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Letzte Meile bleibt Herausforderung

Der Paketversand wird in den kommenden Jahren stark zunehmen und mit ihm die Herausforderungen. (Foto-Quelle: Fotolia)

Ob Drohne oder Lastenfahrrad, E-Mobilität oder Lieferroboter mit eingebautem 3D-Drucker: Die Ideen, wie die logistischen Herausforderungen der letzten Meile gelöst werden können, sind vielfältig. Hier eine – unvollständige – Übersicht.

Das Sendungsaufkommen im B2C-Bereich wächst, das Verkehrsaufkommen in Städten ebenfalls, die Personalnot bei KEP-Diensten auch. Nach Angaben aus einer Studie der Unternehmensberatung McKinsey sollen 2025 im Durchschnitt etwa 5 Mrd. Pakete jährlich in Deutschland verschickt werden. Das wären fast doppelt so viele wie heute. Die meisten davon gehen an private Haushalte. Der Online-Nachrichtendienst „Internet World Business“ der Neuen Mediengesellschaft Ulm hat Anfang März über Ergebnisse der Tagung „Internet World Expo“ zu Lösungen für die letzte Meile berichtet (https://www.internetworld.de/e-commerce/internet-world-expo/trends-logistikbranche-1478715.html).

Innovationen

Welche Trends aus der Logistik können Unternehmen dabei unterstützen, die Belastungen der letzten Meile künftig besser zu meistern und gleichzeitig der immer anspruchsvolleren Work-Live-Balance der Kunden gerecht zu werden? Diese und weitere Fragen sowie Lösungsansätze, wie Pakete schneller, einfacher und pünktlicher beim Kunden ankommen, haben Experten auf einem Panel der Trend Arena auf der Internet World Expo diskutiert. Inwiefern neue Logistiktrends hierbei behilflich sein können, erläuterte unter anderem Jens Drubel, Gründer und Geschäftsführer von Allyouneed. Es könne dabei nicht nur eine Lösung geben: „Kunden sind ganz unterschiedlich und somit gibt es für jeden Online-Shopper den individuell besten Weg an seine bestellte Ware zu kommen. Für den einen ist es eine Lieferung per Drohne auf den Balkon, für den anderen die Zustellung in den Kofferraum des eigenen Autos.“

Auch eine CO2-neutrale Zustellung rückt immer mehr in den Fokus der Branche – und das nicht erst seit dem kürzlichen Urteil zum Dieselfahrverbot. Doch da steht die Branche noch am Anfang, meinte Thomas Steverding, Senior Group Manager Strategy und Business Development bei DPD Deutschland: „Das Hauptproblem ist, dass die Automobilhersteller noch nicht soweit sind. Zudem stellt eine solche Umstellung auch Stromanbieter und deren Infrastruktur vor große Herausforderungen. Wenn wir an einem Standort unsere 300 Lieferfahrzeuge auf einmal laden müssten, bin ich mir sicher, dass dies aktuell dafür sorgen würde, dass wir an dem Standort alle im Dunkeln stehen.“

Neben neuartigen Autos sollen künftig auch mehr Lastenfahrräder Lieferungen übernehmen. Doch das ist nur in Ballungsräumen möglich. Aber auch die Zustellung auf dem Land benötigt neue Konzepte. Dazu Drubel: „Wenn wir unsere frischen Lebensmittel in ländliche Gebiete versenden, benötigen wir immer noch viel zu viel Verpackungsmaterial, um die Kühlkette aufrechtzuerhalten. In der Stadt liefern wir die Ware mit gekühlten Lieferfahrzeugen aus, sodass fast kein Verpackungsmüll entsteht.“

Schauen Sie sich diese Bildergalerie an. Dann wissen Sie, welche Entwicklungen Sie nicht aus den Augen verlieren sollten: https://www.internetworld.de/e-commerce/internet-world-expo/trends-logistikbranche-1478715.html