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Digitalisierung fordert Veränderungen bei Speditionen, Transport- und Logistikunternehmen


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Multitasking durch Digitalisierung – Konzentration und Effizienz leiden darunter. (Foto-Quelle: Fotolia)

Auf der Nationalen Konferenz Güterverkehr und Logistik in München hat es Bundesverkehrsminister Alexander Dobrindt Ende Mai einmal mehr gesagt: Wenn die Unternehmen der Branche Logistik, Spedition und Transport ihre Zukunftsfähigkeit nicht gefährden wollen, müssen sie die Digitalisierung im Unternehmen vorantreiben. In der Ausgabe vom 12. Mai der „DVZ – Deutsche Verkehrs-Zeitung“ schrieb Dr. Consuela Utsch, Geschäftsführerin der Unternehmensberatung Acuroc in Idstein, Überlegungen auf, wie Digitalisierung erfolgreich in einem Unternehmen umgesetzt werden könnte:

  • Digitalisierung ist kein Selbstzweck – sie muss in der Strategie des Unternehmens fest verankert sein und diese unterstützen.
  • Anforderungen an die Mitarbeiter wandeln sich: Neue Kompetenzen müssen ausgebildet werden.
  • Die Organisationen benötigen neue Methodenkompetenzen für Innovationen und Agilität.
  • Rollenbasierte Systeme helfen, Mitarbeiter vor Überforderung zu schützen.
  • Neue Rollen wie der „Chief Digital Officer“ treiben Digitalisierung voran.
  • Strukturen und Bedingungen der Arbeit müssen an neue Anforderungen der Digitalisierung angepasst werden.


Auch von den Arbeitnehmern fordert der digitale Wandel laut Utsch viel: ständige Erreichbarkeit, Multitasking, dauerhaft Lärm auszuhalten und stetige Störungen wie E-Mails, Telefonanrufe und Arbeiten auf Zuruf. Ihrer Meinung nach lassen Störungen im Arbeitsalltag keinen echten Arbeitsfluss entstehen. Die Bedingungen beeinträchtigten Konzentration und Effizienz. Und die Digitalisierung erfordere mehr Multitasking am Arbeitsplatz in Logistik, Spedition und Transportunternehmen als heute bereits üblich. Hinzu käme der Druck, viel Neues wie etwa den Umgang mit Online-Plattformen oder Datenbrillen lernen zu müssen.
Utsch in der DVZ: „Die Branche ist gefordert, einzugreifen: Es nützt wenig, Obstkörbe zu spendieren und Präventionsprogramme zum Thema Burn-out anzubieten, wenn die Strukturen und die Bedingungen der Arbeit trotz Digitalisierung veraltet sind. Um Störungen im Arbeitsfluss und permanentes Multitasking für Mitarbeiter und Unternehmen zu vermeiden, sind Unternehmen angehalten, die Struktur für alle Logistiker anzupassen.“
Als eine Lösung schlägt sie den rollenbasierten Ansatz vor. Die Methode hebe stressauslösende Bedingungen auf und sorge für mehr Planbarkeit. Jeder Mitarbeiter wisse somit, wer sich zu welcher Zeit in welcher Rolle befinde und wann er offen für Anfragen sei. Dies schafft laut Utsch Transparenz, die für Logistik- und Speditions-Unternehmen in den vergangenen Jahren enorm wichtig geworden sei – auch um festzustellen, was Mitarbeiter blockiere. Zusätzlich müssten Mitarbeiter eingestellt werden, die die Digitalisierung und ihre Herausforderungen verstünden und etwa die Rolle eines Chief Digital Officers übernähmen. Utsch setzt auf eine klare Rollenverteilung und gute Arbeitsbedingungen als Voraussetzungen, um Unternehmen grundlegend reformieren zu können.

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