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Klimaschutz und Digitalisierung erfordern Weiterentwicklung der HU

Der Umweltschutz bringt eine Reihe von Veränderungen mit sich. | © noipornpan von canva.de

Aus Sicht des Tüv-Verbands (VdTÜV) muss die gesetzlich vorgeschriebene Hauptuntersuchung (HU) von Nutzfahrzeugen mit Blick auf den Klimaschutz und die Digitalisierung mit hoher Dringlichkeit weiterentwickelt werden. Das geht aus dem „TÜV Report Nutzfahrzeuge 2019“ hervor.

„Die EU-Staaten haben sich auf eine kräftige Reduzierung der Emissionen von LKW bis zum Jahr 2030 verständigt“, so Richard Goebelt, Bereichsleiter Fahrzeug und Mobilität beim TdTÜV, bei der Vorstellung des Tüv-Reports 2019 in diesem Herbst. „Das starke Flottenwachstum und die steigenden Verkehrsleistungen zeigen, dass die neuen Grenzwerte bei LKW mit dem Dieselantrieb nicht zu erreichen sind.“ Die Lösung sei ein Mix alternativer Antriebstechnologien, die am besten ohne fossile Energieträger auskommen. Goebelt: „Neben dem Umstieg auf alternative Antriebe muss parallel dazu im Rahmen der Abgasuntersuchung geprüft werden, ob Verbrenner-Fahrzeuge die vorgeschriebenen Werte einhalten.“ Bisher werden bei Benzinern lediglich der Kohlenmonoxid-Gehalt und das Kraftstoff-Luft-Gemisch gemessen und bei Dieseln die Rauchgastrübung. Ab 1. Januar 2021 soll bei Dieselfahrzeugen zusätzlich eine Messung der Partikelanzahl erfolgen. Nach Ansicht des Verbands sollten in Zukunft sowohl die Partikelanzahl bei Ottomotoren als auch weitere Luftschadstoffe wie die umweltgefährdenden Stickoxide (NOx) im Rahmen der Abgasuntersuchung real gemessen werden.

Prüfmöglichkeiten bei Digitalisierung gleich mitdenken

Handlungsbedarf besteht laut Goebelt auch durch die zunehmende Digitalisierung und Automatisierung der Fahrzeuge. Neben den bereits zur Standardausstattung gehörenden Notbrems- und Spurhalteassistenten wird ab 2022 auch der Einbau von Abbiegeassistenten in neuen LKW-Typen Pflicht, um Radfahrer und Fußgänger besser zu schützen. „An den entsprechenden Standards zur Prüfung von Fahrassistenzsystemen wird momentan mit Hochdruck gearbeitet“, sagte Goebelt. Auch der Schutz vor Cyberangriffen auf vernetzte Fahrzeuge oder der Datenschutz seien bisher unzureichend gesetzlich geregelt. Bisher existierten keine international einheitlichen Testmethoden und Standards zur Validierung und Genehmigung automatisierter Fahrfunktionen sowie deren Software. Ziel muss laut Tüv die Schaffung von Testumgebungen für Smart Mobility sein, um die schnelle Markteinführung automatisierter Systeme zu ermöglichen. Goebelt: „Die Überprüfung digitaler Fahrzeugsysteme muss bereits im Genehmigungsprozess mitgedacht werden, damit sie später Gegenstand der regelmäßigen Tüv-Prüfung werden können.“

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