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Mindestens einen Versuch wert: E-LKW

Der erste elektrisch betriebene LKW ist seit September 2018 auf den Straßen unterwegs.

Reichweite? Kühlkette? Ladekapazität? Aufladedauer? Daimler hat zehn Versuchsfahrzeuge der vollelektrischen Mercedes-Benz-E-Actros-Flotte mit 18 bzw. 25 t Nutzlast bei zehn Unternehmen unterschiedlicher Branchen im Regelbetrieb im Einsatz. In einer zweiten Stufe folgt ein Test bei zehn weiteren Kunden.

In diesem Juli hat die auf Lebensmittellogistik spezialisierte Nagel-Group als zehntes Unternehmen einen E-Actros übernommen. Die Nagel-Group erhielt einen 18-Tonner mit 200 km Reichweite für die Auslieferung gekühlter Lebensmittel in der Hamburger Innenstadt. Im Anschluss an die Tagestour werden die Batterien direkt auf dem Betriebshof der Spedition über Nacht aufgeladen. Der erste dieser vollelektrischen LKW ging bereits im September 2018 bei einem Kunden in den Praxiseinsatz.

Serienreif sind die Fahrzeuge noch nicht. Alle Ergebnisse der beiden Testreihen sollen direkt in die Weiterentwicklung der E-LKW hin zur Serienproduktion eingehen. Die Entwicklung und Erprobung der schweren Elektro-LKW im Verteilerverkehr wird im Rahmen des Projekts „Concept ELV²“ von Bundesumweltministerium (BMU) und Bundesministerium für Wirtschaft und Energie (BMWi) gefördert. Wissenschaftlicher Partner ist das Institut für Kraftfahrzeuge der RWTH Aachen University (ika). Ziele: Alltagstauglichkeit von E-LKW testen und Emissionen von LKW besonders in Ballungsräumen senken.

Der E-Actros basiert auf dem Rahmen des Mercedes-Benz Actros. Darüber hinaus ist die Architektur des Fahrzeugs jedoch komplett auf den Elektroantrieb ausgerichtet und verfügt über einen hohen Anteil spezifischer Teile. Zwei Elektromotoren nahe den Radnaben der Hinterachse bilden den Antrieb mit einer Leistung von jeweils 126 kW und einem maximalen Drehmoment von je 485 Nm. Daraus ergeben sich nach der Übersetzung jeweils 11.000 Nm. Eine Leistung, die nach Herstellerangaben der eines konventionellen LKW ebenbürtig ist. Lithium-Ionen-Batterien mit 240 kWh liefern die Energie für den E-Actros. In Abhängigkeit der verfügbaren Ladeleistung lassen sich die Batterien innerhalb von zwei Stunden (bei 150 kW) vollständig aufladen, gibt der Hersteller an.

Der Kühl-Wechselkoffer ist das Modell „W.KO COOL“ von Schmitz Cargobull. Das rein elektrisch betriebene Kühlgerät arbeitet vollkommen emissionsfrei und ist speziell für den Einsatz im Verteilerverkehr ausgelegt.

Das Team von BirdieMatch wird die Testergebnisse veröffentlichen, sobald diese vorliegen. Die meisten LKW-Hersteller haben in diesem Jahr ein E-Modell am Start. Welche, lesen Sie hier.

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