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Im Berufs-Check: Hilfskräfte in den Bereichen Lagerwirtschaft und Transport

Vielseitigkeit und Flexibilität spielen im Arbeitsalltag der Lager- und Transporthelfer eine große Rolle. | © Wavebreakmedia über Canva.com

Immer in Bewegung – ohne sie geht es nicht

Die Arbeit im Lagerwesen lässt sich mit dem fleißigen Treiben in einem Bienenstock vergleichen: Rund um die Uhr herrscht hier Bewegung. Auch wenn zunehmend elektronische Komponenten die Prozesse modifizieren, ist die menschliche Arbeitskraft in der Lagerlogistik und im Transport nicht ersetzbar. Das reibungslose Zusammenspiel aller Beteiligten ist der wichtigste Erfolgsfaktor. Lageristen, die das große Ganze im Blick haben auf der einen Seite und auf der anderen Seite die zahlreichen Helfer, die überall mit anpacken, unterstützen, mitdenken und dafür sorgen, dass alles zur rechten Zeit am rechten Ort ist. Verantwortungsvolle Aufgaben - ohne ihre Unterstützung würde das geschäftige Treiben ganz schnell zum heillosen Chaos. Verpacken, Kontrollieren, Sortieren – Das Aufgabenfeld der Hilfskräfte ist vielfältig. Kein Wunder also, dass sich der Beruf des/der Lager- bzw. Transporthelfers/in einer immer größeren Beliebtheit erfreut. Wo arbeiten sie? Welches Gehalt lässt sich in dem Berufsfeld verdienen und welche Optionen der Weiterbildung gibt es? Der nachfolgende Artikel gibt Ihnen einen ausführlichen Überblick über das Berufsfeld.  

1.Was machen Helfer/innen für Lagerwirtschaft und Transport? 

In Empfang nehmen, verbuchen, sortieren, verpacken, verladen – die Tätigkeiten und Einsatzgebiete definieren sich je nach Arbeitgeber. Im Vordergrund steht immer das Managen der Wareneingänge und -ausgänge. Lagerhelfer/innen unterstützen das Be- und Entladen der LKW und kommissionieren die Güter anhand von vorgegebenen Listen. Nach einem festen System werden sie in Schränke, Regale oder Abstellflächen sortiert. Die Hilfskräfte kontrollieren, ob die Ware in einwandfreiem Zustand ist, verbuchen die Lieferungen und bereiten die Ausgänge für den Transport vor. Nach einer abschließenden Kontrolle der Verpackung beladen Sie die Fahrzeuge und sichern das Gut. Bevor die Reise losgeht, protokollieren sie die Art und Anzahl der ausgehenden Güter mit Hilfe einer speziellen Software. Neben den logistischen Aufgaben fallen Wartungs- und Reinigungsarbeiten sowie Inventurtätigkeiten in das Jobprofil.

Der Beruf ist von Vielseitigkeit und Flexibilität geprägt. Die Arbeitsschwerpunkte hängen von aktuellen Projekten ab und können sich schnell ändern. Engagement und vertrauensvolles Arbeiten werden häufig mit spannenden Aufgaben belohnt. So viel steht fest: Ohne Helfer und Helferinnen wäre das Chaos perfekt. Sie sind es, die dafür sorgen, dass Ordnung herrscht und Dinge im richtigen Moment genau da sind, wo sie sein müssen. 

Tätigkeiten im Überblick: 

  • Kommissionierung: Auslesen der Aufträge und Entnahme der Güter aus den Lagerregalen mittels Gabelstapler, Hubwagen oder Flurfördermitteln
  • Überprüfung der Waren auf Schäden und Vollständigkeit
  • Sortierung
  • Verpackung
  • Lagerhaltung
  • Be- und Entladung
  • Dokumentation des Warenein- und -ausgang (Ausbuchen/Einbuchen) 
  • Reinigungs- und Instandhaltung der Läger
  • Wartungsarbeiten
  • Montagearbeiten 
  • Vorbereitung und ggf. Überwachung von Produktionsprozessen

2. Wie wird man für Helfer/in für Lagerwirtschaft und Transport?

Im Gegensatz zur/m Lagerist/in oder zur Fachkraft für Lagerlogistik ist für die Ausübung einer Hilfstätigkeit im Lager keine abgeschlossene Berufsausbildung nötig. In der Regel werden die Helfer und Helferinnen zu Beginn des Beschäftigungsverhältnisses am Arbeitsplatz eingewiesen und mit ihren spezifischen Aufgabenbereichen vertraut gemacht. Dennoch ist es grundlegend ratsam, in der Bewerbung Arbeitserfahrung und Vorkenntnisse aus den Bereichen Produktion und Logistik, sofern vorhanden, zu nennen. Auch Arbeitszeugnisse oder diverse Bescheinigungen vermitteln dem potenziellen Arbeitgeber ein positives Bild und bezeugen die Kompetenzen.  

3.Arbeitsbedingungen 

Ob in den gigantischen Lagerhallen eines Logistikunternehmens oder einer Spedition: im vergleichsweise winzigen Lager eines mittelständischen Elektronikherstellers oder bei Wind und Wetter draußen auf dem Gelände eines Frachthafens oder am Cargo-Terminal: Wie der Arbeitsalltag als Helfer oder Helferin für Lagerwirtschaft und Transport aussieht, hängt ganz von dem Einsatzort ab. Die Arbeitszeiten können je nach Betrieb und Branche sehr unterschiedlich sein. Die meisten Lager- und Transporthelfer/innen haben eine Fünf-Tage-Woche und Schichtdienst. Dieser teilt sich in Früh-, Spät- und Nachtdienst. In jeder Schicht muss man acht Stunden arbeiten. Auch Wochenendarbeit kann zwischendurch oder je nach Firma regelmäßig vorkommen.

4. Wo arbeitet man als Helfer/in für Lagerwirtschaft und Transport?

Mögliche Einsatzbereiche finden Helfer/innen für Lagerwirtschaft und Transport bei Industrieunternehmen jeder Größe, in Groß- und Einzelhandelsunternehmen, Speditionen, bei Logistikspezialisten sowie in Betrieben des Transport- und Verkehrswesens für Güterbeförderung im Straßen-, Eisenbahn- oder Schiffsverkehr. Auch in Unternehmen nahezu aller Wirtschaftsbranchen, die über eigene Produktions- oder Lagerbereiche bzw. Versandabteilungen verfügen, bieten entsprechende Arbeitsplätze. Darüber hinaus findet man Beschäftigung bei Unternehmen mit Eigentransportleistungen, z.B. Sägewerke, Schlachthöfe oder Autoverwerter.

Von der riesigen Lagerhalle bis zum Containerhafen und Cargo-Terminal am Flughafen stehen etliche spannende Arbeitsplätze offen. Überall werden fleißige Hände gesucht, die Tag für Tag für Ordnung sorgen, Bestände pflegen und Waren aller Größen zuverlässig von einem Ort zum anderen transportieren.

5. Welche Fähigkeiten muss man mitbringen? 

Die wichtigen Voraussetzungen, die man als Lager- und Produktionshilfskraft mitbringen sollte, sind körperliche Gesundheit und ein hohes Maß an Zuverlässigkeit. Logistische Aufgaben und die Handhabung der Maschinen sind häufig mit dem Einsatz von Körperkraft verbunden. Auch unterschiedliche Temperaturbedingungen sollten einem nichts ausmachen. 

Sie variieren von extrem kalt, z.B. in Kühlhäusern, bis hin zu sehr warm. Als unterstützender Mitarbeiter im Lager trägt man Verantwortung: die Kontinuität von Arbeitsabläufen, ununterbrochene Produktionsketten, sowie die Sicherheit des Arbeitsumfeldes hängen zu einem großen Teil von sorgfältiger und gewissenhafter Zuarbeit ab. Wer als Lager- und Produktionshelfer/in arbeitet, sollte das Gewusel in großen und kleinen Lagern mögen und den Überblick und die Ruhe behalten, wenn es turbulent wird. Des Weiteren sollte man Tatkraft, Engagement und die Fähigkeit sorgfältig Vorgaben zu befolgen, mitbringen. Auch Teamfähigkeit ist wichtig, denn Helfer arbeiten im Betrieb viel mit anderen Kräften zusammen, beispielsweise mit Produktionsmitarbeitern, Fachlageristen oder Kommissionierern. 

Wichtige Fähigkeiten im Überblick: 

  • Körperliche Fitness
  • Zuverlässigkeit
  • Flexibilität
  • Verantwortungsbewusstsein
  • Sorgfalt und Gewissenhaftigkeit
  • Stressresistenz
  • Tatkraft
  • Engagement 
  • Fähigkeit, Vorgaben sorgsam zu befolgen 
  • Teamfähigkeit

6. Welche Zukunftsaussichten haben Helfer/innen für Lagerwirtschaft und Transport? 

Der Bedarf ist in allen Wirtschaftsbereichen groß. In Zeiten der Globalisierung braucht man mehr denn je Hilfskräfte, die Lagerungs- und Beförderungsprozesse professionell unterstützen. Gerade in Zeiten von steigendem Online Shopping und Same Day Delivery wird die Arbeit im Lager immer mehr zum Wettbewerbsfaktor. Um die Jobsuche muss man sich keine Sorgen machen.

7. Welche Karrieremöglichkeiten gibt es?

Die Tätigkeit als Lager- oder Produktionshelfer/in kann der Einstieg in ein erfolgreiches Berufsleben sein. Wer sich mit persönlichen Stärken einbringt, dem weisen Vorgesetzte in der Regel neue Aufgaben zu. Kandidaten mit Organisationsgeschick haben die Chance, als Transportarbeiter/in (Kommissionierer/in) weitere Aufgaben und damit mehr Verantwortung zu übernehmen.  Nach einigen Jahren Arbeitserfahrung öffnen sich die Türen zu verschiedenen Berufsausbildungen, zum Teil auch in verkürzter Form. Nicht selten lassen sich Hilfskräfte zu Fachlageristen/innen ausbilden. Die Meisterprüfung können sie auch ohne Berufsabschluss ablegen. Sie können auch den Titel des Logistikmeisters erlangen. 

Die besten Perspektiven auf dem Arbeitsmarkt hat man mit einem Schulabschluss. Er ist nicht nur häufig die Voraussetzung zur Zulassung zu bestimmten Aus- und Weiterbildungsangeboten, sondern spielt auch eine entscheidende Rolle in der Ermittlung der Höhe des Gehalts. Die Externenprüfung gibt die Möglichkeit, einen anerkannten Berufsabschluss zu erwerben. Um sich auf die Prüfung vorzubereiten, besucht man Kurse, in denen fachspezifisches Wissen vertieft und Fähigkeiten ergänzt werden. Die Kurse finden berufsbegleitend statt. 

Mehr Informationen zum außerschulischen Hauptschulabschluss: 

8. Kleiner Gehaltsreport für Helfer/innen für Lagerwirtschaft und Transport

Die Verdienstmöglichkeiten für Lager- und Transporthelfer variieren je nach Region, Branche und Betrieb stark. Auch die Berufserfahrung kann sich auf die Höhe Ihres Gehalts auswirken. In der Regel gilt: Je mehr Verantwortung, desto mehr Geld. Die Bundesagentur für Arbeit gibt eine Bruttogrundvergütung von etwa 1.925€ im Monat für Produktionshelfer und 2.007€ bis 2.116€ für Lagerhelfer an. Hierbei handelt es sich um bloße Richtlinien, die den oben genannten Kriterien entsprechend abweichen können. Sonderzahlungen wie Urlaubs- oder Weihnachtsgeld, sowie vermögenswirksame Leistungen sind branchenspezifisch und unterliegen ebenfalls den betrieblichen Bestimmungen.  

9. Der Blick in die Zukunft

Der Beruf der Hilfskräfte in den Bereichen Lagerwirtschaft und Transport wird in den kommenden Jahren in seinen Grundzügen bestehen bleiben, sich aber technologisch einer Generalüberholung unterziehen. Der Aufgabenbereich verlagert sich im positiven Sinne zu mehr Verantwortung als wichtiges Glied der Supply Chain.  Neue Technologien wie Pick by-Methoden und Robots werten den Job auf und unterstützen die Mitarbeiter, ihre individuelle Leistung zu verbessern. Der traditionelle Beruf der Lagerhelfer und -helferinnen ist ein gutes Beispiel dafür, dass die Symbiose aus menschlicher und digitaler Kraft die verlässliche Kombination für die Zukunft ist. Mehr zum Thema Lager-Hilfskraft 4.0 erfahren Sie im Berufscheck für Lagerlogistiker

Weitere Informationen: 

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