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Bewerbung um einen Logistik-Job: Den letzten Eindruck hinterlässt der Schlusssatz


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Nicht nur der erste sondern auch der letzte Eindruck der Bewerbung zählt: Worauf es beim Schlusssatz wirklich ankommt. (Fotoquelle: Fotolia)

Einstieg und Ausstieg sind bei einem Anschreiben am schwersten – aber besonders wichtig, um auf dem Weg zum neuen Logistik-Job zu punkten. Schließlich ist die Leseraufmerksamkeit am Anfang und Ende eines Anschreibens am höchsten.

Wie erreichen Sie, dass ein Personalverantwortlicher Ihre Bewerbung gut findet, sie nicht sofort wieder vergisst und Ihnen einen Termin für ein Vorstellungsgespräch vorschlägt? Die üblichen Hinweise kennen Sie bereits: Ihr Anschreiben sollte nur eine Seite lang sein, einen guten Einstiegssatz haben, nicht die gesamte Stellenbeschreibung wiederholen und auch nicht Ihren Lebenslauf, Eigenschaften und Kenntnisse möglichst mit Beispielen belegen, fehlerfrei geschrieben sein und sich an den korrekten Ansprechpartner wenden. Und noch etwas: mit einer guten Schlussformulierung schließen. Zu diesen Punkt hat die Redaktion des BirdieMatch-Blogs hilfreiche Tipps für Sie zusammengetragen.

Lieber selbstbewusst als nett und bescheiden

Freundlich, motiviert, selbstbewusst – so muss der Schlusssatz des Anschreibens klingen. Sie sind kein Bittsteller. Schließlich haben Sie gerade dargelegt, warum Sie die richtige Person für die ausgeschriebene Stelle sind und dass sowohl Ihr potenzieller neuer Arbeitgeber als auch das entsprechende Team von Ihnen profitieren werden. Darum ist es auch selbstverständlich, dass Sie davon ausgehen, zu einem Vorstellungsgespräch eingeladen zu werden. Entsprechend schwächt eine Formulierung des Schlusssatzes im Konjunktiv Ihre vorherige persönliche Vorstellung deutlich ab. Höflich und bescheiden ja, aber Ihrer nicht würdig. Auch ein „Danke für Ihre Aufmerksamkeit“ gehört hier nicht hin. Sie sind gut! Darum sollte sich eher der Personaler bedanken, dass Sie sich bewerben. Machen Sie sich nicht klein – aber seien Sie auf gar keinen Fall überheblich!

Dos

Die Schlussformulierung muss positiv sein. Sie darf keinen Druck aufbauen, sollte keinen Konjunktiv und keine Frage enthalten, muss alle gewünschten Informationen bieten – und möglichst eine positive Reaktion auslösen. Die Experten von karriere.at und karrierebibel.de (https://karrierebibel.de/bewerbung-schlusssatz/) empfehlen beispielsweise folgende Sätze, die auch miteinander kombiniert werden können. Sie weisen gleichzeitig darauf hin, dass die Formulierung immer auf die eigene Persönlichkeit, die Branche, das jeweilige Unternehmen und die ausgeschriebene Stelle – in unserem Fall einen Job in der Logistik – abzustimmen und entsprechend anzupassen ist.

Musterformulierungen

  • Ich freue mich auf das Vorstellungsgespräch.
  • Ich freue mich darauf, Sie und Ihr Team kennenzulernen.
  • Auf eine Einladung zum persönlichen Gespräch freue ich mich.
  • Für ein ausführliches Gespräch stehe ich gerne zur Verfügung.
  • Für ein persönliches Gespräch oder das Kennenlernen Ihres Teams nehme ich mir gerne Zeit.
  • In einem persönlichen Gespräch möchte ich Sie gern davon überzeugen, dass ich Ihr Team fachlich und menschlich hervorragend ergänzen kann.
  • Ich bin gespannt darauf, Sie und Ihr Team kennenzulernen.
  • Ich bin überzeugt davon, Ihr xy-Team perfekt zu ergänzen. Für ein gegenseitiges Kennenlernen stehe ich gern zur Verfügung.
  • Weil Papier geduldig ist und ein persönliches Gespräch viel aussagekräftiger, freue ich mich auf eine Möglichkeit, Sie / das Team persönlich kennenzulernen.
  • Für weitere Fragen stehe ich gerne telefonisch zur Verfügung. Ich freue mich auf Ihren Anruf.

Eine Einteilung in Formulierungen, die Motivation zeigen, Selbstbewusstsein ausdrücken oder besonders kompakt sind, bietet Jochen Mai, Gründer und Chefredakteur der Karrierebibel:

So drücken Sie Ihre Motivation am besten aus:

  • Wie Sie sehen, bin ich für eine Mitarbeit hochmotiviert, und freue mich, Ihnen dies im Vorstellungsgespräch persönlich zu beweisen.
  • Für ein Bewerbungsgespräch ebenso wie für einen Probearbeitstag komme ich gern zu Ihnen und freue mich über eine Einladung.
  • Ich bin gespannt auf Ihre Antwort und freue mich, wenn Sie sich die Zeit für ein persönliches Gespräch nehmen.
  • Gerne möchte ich Sie und Ihr Unternehmen in einem persönlichen Gespräch kennenlernen.
  • Gerne überzeuge ich Sie in einem persönlichen Gespräch davon, dass Sie mit mir einen ebenso engagierten wie erfahrenen Mitarbeiter gewinnen.
  • Gerne bin ich bereit, Ihnen meine Einsatzbereitschaft und Kompetenzen im Rahmen eines Probearbeitstags zu beweisen.

Besonders selbstbewusst sind diese Schlusssatz-Varianten:

  • Ihrer positiven Rückmeldung sehe ich mit großer Freude entgegen.
  • Über eine positive Nachricht von Ihnen freue ich mich schon jetzt.
  • Ich freue mich sehr, schon bald mit Leidenschaft und Engagement zum Erfolg Ihres Unternehmens beizutragen und freue mich über eine Einladung zum Vorstellungsgespräch.
  • Wenn Sie also einen kompetenten, zuverlässigen und belastbaren Mitarbeiter suchen, dann freue ich mich über eine Einladung zum Vorstellungsgespräch.
  • Ich brenne darauf, mich mit meinen Fähigkeiten und Erfahrungen der neuen Aufgabe zu stellen und sie zu meistern.

Kompakte Schlusssatz-Varianten

  • Falls Sie noch Fragen haben, stehe ich Ihnen gerne persönlich zur Verfügung.
  • Gerne überzeuge ich Sie persönlich. Auf einen Terminvorschlag dazu freue ich mich.
  • Auf die Gelegenheit, mich Ihnen persönlich vorzustellen, freue ich mich.
  • Für den nächsten Schritt in Ihrem Bewerbungsprozess bin ich bereit.
  • Für ein weiterführendes Gespräch stehe ich Ihnen gern zur Verfügung.
  • Für ein persönliches Gespräch komme ich gerne zu Ihnen.
  • Ihrer – hoffentlich positiven – Rückmeldung sehe ich mit Freude entgegen.
  • Jetzt möchte ich mich Ihnen gerne noch persönlich vorstellen.
  • Ich freue mich auf Ihre Antwort und verbleibe bis dahin… 

Don'ts

Gedanken über gelungene Schlussformulierungen hat sich Martina Kettner im Blog von „karriere.at“ (https://www.karriere.at/blog/bewerbung-letzter-satz.html ) gemacht. Sie sieht eine Gratwanderung zwischen selbstbewusst wirken – aber nicht arrogant, und: höflich sein – aber nicht unterwürfig und flehend.

Diese fünf Varianten sollten Sie nicht nutzen:

- Den Konjunktiv – Ich würde mich sehr freuen… / Gern würde ich…

Hätte, würde, könnte, dürfte: Der Konjunktiv klingt zwar höflich, schwächt aber jegliche Aussage ab. Souveräner ist es, im Indikativ zu bleiben.

- Eine Bitte – Ich wäre Ihnen sehr dankbar… / Bitte laden Sie mich…

Als Bewerber mit den passenden Qualifikationen müssen Sie Ihr Licht nicht unter den Scheffel stellen. Der letzte Satz einer Bewerbung sollte deshalb nicht verzweifeltes Hoffen auf einen Gesprächstermin ausdrücken.

- Unterwürfigkeit – Ich verbleibe hochachtungsvoll… / Danke für Ihre Aufmerksamkeit…

Solche und ähnliche Formulierungen in Bewerbungsschreiben sterben zu Recht aus. Immerhin soll ein Gespräch auf Augenhöhe stattfinden und ist keine Audienz beim Personaler.

- Zu direkt – Wann darf ich zum Vorstellungsgespräch vorbeikommen? / Wann darf ich Sie anrufen, um einen Termin zu vereinbaren?

Drängen könnte ein Personaler übelnehmen. Schließlich bleibt es seine Entscheidung, wen er einlädt.

- Eine Frage stellen – Habe ich Ihr Interesse geweckt? …

Sie gehen davon aus, dass Sie das natürlich getan haben. Also fragen Sie nicht.

Call to action

Betrachten Sie Ihren Lebenslauf und Ihr Anschreiben bis zur Schlussformulierung als Auftakt Ihrer Bewerbung. Nun kommt, was zählt: hoffentlich eine Einladung zu einem Vorstellungsgespräch. Ebenso, wie man durch bestimmte Formulierungen in den sozialen Medien eine Aktion wie einen Like, eine Weiterleitung oder einen Kommentar auslösen kann, ist dies auch in der Schlussformel des Anschreibens möglich. Fordern Sie Ihr Gegenüber explizit zu einer Aktion – einer Einladung zu einem Vorstellungsgespräch – auf. Dies ist ähnlich wie bei einer Terminvereinbarung: Fragen Sie nicht, wann Ihr Gegenüber Zeit hat. Schlagen Sie lieber bereits zwei Termine zur Auswahl vor. Damit lassen Sie wenig Spielraum für eine Aktion, die nicht in Ihrem Sinne ist.

Gehaltswunsch, Eintrittstermin und Sperrvermerk

Häufig wird in Ausschreibungen auch nach der Gehaltsvorstellung und / oder dem frühestmöglichen Eintrittstermin gefragt. Auf keinen Fall sollten Sie diese Fragen übergehen oder hier auf das Vorstellungsgespräch verweisen. Besonders gut lassen sich diese Punkte in der Schlussformulierung unterbringen – und unterstellen zudem subtil, dass Sie den Job auch bekommen:

  • Ich bewerbe mich aus ungekündigter Stellung. Vom 1. April an kann ich Ihnen zur Verfügung stehen.
  • Ich kann Ihnen schon einmal zusagen, die Stelle am 1. Oktober anzutreten.
  • Meine Gehaltsvorstellung liegt bei 42.000,- Euro brutto für die angebotene Position. Bei Wahrung einer sechswöchigen Kündigungsfrist zum Quartalsende stehe ich Ihnen ab dem 1. April gerne zur Verfügung.

Wenn Sie sich aus einem ungekündigten Arbeitsverhältnis heraus bewerben, sollten Sie im Schlusssatz einen Sperrvermerk unterbringen und um Diskretion bitten. Ein Vorschlag von Jochen Mai:

  • Da ich mich zurzeit in einem ungekündigten Arbeitsverhältnis befinde, bitte ich Sie, diese Bewerbung vertraulich zu behandeln. Bitte rufen Sie mich auch nur abends ab 20 Uhr unter der oben angegebenen Nummer zurück.

Außerdem

Wesentliches nicht vergessen! Nach dem Schlusssatz ist noch nicht Schluss: Es folgen die Grußformel, Ihre Unterschrift – natürlich handgeschrieben – und der Anlagenvermerk.

Informationen zum gesamten Bewerbungsprozess finden Sie auch in unserem Artikel "Bewerben - aber richtig!"

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