DAS JOB-MATCHING-PORTAL FÜR LOGISTIK, SPEDITION, TRANSPORT UND KEP
Birdieblog
Aktuelle News zu Jobs in der Logistik-Branche

Digitalisierung verändert Berufsbilder – auch im Lager

Auch für Lagerberufe hat die Digitalisierung weitreichende Konsequenzen.

Beeinflusst die Digitalisierung die Ausbildung zur Fachkraft für Lagerlogistik? Noch nicht überall, haben die Bundesanstalt für berufliche Bildung und das Bundesbildungsministerium herausgefunden.

 Shuttle-Technik, Inventur-Drohnen, Smart Glasses, RFID, vollautomatische Anlagen: Die Digitalisierung macht auch vor Lagern und Logistikzentren nicht halt. Inwiefern sich dies auf das Tätigkeitsfeld der Fachkräfte für Lagerlogistik auswirkt, haben das Bundesbildungsministerium und die Bundesanstalt für berufliche Bildung (BIBB) unter anderem im Rahmen einer Befragung von Logistikunternehmen untersucht. Sie wollten analysieren, inwiefern sich die Berufsausbildung zur marktgerechten Fachkräftequalifikation an durch Digitalisierung veränderte Prozesse anpassen muss.

Unterschiede zwischen Handel und Speditionen

Ergebnis: Nicht für alle Lager ist diese Anpassung bereits notwendig. Während in Handel und Industrie der Einsatz von durch Digitalisierung möglicher Hilfsmittel bereits weit fortgeschritten ist, verhält es sich bei den Dienstleistern anders. Speditionen und Lagerhalter setzen bisher deutlich weniger auf digitalisierte Prozesse im Lager. Doch Monitoring- und Steuerungsaufgaben werden auch hier gegenüber operativen Tätigkeiten an Bedeutung gewinnen, sind die Fachleute überzeugt. Und Staplerfahrer könnten schon bald für viele Tätigkeiten durch vollautonome Stapler ersetzt werden.

Nachholbedarf für Ausbilder

Für die Berufsausbildungsordnung für Fachkräfte für Lagerlogistik heißt dies, dass sie an die neuen Gegebenheiten angepasst und aufgewertet werden muss. Gleichzeitig entstehe aber ein Unterschied in der Ausbildungsqualität, da Unternehmen mit einem höheren Technisierungsgrad ihre Mitarbeiter zwangsläufig anders ausbildeten als solche ohne. Die in einem digitalisierten Arbeitsumfeld benötigten Qualifikationen würden daher nicht allen Auszubildenden vermittelt. Eine Möglichkeit wäre daher, die neuen Kenntnisse als Zusatzqualifikationen anzubieten. Dies könnte allerdings zu einer Zweiteilung der frisch ausgebildeten Arbeitnehmer führen und zudem den Teil der Unternehmen, die diese Zusatzqualifikationen nicht bieten können, vom Markt der Auszubildenden abhängen. Gleichzeitig ist zu überlegen, ob besser ausgebildete Absolventen auch besser bezahlt werden sollten.

Die Schrift der BIBB „Der Ausbildungsberuf `Fachkraft für Lagerlogistik´ im Screening“ der Reihe „Berufsbildung 4.0 – Fachkräftequalifikationen und Kompetenzen für die digitalisierte Arbeit von morgen“ kann kostenfrei heruntergeladen werden.

Kommentare

Momentan gibt es keine Kommentare

Neuer Kommentar

benötigt

benötigt (nicht veröffentlicht)

optional