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Zweites Vorstellungsgespräch ist kein Selbstgänger

Eine gute Vorbereitung auf das zweite Vorstellungsgespräch kann Türen öffnen. (Foto-Quelle: Fotolia)

Fast jeder Logistiker kennt das: Nach dem ersten Vorstellungsgespräch folgt meist ein weiteres, manchmal sogar noch mehrere. Hin und wieder nur, um den Vertrag zu unterschreiben. Oft jedoch, um dem Bewerber noch einmal auf den Zahn zu fühlen oder ihn den Fachverantwortlichen oder der künftigen Abteilung zu präsentieren. Das ist nicht ohne Tücken, schließlich kann ein zweiter Termin auch neben Interesse zusätzlich Unsicherheit bedeuten, ob man denn wirklich den richtigen Kandidaten ausgewählt hat.

Personaler bewerten die Chance, ob ein Bewerber nach dem zweiten Vorstellungsgespräch die vakante Stelle bekommt, mit 50 zu 50. Daher gilt es für die Kandidaten, das erste Gespräch genau zu analysieren und sich intensiv auf den zweiten Termin vorzubereiten. Meist geht es darin nicht um das, was bereits in der Bewerbung stand. Erforderliche Kenntnisse werden häufig tiefergehend abgeklopft, oft spielen auch vertragliche Details bereits eine Rolle.

 

Andere Gesprächspartner

Wie schon erwähnt ist davon auszugehen, dass zusätzlich zum oder statt dem Personalverantwortlichen Fachverantwortliche wie etwa der direkte Vorgesetzte am Gespräch teilnehmen. Hier gilt es, erneut fachlich und persönlich zu überzeugen. Fragen Sie bei der Terminbestätigung nach, wer beim Gespräch dabei sein wird, um sich auf diese Personen und ihre möglichen Fragen vorbereiten zu können. Genauso sollten Sie darauf eingestellt sein, Lösungsvorschläge für beim ersten Termin erörterte Herausforderungen zu präsentieren. Wie auch immer die Runde zusammengesetzt ist: Unterhalten Sie sich immer mit allen Gesprächspartnern gleichermaßen und bedenken Sie alle mit Respekt und der passenden Ansprache.

 

Konkurrenz noch nicht ausgeschaltet

Nach wie vor muss der unbedingte Wille zu erkennen sein, den Job zu wollen. Sie sollten als Logistiker also dieselbe Begeisterung an den Tag legen wie im Erstgespräch. Oft werden nicht nur Sie, sondern auch Konkurrenten zu einem zweiten Gespräch eingeladen. Daher ist Siegessicherheit fehl am Platz. Seien Sie selbstbewusst, aber bescheiden, und immer Ihren Gesprächspartnern emotional zugewandt.

Bleiben Sie bei allen Punkten bei dem, was Sie im Erstgespräch erzählt haben. Abweichungen erzeugen Misstrauen. Versprechungen, die Sie im Erstgespräch gemacht haben, dürfen Sie beim zweiten Termin nicht zurücknehmen. Sie enttäuschen sonst Ihren potenziellen Arbeitgeber, der Sie vielleicht genau deshalb in die engere Wahl genommen hat. Bleiben Sie authentisch, aber kommen Sie noch professioneller rüber als im ersten Gespräch. Das gelingt durch noch bessere Vorbereitung. Dafür haben Sie genügend Anhaltspunkte beim ersten Treffen sammeln können.

 

Benimm ist in

Achten Sie darauf, nicht dieselbe Kleidung zu tragen wie beim ersten Mal. Sollte das Zweitgespräch bei einem „zwanglosen“ Essen stattfinden, frischen Sie Ihr Benimmwissen auf. Knüpfen Sie an Punkte aus dem Erstgespräch an. Und nutzen auch Sie die Gelegenheit, offene Fragen zu klären – zumal Fragen von Ihnen erwartet werden, allerdings nicht dieselben wie beim ersten Termin. Überlegen Sie sich also im Voraus, was Sie fragen wollen.

Denken Sie daran, sich über die von Ihnen gewünschten Vertragsdetails im Klaren zu sein und diese auch begründen zu können. Ihr Gegenüber ist zwar von Ihnen überzeugt, aber eventuell sind Sie wie gesagt nicht der einzige Kandidat im Zweitgespräch. Das sollte Sie motivieren und warnen.