aber auch niemand weit über dem Tarifniveau. Die durchschnittlichen Arbeitszeiten betragen bei diesen Firmen weniger als bei der Gesamtstichprobe: zwischen 36 und 40 Stunden pro Woche. In 90 % der Fälle bekommen dort die Fachkräfte die tarifliche Anzahl an Urlaubstagen.

Personalbereich stärken

Die Personalabteilung wird in Best-Practise-Unternehmen als interner Dienstleister betrachtet. Sie arbeitet entweder ohne eine besondere Strategie oder mit einer, die im Betrieb gemeinsam ausgearbeitet wurde. Bei 80 % der Benchmark-Unternehmen beschäftigt sich diese Abteilung mit Mitarbeiterbindung. Das Thema Digitalisierung zeigt diesen Unternehmen die Notwendigkeit einer zukunfts- und marktorientierten Qualifikation ihrer Fachkräfte.

Letztendlich zeigt die Studie, dass sich Personalpolitik an den Bedürfnissen der Mitarbeiter orientieren muss, um diese im Unternehmen zu halten und neue hinzuzugewinnen. Dafür müssen diese Wünsche bekannt sein, eine Strategie entwickelt und die Personalabteilungen gestärkt werden. Ebenso sind die Unternehmensbedürfnisse – etwa die Weiterbildung der Mitarbeiter im Bereich Digitalisierung zu berücksichtigen.

Wichtig hierbei: die Fachkräfte für Schulungen trotz Termindruck freizustellen. Das Image der Branche scheint die Benchmark-Unternehmen nicht zu beeinflussen. Sie punkten mit dem Image Ihres Unternehmens, der Stärke der eigenen Marke, bei der Besetzung von Logistik Jobs.

Befragt wurden Personalverantwortliche in Betrieben der Logistikbranche und sonstigen Logistik betreibenden Unternehmen. Mehr zur Studie: http://www.demografienetzwerk-frm.de/ressources/2016/07/20160615_Studienbericht_Handlungsfelder-der-Personalarbeit-in-der-Logistik.pdf