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Zu Tisch, bitte! – Logistiker wissen sich zu benehmen

Für Geschäftsessen gibt es klare Benimmregeln, an die es sich zu halten gilt. (Foto-Quelle: Fotolia)

Keine Frage: Die Chance, bei einem Geschäftsessen in ein Knigge-Fettnäpfchen zu treten, ist besonders groß. Wie fit Sie in gesellschaftlichen Regeln sind, wird besonders gern in einem Restaurant geprüft. Aber Benimm ist kein Hexenwerk. Beachten Sie daher unbedingt folgende Regeln, um einen guten Eindruck zu hinterlassen:

  • Der Herr bzw. Gastgeber betritt das Restaurant zuerst. Er hält dazu der Dame /den Gästen die Tür auf, lässt sie eintreten und geht dann voran. Beim Verlassen des Restaurants hält er ebenfalls die Tür auf und lässt die Dame / die Gäste zuerst hinaustreten.
  • Die Plätze mit der besten Aussicht werden den Gästen überlassen. Die Tischordnung selbst und wer sich zuerst setzen darf, sind ein eigenes Thema.
  • Die Serviette gehört doppelt gelegt auf den Schoß und wird allenfalls zum Abtupfen der Mundwinkel genutzt. Dabei liegt die offene Seite zum Körper, so dass Schmutz zwischen den gefalteten Hälften verschwinden kann.
  • Smartphones haben auf dem Tisch nichts zu suchen, ihr Klingeln ist am Tisch ebenfalls nicht erwünscht. Auch unter dem Tisch dürfen Sie nicht mal eben kurz schauen oder gar spielen, Nachrichten tippen oder ähnliches. Im Notfall müssen Sie aufstehen, sich entschuldigen und den Tisch verlassen.
  • Während eines Gangs wird nicht aufgestanden.
  • Das Servicepersonal wird freundlich und wertschätzend behandelt. Denken Sie daran, dass Ihr Verhalten anderen gegenüber Rückschlüsse auf Ihr Verhalten Mitarbeitern oder Kunden gegenüber zulässt.
  • Rufen Sie sich ins Gedächtnis, wie Sekt-, Wein- und andere Gläser zu halten sind.
  • Weder gehören die Ellenbogen auf den Tisch noch die Hände unter den Tisch.
  • Mit Kerzen wird nicht gespielt. Oder mit Besteck. Oder Bierdeckeln. Oder Gläsern.
  • Werden Brot und ein Aufstrich gereicht, streichen Sie zunächst mit dem kleinen Brotmesser eine Portion der Butter o.ä. auf Ihren Brotteller. Dann nehmen Sie ein Stück Brot oder ein Brötchen, brechen ein kleines Stück ab, bestreichen es und essen es, ohne davon abzubeißen. Dann brechen Sie ein weiteres kleines Stück ab und verfahren wie beim ersten. Wird Olivenöl gereicht, dürfen Sie Ihren kleinen Brotbrocken eintunken und essen, aber auch hier gilt: nicht abbeißen und dann womöglich mit dem angebissenen Stück Brot erneut ins Olivenöl… Und die Finger bleiben auch draußen!
  • Nicht mit vollem Mund sprechen.
  • Wie bei jedem Gespräch, andere auch bei Tisch nicht unterbrechen.
  • Finger weg von Zahnstochern. Mit ihnen wird weder gespielt noch am Tisch der Zahnzwischenraum gereinigt – auch nicht hinter vorgehaltener Hand. Dies geschieht – wenn notwendig – im Bad.
  • Bestellen Sie nicht das Teuerste von der Karte, sondern orientieren Sie sich am Gastgeber. Eventuell spricht dieser auch Empfehlungen aus.
  • Meiden Sie „gefährliche“ Speisen. Dazu gehört beispielsweise alles, was kleckern (Tomatensoße), spritzen (Salatsoße) oder von der Gabel rutschen kann (Salat). Der Umgang mit der Hummerzange will ebenfalls gelernt sein. Sie können sich nicht auf Ihre Gesprächspartner konzentrieren, wenn Sie mit Pannenvermeidung beschäftigt sind.
  • Alkohol ja oder nein? Orientieren Sie sich auch hier am Gastgeber. Als Bewerber sollten Sie lieber keinen Alkohol trinken. Und wenn Sie sich nicht wirklich sehr gut mit Weinen auskennen, geben Sie lieber nicht den Hobby-Sommelier.
  • Wer einlädt, bezahlt – und zwar diskret und nicht am Tisch.
  • Last but not least: Beachten Sie die Sitten anderer Kulturräume, wenn Sie Gäste aus anderen Kulturkreisen oder dem Ausland bewirten beziehungsweise dort zu Gast sind.

Die Liste der Regeln ist damit nicht abgeschlossen. Aber fangen Sie mit diesen Tipps an.