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Handy am LKW-Steuer: künftig mehr Kontrollen?

Häufige Ursache für schwere Unfälle: Ablenkung durch Handys

Niedersachsen ist bereits seit Februar 2019 dabei; Behörden aus anderen Bundesländern interessieren sich ebenfalls für den Versuch im Norden.

Um beweissicher zu dokumentieren, dass LKW-Fahrer durch ihr Handy oder andere Tätigkeiten abgelenkt sind, setzt die Oldenburger Polizei in Niedersachsen seit Februar 2019 auf eine außergewöhnliche Kontrollmethode und hat den Versuchszeitraum nun bis Ende des Jahres verlängert.

Auf den Autobahnen A 1, A 27, A 28 und A 29 sind jeweils zwei Kollegen aller vier Autobahndienststellen in einem zivilen Kleintransporter unterwegs, auf dessen Dach eine Action-Kamera installiert ist. So lässt sich sicher überwachen, ob ein LKW-Fahrer in seiner erhöhten Sitzposition während der Fahrt vom Lenken seines Fahrzeugs abgelenkt ist. Sobald die Polizisten Anhaltspunkte für eine Ablenkung des Truckers erkennen, starten sie eine Aufzeichnung durch die Kamera, um das Fehlverhalten zu dokumentieren und dem Fahrzeugführer bei der anschließenden Kontrolle auf einem Tablet zu zeigen, geht aus einer Mitteilung der Dekra hervor.

Andere Polizeidirektionen interessieren sich ebenfalls für diese Kontrollmethode; in Oldenburg sind einige Anfragen eingegangen. Es könnte also künftig auch in weiteren Bundesländern zu ähnlichen Überprüfungen kommen.

Rund 1.300 Verstöße hat die Polizeidirektion Oldenburg auf diese Weise bisher ermittelt. Als Verstoß wurde in der Mehrzahl der Fälle festgestellt, dass die Fahrer das Smartphone nutzten. Allerdings wird bei solchen Verstößen in der Regel kein Kontakt zu den Arbeitgebern oder den Auftraggebern der Brummi-Fahrer aufgenommen.

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